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Leitbild

Vision 2016

  • Die ARGEkultur steht für Veranstaltungen und Produktionen im Sinne der Produkte und Prozesse. Ermöglicht wird dies durch Kommunikation, Vernetzung und Vermittlung. Dieser Kunst- und Kulturauftrag orientiert sich an der Wertehaltung der ARGEkultur.
  • Die ARGEkultur ist ganzjährig und kontinuierlich Veranstalterin im lokalen und regionalen Kontext. Auswahl und Durchführung des Programms folgen nach den abgestuften Kriterien Innovation, Unterhaltung und Experiment. Das Programm bietet mehrere künstlerische Sparten, auch in spartenübergreifender Form.
  • Die ARGEkultur ist ganzjährige Produzentin (Eigen/Gast- und Koproduktionen) und wirkt in diesem Bereich überregional. Sie ist Anlaufstelle für Ideen und Ort der Realisierung. Auswahl und Durchführung des Programms folgen den abgestuften Kriterien Innovation, Experiment und Unterhaltung. Die ARGEkultur ist Vorreiterin bei thematisch orientierten Produktionen.
  • Die ARGEkultur spielt eine initiative oder partizipative Rolle in Netzwerken: Diese sind zweckorientierte und temporäre Zusammenschlüsse. Sie münden in Veranstaltungen und/oder Produktionen (vorrangig mit regionalen Initiativen und KünstlerInnen) oder dienen der Weiterentwicklung von Inhalten der ARGEkultur. Es handelt sich um prozesshafte und räumlich unabhängige Partizipationsangebote.
  • Die ARGEkultur ist Raum des kritischen Diskurses und des offenen und konstruktiven Dialogs. Sie positioniert sich gegen Entwicklungen in Kultur und Politik, die ihren Werten widersprechen, und fördert entsprechende Kulturprojekte.
  • Die ARGEkultur agiert partizipativ und emanzipatorisch. Sie ist initiativ, offen und fördert Ideen und Projekte, die ihrem Kunst- und Kulturauftrag entsprechen. Sie unterstützt die Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern und unter sozialen Gruppen durch Programm und Organisation. Sie ermöglicht barrierefreien Zugang zu Programm, Infrastruktur und Kommunikation.
  • Die ARGEkultur ist Raum für Medienvielfalt. Publikationen dienen zielgerichtet der Unterstützung des Kunst- und Kulturauftrags und der Vernetzungsaktivitäten bzw. sind selbst Kunstprodukte.
  • Die ARGEkultur ist attraktiver Ort für Gastveranstaltungen mit an WettbewerberInnen orientierten Rahmenbedingungen. Sie bietet Ermäßigungen für gemeinnützige und nichtkommerzielle Projekte.
  • Die ARGEkultur setzt sich gemeinsam mit anderen für kulturpolitische Solidarität ein: Ziel ist die Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen im Kulturbereich sowie deren Erhöhung der öffentlichen Kulturmittel und deren gerechte Verteilung. Unabhängig von diesen Vernetzungsinitiativen bemüht sich die ARGEkultur selbstständig und kreativ um ihre Finanzmittelaufbringung.
  • Die ARGEkultur agiert nach einem dynamischen Hausnutzungskonzept. Sie bietet befristete Nutzungsmöglichkeiten. Voraussetzung dafür ist ein starkes Vernetzungsinteresse mit der ARGEkultur und den weiteren HausnutzerInnen. Für die ARGEkultur ist das gastronomische Angebot ein wesentlicher Bestandteil dieses Nutzungskonzeptes.
  • Die ARGEkultur ist sowohl Initiatorin für Workshops wie auch Ort für Workshops anderer NutzerInnen. Die Auswahl orientiert sich an ihrem Kunst- und Kulturauftrag.
  • Die ARGEkultur sorgt für professionelle Rahmenbedingungen für die Erarbeitung der künstlerischen bzw. kulturellen Produkte und Prozesse.
  • Die ARGEkultur hat KünstlerInnen, NetzwerkpartnerInnen und BesucherInnen als KundInnen und erachtet die Beziehung zu ihnen als besonders wertvoll. Die Dienstleistungen und Angebote der ARGEkultur sind – entsprechend dem Kunst- und Kulturauftrag – auf die Bedürfnisse dieser KundInnen ausgerichtet und abgestimmt.
  • Die ARGEkultur hat professionelle MitarbeiterInnen, bietet entsprechende Arbeitsbedingungen und hat eine professionelle Unternehmensführung. Alle MitarbeiterInnen teilen die Werte und Visionen der ARGEkultur und vertreten diese nach innen und außen.

Salzburg, Dezember 2011

Werte der ARGEkultur

  • Die ARGEkultur schafft als Kunst- und Kulturzentrum Angebote für potentielle aktive und passive NutzerInnen.
  • Die ARGEkultur ist autonom im Sinne der Selbstbestimmung der Inhalte, Organe, der Personalentscheidungen und Nutzung der Ressourcen. Die ARGEkultur ist institutionell von politischen, staatlichen und anderen gesellschaftlichen Einrichtungen unabhängig.
  • Die ARGEkultur agiert spartenübergreifend in Kunst, Kultur und Gesellschaftskritik. Dies drückt sich in einer Koexistenz von experimentellen Projekten und Formen der Alltags- und Populärkultur aus.
  • Die Vorgangsweise ist emanzipatorisch in dem Sinn, dass sie herrschende Gesellschaftsstrukturen (ökonomische, soziale, politische, das Geschlechterverhältnis betreffende) sichtbar und als veränderbar bewusst macht.
  • Die ARGEkultur fördert kulturelle und gesellschaftskritische Interessen sowie die Selbstorganisation von neuen derartigen Projekten. Sie bietet Zugänge und Schnittstellen für die Bedürfnisse der aktiven und passiven NutzerInnen.
  • Die Verwendung der Mittel der ARGEkultur orientiert sich am Kunst- und Kulturauftrag, der sich an einem zeitgenössischen, kritischen und innovativen Profil orientiert.
  • Die ARGEkultur agiert regional, überregional und in Segmenten international.
  • Die MitarbeiterInnen der ARGEkultur sind wesentlich für die Erreichung der Ziele der ARGEkultur. Dafür sind adäquate Rahmenbedingungen in der ARGEkultur zu schaffen.
  • Die ARGEkultur bekennt sich zum permanenten Prozess der Selbstreflexion und damit zur kritischen Auseinandersetzung mit eigenen Traditionen und Strukturen.

Salzburg, April 2008