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ARGEkultur • 19.11.2017 • Markus Grüner-Musil, ARGEkultur

Wann muss ich lachen?

Editorial der Künstlerischen Leitung

Wenn sich die Türen des 36. MotzArt Festivals öffnen, dann erleben Sie nicht nur die besten Kabarettisten der heimischen Szene; an einem der sieben Abende wird es nicht nur leise sein, sondern gänzlich still. Das Schweizer Kabarettduo „ohne Rolf“ schafft es, einen intelligenten und sehr unterhaltsamen Abend zu bestreiten – ohne ein gesprochenes Wort, dafür aber mit hunderten geschriebenen. Ein weitere Neuentdeckung beim ältesten Kabarettfestival Österreichs ist die neue deutsche Stimme des politischen Kabaretts – ganz in der Tradition von Dieter Hidebrandt und Georg Schramm –, Christoph Sieber: furchtlos, analytisch und zweifelnd. Ein hochkarätig besetztes Festival mit dem Anspruch an den Humor, mehr Anspruch zu haben, als bloß die nächste Pointe zu setzen.

Im Kabarett zeigt sich der Humor nicht nur in der Pointe, sondern auch in der bestechenden Argumentation, in der Anbahnung dessen, was eine Pointe werden könnte. Die leisen Lacher, die vereinzelten glucksenden, glücklichen Lacher, die hört man nur wenn der Humor auf der Bühne Raum für den eigenen Gedanken lässt. Sie können hier lachen, wann sie wollen, und wie sie wollen, dann gerne auch das ganze Jahr 2018: mit einem unserer Kabarettabos, die wir noch bis Jahresende in limitierter Auflage anbieten.

Gute Unterhaltung wünscht
Markus Grüner-Musil

© Markus Grüner-Musil, ARGEkultur