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Presse • 13.12.2003 • Kurier

Nach 16 Jahren Containerleben ein festes Zuhause in Sicht

Der provisorische, hässliche Containerbau des Salzburger Kulturgeländes ARGEkultur soll jetzt endlich Vergangenheit sein. Am Freitag erfolgte der Spatenstich für das lang ersehnte neue Gebäude im Rahmen des Projekts Unipark. Im Spätsommer 2005 sollen dort die ersten Künstler auftreten.

Die Umsetzung der "ARGEkultur neu" hat wie so vieles in Salzburg lang gedauert. 1998 wurde das Projekt des Kärntner Architektenteams Gerhard Kopeinig und Gerhard Kresitschnig zum Sieger gekürt. Fünf Jahre später fahren die Baumaschinen auf.

"Der Neubau war auf Grund der kritischen Haltung der ARGEkultur in vielen Diskussionen nicht einfach. Aber wir brauchen ein Kulturzentrum, das auch manchmal wieder den Stachl löckt", meinte SP-Kulturlandesrat Othmar Raus.

Die Kosten für das größte autonome Kulturzentrum Westösterreichs werden sich Land und Stadt teilen. Die Bausumme beträgt 3,8 Millionen Euro.

Der Bau selbst soll eine lockere Fassade bekommen, in die in versetzter Form bunte Blöcke eingebaut werden. Die verwendeten Baustoffe sind Beton, Glas und farbiges Blech. Das Kärntner Architektenteam will den Bau "roh und unfertig" wirken lassen, um den ständigen Schaffensprozess der Kulturstätte zu unterstreichen.

Herzstück des neuen Gebäudes ist ein Veranstaltungsraum mit 220 Sitzplätzen. "Das Publikum soll dann auch international bekanntere Gruppen zu sehen bekommen", verspricht Leiter Karl Zechenter.

Im Haus befinden sich ein Studio, Proberäume für Künstler, ein Lokal, eine Krabbelstube und die Büros von kulturellen Initiativen.