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Presse • 13.12.2003 • Clemens Panagl, Salzburger Nachrichten

kultur-Werkstatt

Aus dem alten HTL-Lehrbauhof zieht die ARGEkultur im Herbst 2005 in ein neues Gebäude im Nonntal, das vor allem als Produktionsstätte dienen soll.

Für das Team der Salzburger ARGEkultur war es trotz Regen und Kälte "ein sonniger Tag", wie ARGE-Sprecher Christian Wallner beim Pressetermin verkündete: Gestern, Freitag, wurde der Grundstein für den lang umkämpften Bau eines neuen ARGEkultur-Gebäudes im Nonntal gelegt. 1998 wurde in einem Ideenwettbewerb ein Projekt für den Neubau ermittelt. Nun wird das Vorhaben als erstes Projekt des geplanten "Uni-Park Nonntal" verwirklicht. Sonnige Wetterprognosen gibt die ARGE-Mannschaft also auch für Herbst 2005 ab. Dann soll das neue Areal in der Josef-Preis-Allee eröffnet werden.

Auf einer Fläche von 2.187 Quadratmetern entsteht in den kommenden eineinhalb Jahren nach den Plänen der Architekten Gerhard Kopeinig und Gerhard Kresitschnig ein Haus aus Glas, Sichtbeton und Blechelementen mit zwei Veranstaltungsräumen (im großen finden bis zu 450, im kleineren 100 Personen Platz), neun Proberäumen, einem Beisl (mit Gastgarten) sowie Büros und Produktionsstätten für diverse "BenutzerInnengruppen" - von der Radiofabrik über das Mediennetzwerk subnet bis zum Österreichischen Ensemble für Neue Musik.

3,8 Millionen Euro kostet der Neubau, der ganz in der Nähe des jetzigen ARGE-Standortes entsteht und doppelt so viel Platz bietet wie das alte, längst baufällige Gebäude, das seit 1987 als Dauerprovisorium genutzt wurde. Die Kosten tragen Stadt und Land Salzburg zu jeweils 50 Prozent.

"Im neuen Haus sind wir dann in der Lage, unserem Auftrag noch besser und umfassender nachzukommen", erklärt ARGE-Vorstandsvorsitzender Werner Pichler. Konkret soll die eigene Produktivität stärker in den Vordergrund rücken, ergänzt künstlerischer Leiter Karl Zechenter. "Wir wollen den verschiedenen, im Haus arbeitenden freien Gruppen ein Kommunikations- und Kooperationszentrum bieten." Neben einem vergrößerten Angebot an eigenen Produktionen sollen die Besucher auch mehr internationale Bands zu sehen bekommen, so Zechenter - "auch das ermöglichen die vergrößerten Räumlichkeiten".