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Presse • 13.12.2003 • Bernhard Flieher, Salzburger Nachrichten

Die Kunst, ein Haus zu füllen

Im Salzburger Nonntal herrscht eine neue Ära. Personell gilt das schon seit Monaten. Nun erfolgt - nach langen Diskussionen und den üblichen Kämpfen ums Geld - auch das sichtbare Zeichen: der Neubau der ARGEkultur. Im Herbst 2005 soll's dort mit dem Programm losgehen. Es herrscht Aufbruchstimmung.

Die ARGE-Gründer haben vor rund 20 Jahren auf einem von klassischer Kunsttradition und großbürgerlicher Bequemlichkeit platt gewalzten Feld zu säen begonnen. Die Ernte war nicht immer reich, aber von hoher Qualität. Womöglich steht das neue Team im neuen Haus im Nonntal vor einer weit schwierigeren Aufgabe: Kultur verkommt immer mehr zu Prominenten-Treffen und brutaler Unterhaltung ohne Hintersinn. Kunst unterliegt einer galoppierenden Ver-Eventisierung. Hier gilt es wachsam zu bleiben. Diesen Job erfüllt im Bereich der "alternativen" Kunst in Salzburg immer noch an vorderster Stelle die ARGEkultur. Gleichzeitig versiegen die Geldflüsse immer mehr. Es ist ein großes, aber vor allem ein schweres Erbe, für dessen Heimstatt gestern der Grundstein gelegt wurde.