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Sigi Zimmerschied

"Multiple Lois - Einwürfe eines Parasiten" - Österreichpremiere

ARGE kabarett 31. Motzart Kabarett Festival
Sigi Zimmerschied am 08.04.2013 um 20:00 Uhr
Foto (c) Sigi Zimmerschied

Lois wird in Bälde sechzig.
Er ist stolz auf sich.
Er hat nie etwas geleistet und immer gut gelebt.
Er hat sich eben die Geschenke gesucht, die das Leben vor ihm versteckt hat.

Aber warum steht er jetzt ratlos und ängstlich in einem leeren Raum und
stammelt um sein Leben ?
Warum rechtfertigt er sich ?

Alle machen es doch so.
Alle saugen am Wirt.
Homo homini ixodes.
Jeder ist jedermanns Zeck.
Allen voran der Staat.
Die Oberzecke.
Wie Onkel Norbert immer sagte.

Es gibt in Deutschland acht Millionen Zierfischerl und zwei Millionen Beamte.
Das sind zehn Millionen hilflose Geschöpfe, die gefüttert werden müssen.

Nein, er hat sich nichts vorzuwerfen.
Auf einen Zierfisch mehr oder weniger kommt es doch nicht an.
Lois wird in Bälde sechzig.
Oder doch nicht mehr ?

Premiere: 19.02.2013 in der Münchner Lach- und Schießgesellschaft

Pressestimmen über sein Programm „Reisswolf“

„Noch bei jedem seiner Programme schreiben die Kritiker, da könne Zimmerschied nichts mehr draufsetzen. Noch jedes Mal hat er dann doch wieder einen neuen, überzeugenden Dreh gefunden. Diesmal hat er sich in jeder Hinsicht selbst übertroffen.“
(Oliver Hochkeppel, Süddeutsche Zeitung)

„Ein dichtes Kammerspiel ist dem fabelhaften Bayern da gelungen, eines, mit dem er einmal mehr beweist, dass der Mensch des Menschen Akten/Vernichter ist. Denn das ist der Beruf, die Berufung, der Zimmerschieds Figur Adalbert Stauber und sein Reiß'wolfi' nachgehen – das Umwandeln von brisantem, hochpolitischem Material in Papierschnitzel.“
(Michaela Mottinger, Kurier)

„Furios, wie Zimmerschied all die aktuellen Eklats, Ungerechtigkeiten und Skandale vor sich hinköcheln lässt. Die Sätze bleiben im Hirn hängen, weil: 'Ein kleiner Wiki leakt in jedem von uns.'“
(Michaela Mottinger, Kurier)

„Nein, die Kritikeraugen sehen schon ganz richtig: Was Zimmerschied im 'Reisswolf' zeigt, steckt nicht nur vieles von dem in den Sack, was sonst auf Kleinkunstbühnen zu sehen ist. Er steckt das Allermeiste in den Sack. Hochachtung!“
(Raimund Meisenberger, PNP)

Über Sigi Zimmerschied

Sigi Zimmerschied studierte Religionspädagogik im Fernstudium, 1975 gründete er zusammen mit Bruno Jonas die Passauer Kabarettgruppe „Die Verhohnepeopler“. Deren erstes Stück „Himmelskonferenz“, in welchem ein resignierter Gottvater vom Himmelsfunktionär Erzengel Michael entmachtet wird, sorgte für einen Skandal, vom Vorwurf der Gotteslästerung wurde Zimmerschied aber letztlich freigesprochen.
Zimmerschieds erstes Soloprogramm „Zwischenmenschen“ entstand 1976. 1980 erhielt er den Deutschen Kleinkunstpreis. Weitere Soloprogramme und Auszeichnungen u. a. 1988 der Österreichische Kleinkunstpreis und 2011 der Österreichische Kabarettpreis folgten.
Zimmerschied wirkte auch als Schauspieler in den Filmen „Peppermint Frieden“ (1982) von Marianne Rosenbaum, in dem Peter Fonda die Hauptrolle spielte, „Grenzenlos“ und „Der wilde Clown“ von Josef Rödl (1983 und 1986) sowie „Himmelsheim“ von Manfred Stelzer (1989) mit. 1994 beendete er das Projekt „Schartl“, einen frei finanzierten Spielfilm, als Autor, Komponist, Darsteller, Regisseur und Produzent.
Sigi Zimmerschied prägt seit drei Jahrzehnten das Kabarett in Bayern und war Gast beim allerersten MotzArt Kabarett Festival 1983.
Er zeichnet sich durch einen ätzenden – nach Meinung seiner Kritiker, derben – und parteiübergreifenden Witz, eine bemerkenswerte Mimik, ein rares stimmenimitatorisches Talent sowie enorme Sprachkraft und Wortgewalt aus.

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