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mica focus "Copyright & Copyleft"

UrheberInnenrecht zwischen Gratiskultur und "geistigem Eigentum". Impulsreferat & Diskussion m. Helge Hinteregger, Tina Leisch, Huckey und Markus Grüner-Musil.

ARGE open mind festival "überLeben"

Gerade heuer ist es auf Straßen, in Zeitungen, an Bars und vor allem im Internet hoch hergegangen. Diskussionen rund um Copyright, UrheberInnenrecht, Verwertungsgesellschaften, ACTA, digitale Downloads, „geistiges Eigentum“, „Fair Use“, „Creative Commons“, Verlage, „verwaiste Werke“, Intertextualität, Digital Copyrights, „Raubkopien“, „Appropriation Art“, Remix, Patente, Kulturflatrates, gesperrte Inhalte, Lizenzen, „Buy Out“-Verträge, Samples, „Recreativity“, Abmahnungen, Freiheit im Netz, Gratis-Kultur, „die Kunst des Zitats“, „Originalschöpfungen“, Copyleft, etc. lieferten jede Menge Sprengstoff, Untergriffigkeiten und Unstimmigkeiten und führten zu Fraktionsbildungen aller Art.

Das Festival wird auch heuer wieder vom Open Mind Magazin (PDF) begleitet, das nicht nur die Programmpunkte ausführlich vorstellt, sondern weiterführende Aspekte durch die Beiträge von GastautorInnen wie Klaus Nüchtern oder Reinhard Haller thematisiert. Zudem wird ein Festivalblog dem Publikum die Möglichkeit bieten, Inhalte zu vertiefen, zu kommentieren und zu diskutieren.

Ein Problem dabei: Je nach Blickwinkel (Bildende Kunst, Literatur, Film, Architektur, Journalismus, Musik, Pharmaindustrie) wird unter den einzelnen Begriffen jeweils etwas anderes verstanden (MusikerInnen brauchen zur Veröffentlichung ihrer Werke im Grunde keinen Verlag, LiteratInnen hingegen sehr wohl).
Zudem scheint es immer noch reichlich Missverständnisse in Bezug auf das zu geben, was „das Internet“ nun ist (und kann).
Es geht jedoch auch um Grundsätzliches. Um die Frage etwa, inwieweit Kunst von ökonomischen Zwängen determiniert ist bzw. inwieweit sich Kunst einer kapitalistischen Verwertungslogik entziehen kann.

Im mica fokus werden wir diesen Fragen auf den Grund gehen; im mica-Workshop können sich (angehende) MusikerInnen zwischen 13:00 und 18:00 Uhr speziell in dieser Thematik weiterbilden.

Eine Kooperation von ARGEkultur Open Mind Festival und mica – music information center austria

Über das mica

mica – music austria wurde 1994 als unabhängiger, gemeinnütziger Verein auf Initiative der Republik Österreich gegründet und gilt als DER professionelle Partner für Musikschaffende in Österreich.
Vereinsziele sind: die Bereitstellung von Informationen über das Musikleben Österreichs sowie die Forschung auf dem Gebiet der Gegenwartsmusik, die Unterstützung der in Österreich lebenden zeitgenössischen Musikschaffenden durch Beratung und Information, die Verbreitung heimischen Musikschaffens durch Promotion im In- und Ausland, die Verbesserung der Rahmenbedingungen des Musikschaffens in Österreich.
Seit 2010 gibt es auch eine mica-Zweigstelle in Salzburg, betreut von Didi Neidhart. Anfragen per Tel. unter 0680-1442441, Mo-Fr, 12:00 bis 18:00 Uhr, oder E-Mail an neidhart@musicaustria.at

Kurz-Biografien

Helge Hinteregger

Helge Hinteregger ist seit 1980 als Musiker tätig. Er spielt als Musiker in Bands unterschiedlicher Genres und arbeitet neben seinen eigenen Bandprojekten für Theater- und Tanzensembles. 1990 gründete er gemeinsam mit Sascha Otto eine Informations- und Bookingplattform für MusikerInnen aus dem zeitgenössischen Jazz. Bei mica – music austria arbeitet Hinteregger seit 1994 als Projektleiter und Fachreferent für Jazz, improvisierte Musik und Worldmusic. www.mica.at

Harald „Huckey“ Renner

Harald „Huckey“ Renner, Gründungsmitglied der Linzer HipHop-Formation Texta, div. CD/LP-Veröffentlichungen und Tourneen im In- und Ausland, daneben auch bei Bands wie Merker TV, Huckey & Sam sowie Average & Huckey aktiv, langjährige Tätigkeiten im autonomen Kulturbereich (u. a. Kapu/Linz) als Veranstalter, Booker und „Mädchen für alles“, DJ, Mitautor von „TextA – Z. Die Texta-Chroniken“ (Milena Verlag 2012). www.texta.at

Tina Leisch

Tina Leisch, Film-, Text- und Theaterarbeiterin und politische Aktivistin.
Zeigt und macht politische Dokumentarfilme. („Gangster Girls“, „Dagegen muss ich etwas tun“, „Roque Dalton, erschießen wir die Nacht!“ u.a.)
Gestaltet Theaterexperimente in gesellschaftlichen Konfliktzonen („Elf Seelen für einen Ochsen, Enajst duš za enega vola“, „Date your destiny“, „Medea bloß zum Trotz“, „Liebesforschung / Rodimos e kamlipeso / istrazivanje ljubavi“, „Schneid deinen Ärmel ab und lauf davon! Cin ci baj taj naš!“ u.a.).
Schreibt sehr gerne für die beste aller Straßenzeitungen, den „Augustin“, manchmal auch für andere Medien.
www.kinoki.at, www.gangstergirls.at, www.roquedalton.at

Markus Grüner-Musil

Markus Grüner-Musil, Künstlerischer Leiter ARGEkultur

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