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The Notwist

Die Indie-Kultband aus Bayern mit einem seltenen Live-Set. Support: Joasihno.

ARGE konzert
The Notwist am 04.06.2013 um 20:30 Uhr

The Notwist sind definitiv eine Ausnahmeerscheinung und mittlerweile auch eine der bedeutendsten und erfolgreichsten Bands der deutschen Indie-Szene. „The Devil, You + Me" hieß 2008 das lang erwartete sechste Album von The Notwist, und es wurde weltweit von Fans und KritikerInnen stürmisch begrüßt. Man musste auch sehr geduldig sein, um den Nachfolger zum epochalen Werk „Neon Golden" (2002) endlich in Händen zu halten. Ganze sechs Jahre waren seitdem vergangen, und The Notwist wurde inzwischen weltweit als eine stilprägende Band verehrt.

Vom Brüderpaar Markus und Michael Acher und Mecki Messerschmidt 1989 im bayerischen Weilheim gegründet, haben sie zwar mehrere Stilwechsel durchlebt, doch eins ist ihrer Musik immer geblieben – die Melancholie. Im Laufe der Jahre entstand eine regelrechte Szene um sie und The Wire fragte Ende '98: "Is Weilheim the new Seattle?" Mit Martin Gretschmann, alias Console, als Bandmitglied und dem Erscheinen von „Shrink“ (1998) schien ihre Zeit als reine Gitarrenband gezählt: Jazz, Elektronik und Minimalismus hießen die neuen Eckpfeiler im Notwist-Universum. Das 2002 erschienene Album „Neon Golden“ sprang aus dem Stand auf Platz 10 der deutschen Albumcharts, wurde schon kurz nach Erscheinen als Album des Jahres 2002 gefeiert und bescherte der Band den lange verdienten weltweiten Erfolg. „The Devil, You + Me“ heißt das 2008 erschienene, lang erwartete Nachfolgealbum. Es bestätigte den Ausnahmestatus von The Notwist, die sich in den 20 Jahren ihres Bestehens immer wieder partiell neu erfunden haben und gerade jetzt bei ihren Live-Shows eine Dringlichkeit und Souveränität ausstrahlen, wie es wohl nur die wirklich großen Bands vermögen. Bevor The Notwist im Herbst 2013 ihr neues Album veröffentlichen, spielen sie im Sommer noch einige ausgewählte Festivals und Clubshows, bei denen man sich hoffentlich schon auf eine Handvoll neuer Songs freuen darf!

  • Gesang, Gitarre Markus Acher
  • Gitarre Max Punktezahl
  • Bass Micha Acher
  • Elektronik Martin Gretschmann
  • Schlagzeug Andi Haberl
  • Vibraphon, Percussions Karl-Ivar Refseth

www.notwist.com

Egal, ob man sich schon zu Zeiten der Noise- und Hardcorephase in die Welt der Acherbrüder begeben hat, die nach dem selbstbetitelten Debüt mit 'Nook' definitiv einen Popeinschlag erhalten hat, oder ob man in der Elektronikfrickelmanie von 'Shrink' in das Notwist-Universum eingestiegen ist, teilen wohl alle die Faszination für die von der Band hart erarbeiteten, kunstvoll arrangierten Songs, die ihre endgültige Vollendung in dem zeitlosen Werk 'Neon Golden' gefunden haben.
Andreas Gstettner, FM4
Auch wenn seit 2002 zahlreiche Bands versucht haben, wie The Notwist zu klingen, sind die Weilheimer immer noch die Urväter der Kombination aus elektronischem Gefrickel, sperrigen Songstrukturen und melancholisch-eingängigem Gitarrenpop.
LAXmag.de

Support: Joasihno

Ein junger Musiker aus einem kleinen oberbayerischen Dorf in der Nähe von Eichstätt (umgeben von rechteckigen Äckern – es war ihm wichtig, dies zu erwähnen) wandelt auf den Spuren von isländischen Musikern wie Múm, Sigur Rós oder Seabear.
Wie ein musikalischer Karl May war dieser junge Musiker selber noch nie in Island. Und doch beherrscht er diese auf der Welt einzigartige musikalische Sprache so perfekt, als wäre sie seine eigene. Der selbe junge Musiker reist durch Afrika, seinen anderen musikalischen Sehnsuchtsort.
Schon lange hat er die Minimal-Musiker Steve Reich und Philipp Glass verehrt. Hat begonnen, sich an der Musikhochschule Münster zum klassischen Schlagwerker ausbilden zu lassen, und nebenbei hat er auch noch sein Können an der Loop-Station perfektioniert, um all die musikalischen Ideen live alleine umsetzen zu können.
Und plötzlich fügen sich die Teile zusammen. Ohne Hammer, ohne Meißel. Es passt einfach: Island, Afrika, Eichstätt, Klassik, Pop, E und U, kalt und warm, bunt und grau, Intuition, Können und es im richtigen Moment abstreifen können. Einen ersten Eindruck davon konnten wir alle auf seiner ersten EP „Papiertonnentigertum” bekommen (2009). Die volle Ladung dieses großen Talents gab es im Mai 2011: Joasihnos Debütalbum mit dem Titel „We Say: Oh Well”.

www.joasihno.de

Anders als bei Notwist oder Saroos steht hinter Joasihnos zweiter LP 'A Lie' kein festes Konzept, vielmehr besitzen die zehn Stücke eine von Lo-Fi gelernte erstaunliche stilistische Zwanglosigkeit, die das Duo von frei assoziiertem psychedelischen Folk über indietronischen Electro bis hin zu Field Recordings führt.
Christian Steinbrink, laut.de

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