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21., 22. Oktober 2014, 19:30 Uhr

Peter Handke „Untertagblues“ – Ein Stationendrama

Es spielen: Jurij Diez und Jaime Villalba-Sanchez. Regie: Katrin Kazubko

ARGE theater Koveranstaltung mit Studiobühne EXTRA München
Peter Handke „Untertagblues“ – Ein Stationendrama am 21.10.2014 um 19:30 Uhr
Foto (c) Franz Kimmel

Eine Hasstirade über Individuum und Gesellschaft, mit der Peter Handke wortgewaltig, witzig und ironisch die Einsamkeit des Menschen in der unüberschaubaren Vielfalt der Welt präzise beschreibt. Eine Koveranstaltung mit der Studiobühne EXTRA, Theaterwissenschaft München.

Von einem Rand zum anderen durchquert die Untergrundbahn die Großstadt. Die ab- und zunehmenden Entfernungen zwischen den Stationen verleihen ihrer Fahrt den Rhythmus. In einem der Waggons attackiert „ein wilder Mann“ die wechselnden Fahrgäste mit Worten: „Und schon wieder ihr. Und schon wieder muss ich mit euch zusammen sein. Halleluja. Miserere. Ebbe ohne Flut. Ihr verdammten Unvermeidlichen...“ Aber niemand antwortet. Erst als „eine wilde Frau“ erscheint, verändert sich das Spiel...

Peter Handkes Stück wohnt gleichermaßen der Furor der „Publikumsbeschimpfung“ und die Poesie der „Stunde, da wir nichts voneinander wußten“ inne. „Wieder wirft er einen Blick auf die Menschen in der Gesellschaft und auch wieder ist es ein ironisch sarkastisch melancholischer, der in einer reichen, vielfältigen Sprache seinen Ausdruck findet. Das Weltbild eines Schubladen-Denkers findet sich darin und es gilt dieses auf der Bühne auszubreiten.“ ( C.M.Meier)

  • Es spielen Jurij Diez und Jaime Villalba-Sanchez
  • Regie/Bühne Katrin Kazubko
  • Sound/Assistenz Timon Werner und Jakob Wihgrab
  • Licht Wolf Markgraf
  • Kostüm Claus Schulz
  • Maske Vitalij Diez, Fire Hair München
Der Regisseurin Katrin Kazubko gelang eine höchst interessante Inszenierung, die zu Auseinandersetzung anregen könnte. Bleibt Theater nur Spiegel der Gesellschaft oder erlangt es auch wieder weiterführenden Bildungs-, Gestaltungs- und Ideencharakter?
C.M.Meier, theaterkritiken.com

Jurij Diez

Jurij Diez, geboren in Kasachstan, aufgewachsen in Russland, lebt in München und arbeitet als freier Schauspieler in Deutschland und Österreich. Zahlreiche Gastspiele und Teilnahmen an Theaterfestivals führten ihn u. a. nach Russland, Polen, Rumänien, in die Ukraine und die USA. Dem Salzburger Publikum ist er durch zahlreiche Rollen u. a. beim Theater ECCE (z. B. „Peer Gynt“ 2013) und Auftritten in der ARGEkultur in Salzburg (z. B. „Penetrator“ 2013) bekannt.

Jaime Villalba-Sanchez

Jaime Villalba-Sanchez ist in Tarragona (Katalonien) geboren, lebt in München und arbeitet als freier Theaterkünstler im In- und Ausland. Seine künstlerische Bandbreite umfasst neben der Schauspielerei auch Choreographie, Regie, Schauspiel- und Körpertraining. Unter zahlreichen Projekten war er an den ukrainisch-deutschen Koproduktionen der Studiobühne EXTRA der Theaterwissenschaft München mit dem Theater Lessja Ukrainka in Kiew maßgeblich beteiligt.

Katrin Kazubko

Katrin Kazubko, Regisseurin, Dramaturgin und Dozentin der Theaterwissenschaft München. Geboren in Hannover, leitet seit 1993/94 die Studiobühne der Theaterwissenschaft München mit zahlreichen Inszenierungen unterschiedlichster Theatertexte. Neben ihrer Lehrtätigkeit führte sie an verschiedenen Theatern Regie. Mit der Inszenierung „Barfuß Nackt Herz in der Hand“ von Ali Jalaly (2010/11) begann ihre intensive Zusammenarbeit mit Jurij Diez, der – ebenso wie Jaime Villalba-Sanchez – bei der Inszenierung „Frühlings Erwachen“ von Frank Wedekind in deutscher, russischer und ukrainischer Sprache (München / Kiew / Salzburg 2012/13) beteiligt war.

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