ARGEkultur Logo
ARGEkultur Logo

A-Ronne II

Musik: Luciano Berio. Text: Eduardo Sanguineti. Inszenierung: Ingrid von Wantoch-Rekowski. Es spielt die Compagnie Lucilia Caesar. Österr. Erstaufführung.

ARGE neue musik Koveranstaltung mit Salzburg Biennale
A-Ronne II am 19.03.2015 um 19:30 Uhr
Foto (c) Eric Legrand

„Am Anfang war – ein Schluckauf, dann kam das Wort und gleich darauf das babylonische Sprachgewirr“, so heißt es in einer Rezension zu Ingrid Wantoch-Rekowskis kongenialer Inszenierung von Luciano Berios Stimmentheater. Die preisgekrönte Produktion hat das Publikum in Belgien und Frankreich zu Begeisterungsstürmen hingerissen – nun ist sie erstmals in Österreich zu sehen. „A-Ronne“ gehört zu den wichtigsten Vokalwerken des 20. Jahrhunderts.

Mit Dominique Grosjean, Sophia Leboutte, Pietro Pizutti, Annette Sachs und Gaetan Wenders.

Luciano Berio komponierte 1974 zunächst ein Tonbandstück für fünf SchauspielerInnen auf einen vielsprachigen Text des italienischen Dichters Eduardo Sanguineti; später entstanden zwei Konzertfassungen.

„A-Ronne versucht den Nachweis zu erbringen, dass es unendlich viele Möglichkeiten gibt, mit den Mitteln der Musik und der Verwendung von Wortmaterialien Sinn zu schaffen“, schreibt Berio. Es ist „gleichzeitig eine Art von madrigale rappresentativo – jenem Theater fürs Ohr vom Ende des 16. Jahrhundert in Italien – und ein naives Lautgemälde, weil das weite Feld der aufgefächerten Situationen […] durchweg elementaren Situationen verbunden bleibt: der Begegnung von Freunden, Gesprächen auf dem Marktplatz, Sprachtherapie, Beichtstuhl, Kaserne, Schlafzimmer…“

In prächtigen Renaissance-Kostümen führen die fünf SchauspielerInnen einen tiefsinnigen und hoch-virtuosen Disput, der ins Groteske kippt und auf lustvolle Weise die vielfältigen Facetten des menschlichen Daseins beleuchtet.

  • Musik Luciano Berio
  • Text Eduardo Sanguineti
  • Inszenierung Ingrid von Wantoch-Rekowski
  • Compagnie Lucilia Caesar mit Dominique Grosjean, Sophia Leboutte, Pietro Pizutti, Annette Sachs und Gaetan Wenders.

Demnächst