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Mel | Son of the Velvet Rat

Mit zwei neuen Alben heimischen Singer-/Songwritertums.

ARGE konzert
Mel | Son of the Velvet Rat am 19.09.2014 um 20:30 Uhr
Son of the Velvet Rat • Foto (c) Barbara Filips

„Go Or Run“ heißt die neue im Herbst erscheinende Platte von Mel. Die junge Salzburger Musikerin präsentiert sich auf ihrem dritten Studioalbum erneut als unprätentiöse Meisterin eines sich von seinen Folk-Wurzeln frei geschwommenen Singer-/Songwritertums. Spricht man von den führenden SongwriterInnen des Landes, wird diese Band stets genannt: Son of the Velvet Rat. Demnächst erscheint das erste Live Album: „Live Tape“. Im Konzert ist die Formation um Mastermind Georg Altziebler dafür bekannt, ihre Songs immer wieder neu zu erfinden.

Mel

Im Jahr 2008 macht die junge Salzburgerin Mel erstmals mit ihrem Mini-Album „Changing“ auf sich aufmerksam. Die spärlich instrumentierten, von Neil Young inspirierten Tracks faszinieren gerade durch ihre Einfachheit und Mels markanter Stimme. Der Titelsong „Changing“ landet auf der „FM4 Soundselection Vol.19“ und mit „Read Your Mind“ gelingt der Künstlerin eine mehrwöchige Platzierung in den FM4 Charts.
Mit ihrem ersten Longplayer „Escape The Cold“ liefert sie 2010 ein „reifes Albumdebüt“ (Der Standard) ab, heimst hervorragende Kritiken und gleich mal eine Amadeus-Nominierung für den FM4 Award ein. 2012 folgt der gemeinsam mit dem „The Seesaw“ Frontman Stootsie in Großbritannien aufgenommene Zweitling „King Street“. Dabei erweitert sie ihren Sound in so verschiedene Richtungen wie Soul-Pop, Coldplay-affinen Indie-Rock, ätherische Shoegazerei und sonnengeküsste Americana.

Mel

Die sich darauf schon abzeichnende Hinwendung zu mehr Pop-orientiertem Songwriting schlägt nun bei „Go Or Run“ (Release Herbst 2014) voll durch. Mel präsentiert sich erneut als unprätentiöse Meisterin eines sich von seinen Folk-Wurzeln frei geschwommenen Singer-/Songwritertums. Die schwere Kunst, scheinbar leichtfüßige aber dennoch fein ziselierte Songs zu schreiben, geht der jungen Salzburger Musikerin erneut locker von der Hand. In einer alten, zu einem Homestudio umgebauten Mühle in Salzburg aufgenommen, präsentiert „Go Or Run“ eine im Umgang mit ihrem Material durchaus ernsthaftere und selbstbewusstere Künstlerin. Das zeigt sich nicht nur daran, dass Mel diesmal fast alle Gitarren selber eingespielt hat, sondern vor allem auch daran, wie diese eingesetzt werden und klingen. Schon der Opener „For A While“ lässt ein kleines Effektgewitter aus Chorus, Flanger, Phaser, Vibrato und Tremolo los und zeigt so eine Soundsensibilität und ein Soundbewusstsein jenseits oberflächlicher Nostalgieklänge. Viel eher
klingt hier alles nach Aufbruch zu neuen Ufern. Eingebettet in das positive „On The Road“-Feeling von „Go Or Run“ finden sich mit „When You Get To Shiver“ oder „A Millon Miles Before You Go“,auch erneut gekonnte Balladen. „On The Roadside“ wagt sich gar in popistische Country & Western-Gefilde vor. Dazu passt auch der Westcoast Blue Eyed Soul von „Dont Look Back“ und „Walk With You“, die weniger an die späten 60er/70er (mit all ihrer Melancholie und den Depressionen) als an die mittleren 70er (Melancholie aber auch Optimismus) erinnern.

So steht das die Songs durchziehende Motiv des Herumwanderns und Flanierens, gleichzeitig für ein Freispielen von den früher noch gelegentlich durchschimmernden Vorbildern und Inspirationsquellen (Neil Young, Joni Mitchell, Nick Drake, Carole King).
„Go Or Run“ – u. a. mit tatkräftiger Unterstützung der jungen Salzburger Indie-Band Olympique aufgenommen – ist ein klassisches drittes Album, bei dem die Karten neu gemischt werden und der Blick zurück nur dem Rückspiegel gilt, bevor zum Überholen angesetzt wird.

www.melsings.com

So klingt Musik made in Salzburg, die aller Kurzlebigkeit im Popgeschäft zum Trotz das Zeug zur Nachhaltigkeit hat.
Clemens Panagl, SN
Die Stimme auf der Überholspur – Sie ist die Newcomerin der vergangenen Jahre.
Kronenzeitung

Son of the Velvet Rat

Son of the Velvet Rat – das Projekt des österreichischen Songwriters Georg Altziebler ist in den letzten Jahren zur festen Größe der heimischen Musikszene geworden. Seine mittlerweile fünf Alben erhielten hierzulande außergewöhnliche Kritiken und auch international genießt der Mann aus Graz einen hervorragenden Ruf. Kollaborationen mit Ken Coomer (Ex-Wilco) oder Alt-Country-Queen Lucinda Williams belegen dies.

Das aktuelle Album von Son of the Velvet Rat „Live Tape“ dokumentiert einen denkwürdigen Abend im Wiener Porgy & Bess. Aufgenommen am 25. September 2013, zeigt es die stilistische Vielfalt der Band: Hier wird zwischen krachendem, von Punk/Garage inspiriertem Rock und zarten, zerbrechlichen Balladen changiert. All dies mit der Energie eines besonderen Konzertereignisses vor vollem Haus. „Live Tape“ ist nicht nur das erste Live-Album von Son of the Velvet Rat, sondern gleichzeitig der erste Release auf dem hauseigenen Label RAT MUSIC/Hoanzl. Darüber hinaus bannt es eindrucksvoll auf Tonträger, was BesucherInnen der Konzerte von Son of the Velvet Rat schon geraume Zeit wissen (und vermutlich auch so schätzen): Die Songs klingen live immer wieder anders, entstehen neu im Hier und Jetzt. „Das ist auch das Spannende: Dass man die Nummern jedes Mal, wenn man auf der Bühne steht, neu erfinden und mit neuen Bedeutungen versehen kann. Es ist manchmal nur eine Frage der anderen Betonung von Silben – und schon ändert sich die Energie,“ sagt Georg Altziebler. Man darf also gespannt sein, welch' neue Deutungen und Interpretationen er seinen Songs am 19. September in der ARGEkultur verpasst.

  • Bass/Gitarre Albrecht Klinger
  • Trompete/Mandoline/Gitarre Kolja Radenkovic
  • Keyboard, Akkordeon Heike Binder
  • Schlagzeug Michael Willmann
  • Gitarre/Gesang Georg Altziebler

www.velvetrat.mur.at

Pressestimmen zu „Live-Tape“

Live-Tape präsentiert uns Georg Altziebler und seine vier Mitstreiter(innen) als veritable Rockband, die das bekannt feine Songwriting mit jeder Menge roher Energie aufzuladen versteht.
Andreas Wirthensohn, Wiener Zeitung
Wunderbare, karge, dringliche Songs. Mit Liveband interpretiert klingen sie, no na, lebendiger und wärmer als auf Platte.
Guido Tartarotti, Kurier

Pressestimmen zum letzten Studioalbum „Firedancer“

Georg Altzieblers Stimme beweist: Es existiert die Ewigkeit. Das liegt daran, dass sich der Songwriter versiert in unsterblicher Kunst bewegt: In der Kunst der großen musikalischen Erzählung.
Bernhard Flieher, SN
Nach Red Chamber Music blieb die Frage: Können sich SotVR nach einem solch perfekten Meisterwerk nochmals selbst übertreffen? Die Antwort ist eindeutig ja! Firedancer setzt eine neue, wunderschöne Richtmarke in eindrucksvoller Manier.
TaWo, Concerto

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