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editta braun company „Paula“ | Julian Barnett „Bridge“

Die Premiere der neuesten Kreation der editta braun company, gefolgt von Julian Barnetts Performance „Bridge“

ARGE tanz Eine Koveranstaltung von tanz_house und ARGEkultur
editta braun company „Paula“ | Julian Barnett „Bridge“ am 11.10.2014 um 19:00 Uhr

Mit „Paula“ erforschen die beiden Künstlerinnen Editta Braun und Iris Heitzinger ausgehend von Marlen Haushofers „Die Wand“ die Themen Grenzen, Beschränkung und Behinderung, Alleinsein und Ursprünglichkeit. In „Bridge“ von Julian Barnett geht es um Kommunikation, die sich durch die Unterwanderung und Dekonstruktion sprachlich-linguistischer Ordnungen entspinnt.

Paula ist eine Frau, die an früher denken lässt und an Heimatfilme: an nasse Erde, grobe Stiefel, wolkenverhangene Täler und in der Morgensonne leuchtende Gipfel.

Aus Oberösterreich kommt schließlich auch Marlen Haushofer, deren Roman „Die Wand“ von einer Frau erzählt, die in der Einsamkeit der Berge, mitten unter Tieren, plötzlich ganz auf sich gestellt ist, abgeschnitten vom Rest der Welt – oder zumindest von dem, was davon noch übrig ist. Haushofers Entwurf – der unlängst auch verfilmt worden ist – dient als Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit zwischen Braun und Heitzinger. In „Paula“ erforschen die beiden Künstlerinnen die Themen Grenzen, Beschränkung und Behinderung, Alleinsein und Ursprünglichkeit. Sie begeben sich auf die Suche nach dem, was wirklich zählt.

  • Tanz, Kreation, Performance Iris Heitzinger
  • Komposition Thierry Zaboitzeff
  • Lichtdesign Thomas Hinterberger, Peter Thalhamer
  • Dramaturgie Gerda Poschmann-Reichenau
  • Choreografie, Regie, Ausstattung Editta Braun und Iris Heitzinger
  • Mit Unterstützung von Bundeskanzleramt, Stadt Salzburg:Kultur, Land Salzburg:Kultur

Editta Braun

Editta Braun, gestillt in Seeberg am Attersee. Sympathisiert mit der kommunistischen Community in Vöcklabruck, studiert Germanistik und Sportwissenschaften in Salzburg. Politischer Aktivismus: weit links, Frauen. Gründet gemeinsam mit Beda Percht das Salzburger Performancekollektiv Vorgänge. Tanzausbildung: New York, Senegal, Paris. Pendelt im Orientexpress. Collision mit Jean-Yves Ginoux öffnet internationale Türen. 1989 Gründung der Editta Braun Company (ebcie.). Tour-Highlights: Kairo, Lahore, Novosibirsk, Jerusalem, Marseille, El Kef, Edinburgh, Tallinn und viele andere. Verwurzelung: Thierry Zaboitzeff, der Garten in Rif, Untersberg, Seen. Katzen. Die Ägäis.

Julian Barnett
Julian Barnett

Julian Barnett „Bridge“

Die Performance bezieht sich auf Roland Barthes' Idee von der „Körnung der Stimme“: Diese Körnung ist auf den Körper zurückzuführen, der mit der Stimme in einer symbiotischen Beziehung steht. Bei Julian Barnett wird die Stimmgebung zur treibenden Kraft der Choreografie.

Auf der Bühne entsteht aus zwei aneinander angrenzenden Solos ein Duett. In diesem werden einerseits kommunikative Barrieren deutlich, andererseits werden Anknüpfungspunkte für einen Brückenbau sichtbar. Das Publikum ist als dritter „Gesprächspartner“ miteinbezogen, wenn die beiden „Symbiosen“ aus Körper und Stimme unter vielen Mühen, aber auch mit Humor, versuchen, Verbindungen herzustellen.

  • Konzept, Choreografie Julian Barnett
  • Performance Jocelyn Tobias, Julian Barnett
  • Dramaturgie Diego Gil
  • Mit Unterstützung und Koproduktion von K3 Tanzplan Hamburg (D), ArtEZ (NL), Dance Ireland (IRL), AUNTS and Movement Research (USA)

Julian Barnett

Julian Barnett wurde 1980 in Tokyo geboren. Er studierte an der Tisch School of the Arts in New York und absolvierte ein Masterprogramm am ArtEZ in den Niederlanden. 2012 erhielt Barnett ein Impulstanz-Stipendium. Seine jüngsten Arbeiten (u. a. Blue Marble) realisierte er als Artist in Residence bei K3 Tanzplan in Hamburg (2013-2014). Barnett unterrichtet, konzipiert und performt vor dem Hintergrund eines Choreografieverständnisses, das auch etwa Sprache, Gesang, Musik oder Aktivismus einbezieht.

www.julianbarnett.com

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