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18., 19. Juni 2015, 20:30 Uhr

20 Jahre cieLaroque/helene weinzierl

Yuri Korec „20/20 Vision oder on-BREAK-on“ | Viviana Escalé „Von auf und ab“

ARGE tanz Koveranstaltung mit cieLaroque
20 Jahre cieLaroque/helene weinzierl am 18.06.2015 um 20:30 Uhr
Foto (c) Peter Huber

Die international anerkannte und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Kompanie cieLaroque/helene weinzierl feiert 2015 ihr 20-jähriges Bestehen und zeigt aus diesem Anlass zwei einmalige Jubiläumsproduktionen. „20/20 Vision oder on-BREAK-on“ von Yuri Korec ist ein Blick hinter die Kulissen auf den Probenprozess der Kompanie. „Von auf und ab“ von Viviana Escalé stellt eine Hommage an Helene Weinzierls erste Produktion „Aufwärts“ (1995) dar. Escalé thematisiert hierin Themen des Alltags in einer alternden Gesellschaft.

cieLaroque/helene weinzierl zählt zu den meist tourenden Ensembles der österreichischen Tanzszene, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und zeigt weltweit Produktionen. Einige der Stücke kennzeichnet die Verbindung von Tanz und Schauspiel, andere widmen sich ausschließlich einer klaren und intensiven Bewegungssprache. Bei fast allen Produktionen stehen gesellschaftspolitische Themen im Mittelpunkt.

Ich denke, dass es Aufgabe der Kunst ist, Zusammenhänge sichtbar zu machen, Ursachen aufzuspüren und den Status quo darzustellen, wobei ich es vorziehe, den ZuseherInnen zu zeigen, was aus meiner Sicht ist. Über das „Warum?“ und „Was dann?“ und die vielen anderen Fragen, die sich dann hoffentlich aufdrängen, nachzudenken, überlasse ich den ZuseherInnen. Wenn das auch tatsächlich geschieht, habe ich den Raum, meine mir eigene Bewegungssprache, die sich in erster Linie an ganz alltäglichen Handlungen orientiert und diese transformiert, manipuliert, manchmal schlicht dupli- oder multipliziert, in der für mich optimalen Weise genutzt.
Helene Weinzierl

„20/20 Vision oder on-BREAK-on“

20/20 Vision oder on-BREAK-on entsteht unter der Leitung des langjährigen Ensemble-mitgliedes Yuri Korec mit DarstellerInnen aus den Produktionen der letzten Jahre.
Wie sieht es hinter den Kulissen, in den Proben der Kompanie aus? Wir schauen durch ein unebenes Glas, welches den Blick des Publikums verändert und in eine unerwartete Richtung leitet. Das Glas trennt die Probenpausen von Probe und Performance selbst, um sie dann wieder zusammenzufügen. Viele gute Ideen entstehen nicht im Arbeitsprozess, sondern in den Pausen dazwischen.

Wenn man eine „20/20-Sicht“ hat, sieht man bei 20 Fuß Entfernung (ca. 6 Meter) genau das, was man sehen sollte. Aber es gibt auch weitere wichtige Fähigkeiten, die unsere Sehwahrnehmung beeinflussen, zum Beispiel das periphere Sehen, Augen-Koordination, Tiefenwahrnehmung, Fokussierbarkeit und Farbwahrnehmung ...

  • Choreografie, Idee Yuri Korec, in Zusammenarbeit mit Helena Arenbergerova, Viviana Escalé, Honza Malik, Vlado Soltys, Luan de Lima da Silva, Patrik Kelemen und Kanako Minami.
  • Licht Peter Thalhamer

„Von auf und ab“

Die zweite Produktion „Von auf und ab“ ist eine Hommage an Helene Weinzierls erste Produktion „Aufwärts“, einem Tanzfilm der 1995 in Zusammenarbeit mit Chris Amrhein entstand. Viviana Escalé, ebenfalls langjähriges Mitglied von cieLaroque arbeitete an dem Material mit einem Ensemble, dessen ältestes Mitglied bereits älter als 80 Jahre ist!

Escalé thematisiert Themen des Alltags in einer alternden Gesellschaft. Wie schmeckt Wasser? Wer muss noch auf die Toilette? Die Tänzerinnen sind weder jung, noch schön, noch durchtrainiert. Der Blick passt sich nur allmählich an an die Umkehrung des Gewohnten, „Von auf und ab“ liefert einen ironischen Zugang zur vermeintlichen Perfektion und lässt die ZuschauerInnen mit der Frage zurück, ob Tanz notwendigerweise die hohe Kunst der Körperbeherrschung sein muss oder vielleicht doch einen demokratischen (und demografischen) Zugang verdient.

  • Choreografie Viviana Escalé; in Zusammenarbeit mit Sigrid Linher, Daniela Fish-Cottogni, Elizabeth Krukenhäuser, Edith Stein, Johanna Schölsner und Hemma Ploier.
  • Licht Peter Thalhamer
  • Musik Attwenger, Gavin Bryars und Chris Amrhein

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