ARGEkultur Logo
ARGEkultur Logo

„Leben zwischen Häusern“

Vortrag von Allison Dutoit (Gehl Architects) mit anschließender Diskussion. Eintritt frei.

ARGE diskussion
„Leben zwischen Häusern“ am 19.05.2015 um 19:00 Uhr
Foto (c) CC-BY flickr.com/sooperkuh

Die Bevölkerung in Städten heutiger Industriegesellschaften wächst ständig. Reicht ein Platz zum Wohnen oder sehnt sich der Mensch nach einer Stadt als Raum zum Leben? Der Däne Jan Gehl, früher belächelt, heute einer der einflussreichsten Städteplaner weltweit, hat bewiesen, dass „Städte für Menschen“ möglich sind. Gehl Architects gelang es, 2014 Kopenhagen zur lebenswertesten Stadt der Welt zu entwickeln. Allison Dutoit von Gehl Architects wird in ihrem Vortrag über Erkenntnisse und Erfahrungen berichten, was moderne Städte lebenswerter macht.

Um das Leben in einer Stadt zu ersticken, gibt es keine effizienteren Mittel als Autos und Wolkenkratzer.
Jan Gehl

Die Bevölkerung in Städten heutiger Industriegesellschaften wächst ständig. Die Nachfrage nach Wohnraum ist größer denn je. Reicht ein Platz zum Wohnen oder sehnt sich der Mensch nach einer Stadt als Raum zum Leben?
Der Däne Jan Gehl, früher belächelt, heute einer der einflussreichsten Städteplaner weltweit, hat bewiesen, dass „Städte für Menschen“ möglich sind. Seinem Büro Gehl Architects gelang es 2014, Kopenhagen zur lebenswertesten Stadt der Welt zu entwickeln, in eine Stadt der FußgängerInnen und RadfahrerInnen. Auch beim Umbau Moskaus und der Wiederbelebung Manhattans war das renommierte dänische Planungsbüro maßgeblich beteiligt.
Allison Dutoit von Gehl Architects – erstmals in Salzburg zu Gast – wird in ihrem Vortrag über Erkenntnisse, Qualitätskriterien und Erfahrungen berichten, was moderne Städte und Räume lebenswerter macht, wenn sie das menschliche Maß respektieren.

  • Vortrag Allison Dutoit
  • Vortragssprache Englisch
  • Diskussionssprache Deutsch
  • Übersetzung Edgar Spraiter
  • Moderation Ernst Rainer

Eine Koveranstaltung der Stadtgemeinde Salzburg – Stadtplanung, SIR - Salzburger Institut für Raumordnung & Wohnen, Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für OÖ & Sbg, Initiative Architektur, Verein STADTWERK und ARGEkultur.

Die Referentin Allison Dutoit

Allison Dutoit arbeitete und lehrte in den USA, Dänemark und Großbritannien. Sie verfügt über profunde, breitgefächerte Erfahrungen – von Innenarchitektur und Raumplanung bis hin zu Architektur und Städtebau, sowohl im privaten, als auch im öffentlichen Sektor. Die Begleitung von interdisziplinären Teams und Aufgabenbereichen von der Idee bis zur Umsetz­ung lag in ihrer Verantwortung. Ob als engagierte Mitarbeiterin von Gehl Architects oder respektierte Lehrende an der Cardiff University (UK), sie verbindet die richtigen Leute und Komponenten. Sie bringt Prozesse und Dialoge in Gang, mit der Zielsetzung, bessere Orte für Menschen zu entwickeln.

Jan Gehl

fordert „Leben zwischen Häusern“ nach menschlichem Maß

Jan Gehl ist ein dänischer Architekt und Stadtplaner aus Kopenhagen. Einen besonderen Fokus legt Gehl auf die Verbesserung der städtebaulichen Qualität für Zu-Fuß-Gehende und Radfahrende. Die längste Fußgängerzone Europas – die Strøget in Kopenhagen – geht auf Gehl zurück. Sein Buch „Public Spaces, Public Life“ beschreibt am Beispiel Kopenhagens, wie innerhalb von 40 Jahren aus einer Auto-zentrierten Stadt eine fußgängerfreundliche Stadt geworden ist. Er betreut Stadtentwick­lungs­projekte auf der ganzen Welt.

Jan Gehl ist Begründer von Gehl Architects, einer globalen Stadtforschungs- und Design­beratungsfirma mit Hauptsitz in Kopenhagen, Dänemark. Diese beschäftigt sich mit soge­nannter „people-first“-Stadtgestaltung. Gehl Studios in Kopenhagen, New York und San Francisco, bestehen aus einem interdisziplinären Team von 50 ExpertInnen aus Archi­tektur, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur, Grafik-Design, Soziologie, Anthropologie und Kultur­theorie. Darüber hinaus beschäftigt Gehl Architects eine Vielzahl international anerkannter StädtebauspezialistInnen, unter anderem die Referentin Allison Dutoit.

Jan Gehls Thesen zur lebenswerten Stadt

  1. Kinder aufs Fahrrad
  2. Das Prinzip 8/80 – Gewährleistung der Sicherheit von 8 – 80 Jahren
  3. Nicht Korridore, sondern Wohnzimmer planen
  4. Einwände gegen eine menschenfreundliche Stadt sind ebenso international, wie unbegründet
  5. Kreuzungen sind der Knackpunkt bei Verkehrssicherheit
  6. Kultur im Straßenverkehr ändern
  7. Wir säen was wir ernten
  8. Mobilitätswende ist wirtschaftlich sinnvoll

Demnächst