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Gastveranstaltung – Kurdischer Kultur Verein

Newroz

Kurdisches Neujahrs- und Frühlingsfest. Tickets zu € 10,-. Reservierungen unter +43-660-6581894 bei Salih Kiran.

„Newroz“ bedeutet „Frühlingsfest“ und wurde zum ersten Mal in Mesopotamien (vor ca. 8.000 Jahren) zelebriert. Damals legten die Menschen Vorräte für den Winter an. Hatte man zu Winterende noch Vorräte aufgespart, musste man diese der Religion und Kultur nach mit anderen teilen.
Ein weiterer Grund war, dass am 21. März Tag und Nacht gleichlang sind. Somit entstand Newroz Anfang Frühling. In der Zeit der Sumerer wurde Newroz als ein heiliger Tag angenommen. Nachdem sich die Religion Zarathustra, für die die fünf Elemente wichtig sind, in Mesopotamien verbreitet hatte, gewann Newroz als ein mit einem Feuer begonnener heiliger Tag noch mehr Bedeutung. Nach und nach verbreitete sich jedoch der Islam in Mesopotamien und der Newroz-Tag verlor seine Wichtigkeit.

Mit der Entstehung der türkischen Republik wurde Newroz im kurdischen Gebiet verboten. Am 21. März 1982 verbrannte sich der in Amed (Diyarbakir) als politischer Gefangener festgehaltene Mazlum Dogan, um gegen die Unterdrückung des kurdischen Volkes und das Verbot des Feierns am Newroz-Tag zu protestieren. Dadurch wurde Newroz zum politischen Fest als Widerstand und Protest gegen die Republik und die Unterdrückung der KurdInnen. Viele weitere Proteste ähnlich dem von Mazlum Dogan folgten.
Auch im 21. Jahrhundert darf man in vielen Teilen des kurdischen Gebietes den Newroz-Tag nicht feiern. Es kommt immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Feiernden und der Regierung. In vielen weiteren Ländern wird Newroz von mehr als 300 Millionen Menschen gefeiert und hat sich bis nach Ostafrika verbreitet.

Am 30. September 2009 hatte die UNESCO den Newroz-Tag in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen.

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