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8., 9. März 2018, 20:00 Uhr

„Viel gut essen“ Ein Amoklauf von Sibylle Berg und Kreisky.

Theater Koproduktion mit dem Rabenhoftheater Wien
„Viel gut essen“ Ein Amoklauf von Sibylle Berg und Kreisky. am 08.03.2018 um 20:00 Uhr
Foto (c) Ingo Pertramer
Donnerstag
Saal
bestuhlt (freie Platzwahl)
Freitag
Saal
bestuhlt (freie Platzwahl)

Die Nerven liegen blank: Homo-Ehe, Migration, Bio-Gemüse, Euro-Krise, Feminismus – Reizthemen, die nicht nur die Stammtische und Internetforen zum Erbeben bringen. Hier die Mahnungen der politisch Korrekten, dort der Widerspruch der Reaktion: „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.“ In dieser Gemengelage eines ständigen „Empört euch!“ monologisiert in „Viel gut essen“ ein moderner Jedermann, während er aus feinsten Zutaten für Frau und Sohn ein mehrgängiges Menü kocht (noch so eine Zeiterscheinung). Weiß, heterosexuell, gut bürgerlich, gesund und in den besten Jahren, hat er beruflich nicht ganz das Erwartete erreicht, nicht ganz die erhoffte Familie gegründet, und nun wird auch noch sein Wohnviertel gentrifiziert und demnächst wahrscheinlich unbezahlbar. Ein erschreckend normaler „Verlierer“ eben, dem von Geburt an das Gewinnen doch fest versprochen war.
Sibylle Berg lässt ihn über den Zustand unserer Gesellschaft schimpfen, klagen, räsonieren, begleitet von einem Männerchor, der mit „Volksstimme“ spricht und dabei zunehmend ungemütlich wird.

Sibylle Berg, eine der gnadenlosesten, unmittelbarsten und auch sarkastisch-bissigsten Autorinnen der deutschen Gegenwartsliteratur, hat gemeinsam mit Kreisky, der übellaunigsten Band der Welt, ihr Erfolgsstück "Viel gut Essen" für diese Koproduktion des Rabenhof Theater Wien und der ARGEkultur adaptiert und selbst Regie geführt.

  • Von Sibylle Berg und Kreisky
  • Mit Kreisky (Franz Adrian Wenzl, Martin Max Offenhuber, Lelo Brossmann, Klaus Mitter)
    Chor (Bernd Supper, Willi Landl, Maximilian Atteneder)
  • Bühne Dominique Wiesbauer
  • Kostüme Amelie Goetzl
  • Komposition Chor Michael Mautner
Ein schroffer, harter, bestürzender Abend. Im Rabenhof ist wieder einmal ein Coup gelungen.
Die Presse
Das ist Musiktheater im allerbesten Sinn. Und eine kluge, zeitgemäße, aufwühlende und ja, auch wahnsinnig witzige Studie in Entfremdung.
Profil
Ein mitreißender und zugleich nachdenklich stimmender Abend
ORF
Beängstigend gut
Kurier