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12.04.2017 um 20:30 Uhr

cieLaroque/helene weinzierl | Hungry Sharks

„bluff“ (Eine Koproduktion mit der ARGEkultur) | „Hidden in plain sight“

ARGE tanz 17. Salzburger Performance Tage Koveranstaltung mit tanzimpulse Salzburg
cieLaroque/helene weinzierl | Hungry Sharks am 12.04.2017 um 20:30 Uhr
Foto (c) Bernhard Müller

Das Stück „bluff“ der Choreografin Helene Weinzierl versucht die Art, wie wir wahrnehmen, was echt und wirklich ist, langsam und wie in einem Rätsel zu enthüllen. Ob dieses allerdings der Wahrheit entspricht, wird das Publikum wohl nie erfahren...
Im neuen Werk „Hidden in plain sight“ von Hungry Sharks wird ein choreografiertes Puzzlespiel mit Bausteinen aus urbanem Tanz gezeigt. Die acht TänzerInnen schaffen mittels repetitiven Bewegungssequenzen Raum für Interpretationen zwischenmenschlicher Begegnungen und gesellschaftlicher Veränderungen.

cieLaroque/helene weinzierl „bluff“

Sofern der Grad der Anpassung an die Umwelt unser Überleben bestimmt und Optimierung Zeitgeist ist, wundert es dann, dass bei zunehmender Transparenz oder lauter werdender Forderung nach solcher, Täuschungen immer perfekter werden? Sei es Berichterstattung in den Medien, oder seien es einfache Bilder, die durch die Möglichkeiten des Internets ständig in einem anderen Kontext erfahrbar werden. Dank Photoshop ist jede Wirklichkeit schnell glaubwürdig hergestellt.

Unsere Welt ist in Ordnung, eine Welt, in der es unumstößliche Wahrheiten gibt,
die alle kennen und darüber reden können. Oder etwa nicht?
Doch möglicherweise kommt der Gedanke auf, dass es auch ganz anders sein könnte,
dass nämlich das erschreckende Gefühl, in einem völlig falschen Film zu leben,
die Wahrheit sein könnte. Und dass es irgendwann einmal eine Frage, ein Erlebnis,
oder einfach nur einen Knall geben könnte, der den ganzen Schwindel entlarvt und klarmacht,
dass die Welt ein gigantisches Theaterspiel ist, eine aufwendige Inszenierung,
die einem nur eine tröstliche Illusion vermittelt.
Es stellt sich die Frage: lebt man dann vielleicht selbst seit langem schon, ohne es zu bemerken - in einer grandiosen Fälschung?
Ist die Welt, ist das Leben, ist das Bewusstsein, zu existieren, ein einziger großer Bluff?
Manfred Lütz

Das neue Stück der Choreografin Helene Weinzierl versucht die Art, wie wir wahrnehmen, was echt und wirklich ist, langsam und wie in einem Rätsel zu enthüllen. Ob dieses allerdings der Wahrheit entspricht, wird das Publikum wohl nie erfahren. Wie mit unsichtbarer Regiehand werden Blickwinkel auf die gleiche Situation durch einen „Shift“ im Bild, Stimmungswechsel, eine zeitliche oder räumliche Verschiebung verändert... Oder hat es sich gar nur im Kopf abgespielt? Ganz genau werden wir es nicht wissen.

  • Künstlerische Leitung, Choreografie Brigitte Pardon (Helene Weinzierl)
  • in Kooperation mit Escarlata Johansson (Manuela Calleja), Leonardo diCabrio (Luan de Lima), Hairyson's Ford (Hugo Le Brigand)
  • Lichtdesign Peter Thalhamer
  • Musik Komposition, Arrangement Oliver Stotz
  • Video Oliver Stotz, Petra Hinterberger, Markus Huber
  • Dramaturgie Peter Huber
  • Act coach Marion Hackl
  • Management Barbis Ruder

Mit Unterstützung von bka Kunst, Salzburg Stadt:Kultur, Salzburg Land:Kultur, tanzimpulse Salzburg. Eine Koproduktion von cieLaroque/helene weinzierl und ARGEkultur Salzburg.

www.cielaroque.at

Helene Weinzierl

Helene Weinzierl wuchs in Salzburg auf und erhielt ihre tänzerische Ausbildung in Paris und München. Nach mehr als zehnjähriger Tätigkeit als Tänzerin u. a. bei Bruno Genty, Jean-Yves Ginoux, Robert Wechsler und Roxane Huilmand, gründetet sie ihre eigene Kompanie cieLaroque, die zu den meisttourenden Ensembles der österreichischen Tanzszene gehört.

Ihre Arbeiten wurden mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter der Förderpreis für Kunst und Kultur der Stadt Salzburg im Jahr 2010 und eine Prämierung für „democrazy“ vom Bundesministerium in 2012.

Hungry Sharks
Foto (c) Erli Gruenzweil

Hungry Sharks „Hidden in plain sight“

Eine Koproduktion mit CCB Center for Choreography Bleiburg.

Im neuen Werk (UA 11/2016) der Tanzcompany Hungry Sharks wird ein choreografiertes Puzzlespiel, mit Bausteinen aus urbanem Tanz gezeigt, bei dem man auf eine Entdeckungsreise nach Wechselbeziehungen eingeladen wird. Die 8 TänzerInnen schaffen mittels repetitiven Bewegungssequenzen Raum für Interpretationen entlang von zwischenmenschlichen Begegnungen und gesellschaftlichen Veränderungen.

Die Idee zum Stück basiert auf der Produktion „Nein Naus“ von Felix Strasser und Yulia Izmaylova (VADA). Frei nach Motiven aus dem 1980 Oscar-prämierten Kurzfilm „Tango“ von Zbigniew Rybczynski, entwickelt sich das Stück entlang von tänzerischen Momenten, die so für das Publikum die Wichtigkeit von Impulsen durch unsere Mitmenschen begreiflich und erfahrbar machen sollen.

www.hungrysharks.at

Das neue Stück ‚Hidden in Plain Sight‘ des Choreografen Valentin Alfery ist ein Musterbeispiel dafür, wie Urban Dance vom Style zur Kunst mutieren kann, ohne dabei seine Frische aufzugeben.
Der Standard
Urban Dance ist (…) mit dieser Kompanie auf einem Level angekommen, auf dem er sich als eigenständige Spielart des zeitgenössischen Tanzes zu etablieren beginnt.
European Cultural News
  • Künstlerische Leitung Valentin Alfery
  • Produktion, Kostüme Dusana Baltic
  • Musik Patrick Gutensohn
  • Choreografische Assistenz Youngung Sebastian Kim
  • Tanz Farah Deen, Olivia Mitterhuemer, Patrick Gutensohn, Manuel Pölzl, Moritz Steinwender, Mustapha Ajdour, Valentin Alfery, FraGue Moser-Kindler

Über die Company

Die urbane Tanzcompany Hungry Sharks wurde 2011 vom Choreografen Valentin Alfery und der Produzentin Dusana Baltic gegründet. Mit dem Ziel, die Bewegungssprache urbaner Tanzstile im Theater zu etablieren, produziert die Company regelmäßig abendfüllende, urbane Tanzstücke und bringt diese international zur Aufführung. Ihre Produktionen führen sie in Österreich, Spanien, der Türkei, Italien, Kroatien und Rumänien auf. Das nonverbale Tanzstück „#fomo - the fear of missing“ out wurde 2015 mit einer Prämie für darstellende Kunst durch das Bundeskanzleramt ausgezeichnet.

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