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16.10.2017 um 20:00 Uhr

Stefanie Sargnagel

Die Bachmann-Publikumspreisträgerin liest aus ihrem brandneuen, im Juli 2017 erscheinenden Buch „Statusmeldungen“.

ARGE lesung
Stefanie Sargnagel am 16.10.2017 um 20:00 Uhr
Foto (c) Goll

„Die wichtigste österreichische Autorin des 21. Jahrhunderts“ (VICE) veröffentlicht nach dem gehypten Erstling „Binge Living“ und dem Bestseller-Folgewerk „Fitness“ im Sommer '17 „Statusmeldungen“.
Stefanie Sargnagel schreibt radikal subjektiv und sehr weise über das sogenannte einfache Leben, über Feminismus, über Aussichtslosigkeit und Depression. Sie sprengt alle Genregrenzen und erreicht auf nie betretenen Pfaden etwas, das man nicht Roman nennen muss, um davon gefesselt zu sein – manchmal tragisch, oft einfach zum Brüllen komisch.

Stefanie Sargnagel kommt aus dem Internet und ist die erste deutschsprachige Autorin, die im Netz eine Form für sich gefunden hat, die passt, als Literatur funktioniert und über die bisherigen Kanäle ein großes Publikum erreicht. Die Gewinnerin des Publikumspreises der Tage der Deutschsprachigen Literatur 2016 gibt sich wortkarg, gerät aber doch immer wieder ins Erzählen, zeichnet zwischendurch auch mal was, bleibt unmittelbar und authentisch. Sargnagel schreibt radikal subjektiv und sehr weise über das sogenannte einfache Leben, über Feminismus, Aussichtslosigkeit und Depression. Sie sprengt alle Genregrenzen und erreicht auf nie betretenen Pfaden etwas, das man nicht Roman nennen muss, um davon gefesselt zu sein. Ihre Texte sind wie ein Gipfeltreffen zwischen Christine Nöstlinger und Heinz Strunk, aus denen beide mit einem Mordskater hervorgehen.

Ich bin ja jetzt Autorin, und mit jedem Euro, den ich dadurch verdiene, wird mein inneres Poesievögelchen schwächer. Es schluckt die Münzen gierig, bis es nicht mehr fliegen kann, weil sie so schwer sind, und so landet es Flügelschlag für Flügelschlag auf dem Boden der Realität, auf dem es keine Phantasie gibt, nur Hundekot, Energydrinks und Umsatzsteuern. (...) Zu erzählen habe ich auch nichts mehr außer: Da muss ich noch das Schreiben und ein Formular ausfüllen, Rechnungen heften, Krankenkassa überweisen, und dann kauf i ma des vom Iglo. Des is guat. Das waam i ma auf. Des Schlemmerfilet. Guad is des.

Ihre Alltagsbeobachtungen, Aphorismen und Adoleszenz-Raps treffen einen Nerv.
TAZ
Die Einträge wirken jedes Mal wie hingerotzt, sind sie vielleicht auch – und trotzdem sitzen die Worte und jedes nicht vorhandene Satzzeichen perfekt.
Die Zeit
Ein Highlight: kurze Texte, die zwischen Alltäglichkeit, Überspitzung und Arroganz changieren.
Olga Grjasnowa, Die Welt
Eine Meisterin der Selbstironie.
Der Spiegel
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