ARGEkultur Salzburg Logo
ARGEkultur auf Facebook ARGEkultur auf Flickr ARGEkultur auf YouTube ARGEkultur auf Instagram
Kœnig | Wandl am 14.6.2017 um 21:00 Uhr
Foto (c) Astrid Knie

Kœnig | Wandl

Ausnahme-Schlagzeuger und Multi-Instrumentalist Lukas König mit seinem Debüt „Best of 28“. Und Wandl (Affine Records) ebenfalls mit seinem Erstling.

ARGE roter salon No.108

Lukas König (Koenigleopold), Grenzgänger zwischen Freejazz und HipHop, legt sein Solo-Debütalbum als „Kœnig“ vor – ein Meisterstück aus Beat, Dada und Neonfarbe. Sein umwerfendes musikalisches Können, schrankenloser Einfallsreichtum, aber auch seine stilistische Sicherheit werden zu einer brodelnden Mischung aus experimenteller und tanzbarer Musik.
Der Producer Wandl kombiniert meisterhaft tieffliegende Beats mit freischwebenden Vocals, die zu einem synthetischen Klartraum verschwimmen, wie auch sein Erstling „It's All Good Tho“ beweist.

Kœnig

Mit „Best Of 28“ kommt nun die zweite reguläre Veröffentlichung von Kœnig nach der selbstbetitelten EP von 2015 und drei Stücken für den Film „Hotel Rock’n’Roll“ von Glawogger/Ostrowski/Köpping.

Kœnig, das ist der Ausnahme-Schlagzeuger und Multi-Instrumentalist, Rapper und Producer Lukas König, auch bekannt von Koenigleopold, Kompost 3, Sixtus Preiss, Wolfgang Puschnigg und vielen anderen Ensembles. Mit seinem Solo-Act „Kœnig“ verlässt er sein angestammtes, im Jazz geerdetes Umfeld immer wieder kurz, um einen rauschenden Flow von HipHop, Dada, One-Man-Big-Band, Techno und allgemeinem Wahnsinn auf die Bühne und nun auch auf die Platte zu bringen.

Kœnigs Live-Auftritte faszinieren, verwirren, unterhalten und grooven gleichermaßen – meist eingehüllt in ein Feuerwerk aus Neon und Schwarzlicht ist jeder Auftritt des multitaskenden Performers eine tour de force. Sein umwerfendes musikalisches Können, schrankenloser Einfallsreichtum, aber auch stilistische Sicherheit werden zu einer brodelnden Mischung aus experimenteller und tanzbarer Musik. Kœnig lässt bei jedem Gig ein begeistertes Publikum zurück – mit Sicherheit auch ein paar ZuhörerInnen, die sich fragen, was um Himmels Willen sie denn da grade miterlebt haben. Besonders bei den BesucherInnen der letzten Bilderbuch-Tournee, die Kœnig als Support begleitete, sorgten die denkwürdigen Performances für Gesprächsstoff und angenehm verwirrte Begeisterung gleichermaßen.

www.laubrecords.com/LUKAS-KOENIG koenig.bandcamp.com/album/best-of-28

Wandl

Der 22-jährige Wandl hat sich in den letzten Jahren zu einem der progressivsten und interessantesten Produzenten Europas entwickelt. Sphärisch, bassig, based, spannten seine EP- Releases „Milk“ (noch als Zweitpunktnull), „Soon“ und der Affine-Einstand „Far Way Home“ den Bogen zwischen Brainfeeder-Beatschule und Schlafzimmer-Soul. Bei seinem Debüt Album „It's All Good Tho" geht Wandl noch einen Schritt weiter: Der Meister des verschleppten Loops spielt fast alle Spuren selbst ein, schleift seine Stimme durch den Sampler, verfremdet, entblößt – und scheut sich nicht mehr vor großen Hooks. „It’s All Good Tho“ stellt den Wahl-Wiener als gewachsenen Sänger in den Vordergrund.

Doch der Reihe nach: Bereits in frühen Teenagerjahren begann Wandl mit Musikproduktionssoftware zu experimentieren und seine ersten Songs zu schreiben. Durch HipHop sozialisiert und Rap Tunes inspiriert verfolgte der geborene St. Pöltner konsequent seine eigene musikalische Vision. Dabei sind ihm Genre-Begrifflichkeiten von Anfang an egal, viel mehr steht das Bildhafte bei seinen Produktionen und Live-Shows (gemeinsam mit Visual Artist Clemens Haas) im Fokus.

Nachdem Wandl 2015 mit Crack Ignaz „Geld Leben“ aufgenommen hatte zog er sich zurück. Abgeschottet und im Studio von Dorian Concept – Labelmate bei Affine Records, Mentor, Held und Albumgast – schrieb er an Gitarre, Rhodes, Geige und Synthie und sang verschroben-schöne Song-Skizzen ins Handy, die zu Post-R’n’B Perlen heranwuchsen. 2016, mitten in der Produktionsphase von „It's All Good Tho" zog er für einige Wochen nach Hamburg und schrieb für die Abschlussprüfung eines befreundeten Regisseurs die Musik zum Stück „Der gestohlene Gott“. Wandl feilte tagsüber an der Inszenierung, nachts am Album, nahm Vocals und am Flügel im riesigen Theater-Foyer auf – und lernte bei den Live-Vorführungen einiges über Intuition.

Die Dramaturgie-Erfahrung spielt er nun gekonnt aus. Weiteres wird folgen. Sky is the limit.

www.facebook.com/wandlmusic soundcloud.com/wandl