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Luise Meier: MRX MASCHINE

OPEN MIND Lesung Diskussion
Luise Meier: MRX MASCHINE am 16.11.2018 um 18:00 Uhr
Foto (c) Josefa Baum
Freitag
Studio

Zu seinem 200. Geburtstag ist Karl Marx so tot wie lange nicht: Entweder wird er für triviale Niedergangspredigten in Anspruch genommen oder zur Erstellung neuer Theorien ausgeschlachtet, um den akademischen Markt mit frischen Waren zu versorgen. Es ist Zeit, Marx als Zündschnur zu gebrauchen. So entsteht die MRX-Maschine.

Die MRX MASCHINE zapft Feminismus, Postkolonialismus und anderes an und sucht nach den Rissen, der Perversion und dem Gestank, die das Proletariat hinter dem unternehmerischen Selbst erkennbar machen. Die MRX MASCHINE scannt die Schauplätze der öffentlichen Selbstvermarktung und die private Fabrik der Körperoptimierung nach Spuren des internalisierten Klassenkampfs, der nach Desintegration und Verschwendung schreit, und zerkratzt dabei die polierte Benutzeroberfläche. MRX MASCHINE ist ein geheimer Gruß an alle Verweiger*innen und Blaumacher*innen, sie ist Analyse, Agitation und Aggression in einem.

www.luisemeier.com

Dieser Text muss proklamiert werden.
Kristina Kaufmann, SPEX
Marx' vorerst gelehrigste Schülerin in diesem Jahr ist eine überzeugende Servicekraft. Sie lockt mit heilsamen Aussichten auf Ansteckung: mit Unproduktivität.
Ronald Pohl, Der Standard
Erst wenn er aus dem Mausoleum raus ist, wird Marx wieder virulent. Luise Meier ist es in dem ihr eigenen Ton gelungen, den Marx-Virus wieder freizusetzen. Eine empfehlenswerte Lektüre.
Dieter Kaltwasser, General-Anzeiger Bonn

Luise Meier

Luise Meier, 1985 geboren in Ostberlin, arbeitet als freie Autorin und Servicekraft. Studium der Philosophie, Sozial- und Kulturanthropologie und Kulturwissenschaften in Berlin, Frankfurt an der Oder und Aarhus. Neben der MRX MASCHINE (2018) veröffentlichte sie Beiträge in der Anthologie ALLES IST ERLAUBT. DAS KARAMASOW-GESETZ (2016). Ihre Texte für die Berliner Volksbühne sind auch unter www.volksbuehne.adk.de archiviert.