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KINDERERZIEHUNG – TYPISCH WEIBLICH?

VON DER KINDERGARTENTANTE ZUR MODERNEN KINDERBILDUNG | Vortrag und Diskussion | Anmeldung unter www.ak-salzburg.at/kindererziehung

Diskurs FEMPOWA Eine Koveranstaltung mit der Arbeiterkammer Salzburg und der ÖGB-Frauen

Hartnäckig halten sich Vorurteile und geschlechterspezifische Assoziationen rund um das Thema Kindererziehung. KINDERERZIEHUNG - TYPISCH WEIBLICH? wirft einen kritischen und modernen Blick auf das große Themenfeld: Wie zeitgemäß ist es, auch noch im 21. Jahrhundert überwiegend Frauen die Rolle der Kindererziehung zuzuschreiben? Auf welchen Traditionen beruht diese Ansicht? Welche Vorteile bietet außerfamiliäre Betreuung für das Kleinkind? Diese und viele weitere Fragen werden in zwei Vorträgen aus wissenschaftlicher Perspektive erörtert und in einer Podiumsdiskussion vertieft. Der Abend spannt den Bogen von der Entwicklung der Rollenbilder über die Elementarpädagogik der heutigen Zeit bis zur Kindererziehung der Zukunft.

Mit Lieselotte Ahnert, Sabine Veits-Falk, Josef Aigner und weiteren.

Der Eintritt ist frei.

Der Abend spannt den Bogen von der Entwicklung der Rollenbilder über die Elementarpädagogik der heutigen Zeit bis zur Kindererziehung der Zukunft.

Mit Lieselotte Ahnert, Sabine Veits-Falk, Josef Aigner und weiteren.

Der Eintritt ist frei. Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung unter www.ak-salzburg.at/kindererziehung

Univ.-Prof.in DDr.in Lieselotte Ahnert, Ph.D.

Lieselotte Ahnert

Lieselotte Ahnert ist Psychologin und Expertin für frühe Bindung. Nach ihrer Promotion an der Humboldt-Universität war sie in leitenden Funktionen der Krippenvereinigung des Berliner Stadtbezirks Prenzlauer Berg, am Institut für Hygiene des Kindes- und Jugendalters (IHKJ) Berlin und in der Arbeitsgruppe „Frühsozialisation“ tätig. Bis 1990 war sie Gastprofessorin an der Universität Leipzig im Fachbereich Pädagogische Psychologie und bis 2001 Vorsitzende des Interdisziplinären Zentrums für Angewandte Sozialisationsforschung e. V. Berlin. Im Jahr 2000 wurde sie am Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena habilitiert. Lieselotte Ahnert hatte zahlreiche Aufenthalte an Universitäten in Washington, Maryland, Chicago, Wisconsin und Minnesota. Nach Professuren an der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Universität Köln kam sie 2008 an die Universität Wien. Als Österreichs erste Professorin für Entwicklungspsychologie mit einer Orientierung auf die frühe Kindheit führte sie ihr wissenschaftlicher Weg über die Bindungstheorie zu der kaum erforschten Vaterrolle und sogar zur Genetik. Seit März 2017 leitet sie die Forschungsgruppe „Early Childhood in Context (ECC)". Zu ihren Forschungsthemen gehören: Kleinkinder in familiärer und außerfamiliärer Betreuung, beziehungsbezogene Determinanten früher Bildung und Stressreaktivität sowie kindliche Belastungen in verschiedenen Kontexten.

Mag.a Dr. in Sabine Veits-Falk

Sabine Veits-Falk

Sabine Veits-Falk, geb. 1967, studierte an der Universität Salzburg Geschichte und Anglistik und promovierte 1997. Ihre Dissertation „Zeit der Noth. Armut in Salzburg 1803–1870“ erschien 2000 in Buchform. Seit 2001 ist sie als Historikerin am Stadtarchiv Salzburg tätig und unterrichtet zudem seit vielen Jahren als Lehrbeauftragte an der Universität Salzburg. Sie ist Mitglied im Leitungsteam des Projekts „Die Stadt Salzburg im Nationalsozialismus“, im Interdisziplinären Expert*innenrat für Gender Studies der Universität Salzburg und assoziiertes Mitglied der Forschungsgruppe Auto_Biographie – De_Rekonstruktion der Universität Innsbruck. Seit 2014 leitet sie das „Migrationsarchiv Stadt Salzburg“, das erste Online-Archiv dieser Art in Österreich. Von ihr stammen zahlreiche Publikationen, Buchausgaben und Vorträge zur Stadt- und Regionalgeschichte, Armuts-, Migrations- und Sozialgeschichte sowie Frauen- und Geschlechtergeschichte, die ihr ein besonderes Anliegen ist. So verfasste sie ein inzwischen in zwei Auflagen erschienenes Buch über Rosa Kerschbaumer, die erste Ärztin Österreichs und gab mit Christa Gürtler das Buch „Frauen in Salzburg“ heraus. Derzeit organisiert sie die internationale Tagung „100 Jahre Frauenwahlrecht. Salzburg und Österreich im europäischen Vergleich“, die am 8. Und 9. März 2019 im Haus der Stadtgeschichte stattfindet.

Univ.-Prof. Dr. phil., Dr. h.c. Josef Christian Aigner

Josef Aigner

Josef Christian Aigner ist Psychologe, Pädagoge und Psychoanalytiker. Er studierte Psychologie und Pädagogik an der Universität Salzburg. Von 1982 bis 1989 machte er zusätzlich die Ausbildung zum Psychoanalytiker. 1993 wurde er Vorstandsmitglied des Österreichischen Kinderschutzbundes und erhielt den Hans-Czermak-Preis, der für eine humane und gewaltfreie Erziehung steht. Im Jahr 2000 wurde er an der Universität Klagenfurt für „Psychologie mit besonderer Berücksichtigung der Psychoanalyse“ habilitiert und im Jahr 2005 zum ordentlichen Universitätsprofessor für Psychosoziale Arbeit und Psychoanalytische Pädagogik an der Universität Innsbruck berufen. 2013 erhielt er das Ehrendoktorat der Staatlichen Pädagogischen Ivan-Franko-Universität Drohobytsch in der Ukraine. Aigner forscht unter anderem zu den Themen: Psychoanalytische Kulturkritik, Vaterrolle und Männer in erzieherischen und sozialen Berufen.

FEMPOWA

Unter dem Label FEMPOWA veranstaltet die ARGEkultur rund um den Weltfrauentag (8.3.) Konzerte, Workshops, HOST CLUBs und Diskussionsveranstaltungen zum Themenkomplex ‚Feministisches Handeln im Alltag‘: So rappen und swingen sich beispielsweise ‚Yasmo und die Klangkantine’ durch ihr aktuelles Album; #NACHGEFRAGT: FRAUENPOLITIK AM PRÜFSTAND diskutiert frauenpolitische Themen anlässlich der Gemeinderatswahl; im Rahmen der Diskussion (NETZ-)GEWALT UND WIDERSTAND ist u. a. die ehemalige Grünen-Politikerin und Aktivistin Sigrid Maurer zu Gast; Schülerinnen erproben im Workshop von ‚Starke Stimmen’ spielerisch Strategien für einen selbstbewussten Umgang mit patriarchalen Strukturen, Sexismus und Chauvinismus; gemeinsam mit der Arbeiterkammer Salzburg und der ÖGB Frauen fragen wir uns, ob Kindererziehung nach wie vor typisch weiblich ist; und im HOST CLUB kommt das Publikum selbst zum Thema zu Wort.

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