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01.10.2021 um 21:01 Uhr

Kerosin95 - ABGESAGT!

Support: Tony Renaissance

FLINT*POWA Musik ROTER SALON
Kerosin95 - ABGESAGT! am 01.10.2021 um 21:01 Uhr
Kerosin95 © Hannah Fasching | Tony © Ana Paula F

Wir sind sehr traurig ... Leider muss der ROTE SALON mit Kerosin95 diesen Freitag abgesagt werden. Es tut uns sehr leid, auch wir haben uns riesig auf das Konzert gefreut. Ein neuer Termin im nächsten Jahr wird aber bereits fieberhaft gesucht - wir melden uns, wenn wir mehr wissen. Bereits gekaufte Tickets behalten auf jeden Fall ihre Gültigkeit.

Unser Trostpflaster für euch: die Welcome-Back-Aktion für alle Student*innen, Schüler*innen und Lehrlinge - für EUR 5 in alle ARGE-Konzerte der nächsten Monate! Könnt ihr schon heute Abend für Culk einlösen!

Und wir streamen trotzdem: auch ohne Live-Konzert zeigen wir am Fr 1.10. um 19 Uhr NON BINARY * INTER * TRANS – WHAT'S THAT ALL ABOUT? in der Wiederholung. Im Gratis-Stream unter www.argekultur.at/stream und eine Woche ebendort zum Nachschauen.

Kerosin macht gesellschaftskritischen Lärm und spielt mit dem Unbequemen. Kampfansagen an Sexismen im Alltag, die Auseinandersetzung mit Wohlstand und den eigenen Privilegien und die Sichtbarmachung von queeren* Identitäten. Alles Themen, die in scharfem Ton angesprochen werden. Musikalisch wird uneingeschränkt mit Beats gearbeitet - von Boom Bap bis Trap hin zum Experimentellen. – Kerosin nimmt kein Blatt vor den Mund und versucht eine Antithese zum deutschen Gangsta Rap zu konstruieren: zärtlich, ehrlich und schonungslos.

Kerosins Welt wirkt wie ein Spielplatz an Möglichkeiten. Ein Platz, an dem jede Geschichte ihren Raum bekommt und jedem Gefühl Ausdruck verliehen wird. Angst, Softness, Härte, Spaß – alles wird teils ernsthaft, teils verspielt in Texte verpackt. Kerosin dreht sich um Themen wie die Beziehung zu sich selbst, die Welt in ihrer Schwere und der Umgang damit. Es stehen Kontra und Kritik am Programm – und Kerosin mit einem breiten Grinsen und wehenden Achselhaaren auf der Bühne. Versucht wird Räume zu schaffen, in denen Auseinandersetzung stattfinden kann.

Neben kleinen Oden ans Queersein und energiegeladenen Beats werden auch zerbrechliche, sehr persönliche Songs präsentiert. Leichtigkeit und Gebrochenheit tragen die Zuhörenden abwechselnd in Höhen und Tiefen und erlauben es, sich schnell auch selbst in den Songs wieder zu finden. Eine ungewohnte Ehrlichkeit öffnet den Blick für Wesentliches, ohne dabei auf den Spaß zu vergessen.

Diese Bipolarität von immensem Selbstbewusstsein und kompletter Zerbrechlichkeit zieht sich durch das gesamte Debütalbum von Kerosin. Nicht umsonst startet VOLUME 1 (VÖ: 19.03.2021 via Ink Music) mit HEEEY, das einen willkommen heißt in Kerosins Welt und damit schon das gesamte Album widerspiegelt.


So vielseitig wie die Figur selbst ist auch die musikalische Umsetzung des Projektes. Ein Pop-Album, das in verschiedene Richtungen spielt. Je nach Track werden mehrere Genres in Szene gesetzt, sodass jede Botschaft ihren eigenen klanglichen Raum bekommt. Rap trifft auf 90er-Jahre Deutsch Pop und Trap Beats, Boom Bap Hip Hop auf Indie-Gitarren. Ein buntes Potpourri an Möglichkeiten.

Der Facettenreichtum der Songs ist auch auf den Kreativprozess des Albums zurück zu führen. Detailliert und liebevoll umgesetzt wird Kerosin von unterschiedlichsten Produzent*innen begleitet. Kompositorisch hat hier die Creme de la Creme mitgemischt: Marco Kleebauer (als Musiker ua. Leyya, Sharktank und Produzent von u.a. Bilderbuch, Faber), Manu Mayr (5K HD, Kompost3), Maximilian Walch (Produzent von u.a. Bilderbuch, Left Boy/Ferdinand, Lou Asril) sowie die Grande Dame des Songwritings Mira Lu Kovacs (Mira Lu Kovacs/ehem. Schmieds Puls, 5K HD).

Ein Album voller Lieblingssongs, das von Anfang bis Ende spannend bleibt. Plus – good news: Volume ‚1‘ bedeutet, dass dies erst der Anfang ist…

inkmusic.at/artist/kerosin95/
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Mit der Debüt-EP DREAMREALITY öffnet Tony Renaissance Türen in ein flauschig-queeres Anderswo: Salonfähiger Dream-Pop mit emotionalem Standing und einer ordentlichen Portion Street Credibility – released auf dem eigenen Label Tender Matter. Gesang trifft auf Spoken Word, flächige Synths verbinden sich mit New Wave und Downtempo-Beats. Während Titel wie SIGNS scheinbar spielerisches Experiment mit kluger zeitgenössischer Pop-Komposition kombinieren, verdienen verträumt-tanzbare, post-punkige Nummern wie WXMXN und LOST ISLANDS ihre Plätze jetzt schon weit vorne in den Wohnzimmer-Ballroom-Charts. In Tonys Utopia schillern selbst harte Ansagen, ohne dabei an Vehemenz einzubüßen. BABY TAKE THE TRASH OUT regt zur Selbstreflexion an, NU HVN erzählt von heilsamen Grenzen («You’re yours, I’m mine»). In vielen Details spricht hier die ‚Radical Softness‘, eine Haltung, die mit Emotionalität als Stärke auf die patriarchal übergeordnete Rationalität antwortet und auf Diskursbedarf aufmerksam macht. (kupf.at)

tonyrenaissance.bandcamp.com/album/dreamreality
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