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20 JAHRE PLATTFORM FÜR MENSCHENRECHTE SALZBURG - EINE GESCHICHTE VON SCHEITERN UND WIDERSTAND

Mit: Albert Mondschein (‚Zentrum für Politische Schönheit‘), FLÜCHTLINGSGESPRÄCHE (Thomas Bernhard Institut), Verleihung der ‚Rose für Menschenrechte‘

Diskurs Eine Koveranstaltung mit ‚Plattform für Menschenrechte'
20 JAHRE PLATTFORM FÜR MENSCHENRECHTE SALZBURG - EINE GESCHICHTE VON SCHEITERN UND WIDERSTAND am 10.12.2019 um 19:00 Uhr
Foto © Fazelfotografie

Kein Grund zum Feiern: 1999 wurde die Plattform für Menschenrechte gegründet. Anlass war die Regierungsbeteiligung der Haider-FPÖ. Damit waren Hetze und das Hinhauen auf Minderheiten salonfähig geworden. Die Plattform - der heute mehr als 30 Organisationen der Salzburger Zivilgesellschaft angehören - war und ist der Versuch, der Politik der Ausgrenzung Solidarität und gemeinsames Handeln entgegenzusetzen. Menschenrechtsarbeit nicht in fernen Ländern, sondern in Stadt und Land Salzburg. Während das Scheitern dabei ständiger Begleiter ist, geht der Widerstand weiter. Das feiern wir am 10. Dezember in der ARGEkultur. | Musikalischer Support: Der Kurdische Frühling

Für die Plattform für Menschenrechte stand jeher und steht auch weiterhin der Widerstand gegen die Ausgrenzung im Fokus. Das erfordert(e) auch ein ‚Hinschauen‘ auf die Situationen von Menschen, die hier in Salzburg in ihrem Zugang zu Grund- und Menschenrechten eingeschränkt wurden und werden, wie Geflüchtete, Migrant*innen, Armutsbetroffene, Sexarbeiter*innen, Andersgläubige, Menschen mit Behinderungen oder Notreisende, Altersdiskriminierte, Menschen mit diverser Sexualität.

Menschenrechtsarbeit sollte nicht nur in fernen Ländern, sondern direkt in Stadt und Land Salzburg stattfinden, durch Vernetzung und Zusammenschluss unterschiedlichster Akteur*innen, durch Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying zu Menschenrechtsthemen, durch Demonstrationen, Dokumentationen und Berichte, Workshops, Lehrgänge, durch Vorträge, Feste, Ausstellungen und vieles mehr. Kein Grund zum Feiern?

Diese Menschenrechtsarbeit dauert nun schon seit 20 Jahren an, mit immer neuen Herausforderungen. Weil Ausgrenzung von verletzlichen Gruppen längst zum politischen Mainstream gehört. Weil bestimmte Parteien die Spaltung der Gesellschaft als ihr Tagesgeschäft verstehen. Weil das Scheitern ein ständiger Begleiter der Menschenrechtsarbeit ist. Zu oft lassen sich die individuellen Lebens- und Ausgrenzungssituationen nicht ändern, geschweige denn verbessern - es bleibt nichts außer der Dokumentation im Rahmen des jährlichen Menschenrechte-Monitoring. Der Widerstand geht dennoch weiter und ist nach 20 Jahren ungebrochen.

Musikalischer Support: Der Kurdische Frühling

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