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06.10.2020 um 20:00 Uhr

PERFORMANCE MARATHON

Mit Tomas Danielis, Kim Ceysens/Shmeeshmoo Company, Andrea K. Schlehwein + NETZWERK AKS, Martina De Dominicis & Alberto Cissello, Martyna Lorenc

tanz_house Festival Performance Tanz Eine Koveranstaltung mit Verein tanz_house
PERFORMANCE MARATHON am 06.10.2020 um 20:00 Uhr
Foto © Rim Lucassen/E. Pratter
Dienstag
Saal, tanz_house Studio
bestuhlt

Tomas Danielis • MAYBE, BUT OF COURSE | Kim Ceysens/Shmeeshmoo Company • PATSY | Andrea K. Schlehwein + NETZWERK AKS • #SHIVERING | debocs_ Martina De Dominicis/Alberto Cissello • YET TO BE BORN | Martyna Lorenc/Art Stations Foundation • A FEELING THAT THIS IS THE CASE

Tomas Danielis • MAYBE, BUT OF COURSE

Bevor das Projekt BOTSCHAFTEN VOLL FROHER KUNDEN mit Monika Klangel im Dezember 2020 in die dritte und letzte Runde geht, zeigt Tomas Danielis nochmals Teil eins der Botschaften, das Stück, das im Auftrag von FORUM STADTPARK im März 2019 die Uraufführung feierte.
MAYBE, BUT OF COURSE vereint Elemente einer Barockoper mit Stand-up-Comedy, Performance und dem Spiel mit multiplen Identitäten. Dabei verfolgt es das ehrgeizige Ziel, einen Menschen und seine Integrität zu untersuchen. Eine Person, die versucht, verantwortungsbewusst, vernünftig, sensibel und klug zu sein. Ein Künstler, der nach neuen und überraschenden Formen sucht, der das Publikum mit seinen Erkenntnissen berühren will ... aber da ist diese Sache. Das Ding mit vielen Namen, dass das innere Selbst in seinen zahlreichen Facetten und all seinen Limitierungen umfasst ... dieses Etwas, das wir das innere Ding nennen. Das innere Ding, das sich manchmal beim Blick in den Badezimmerspiegel, manchmal beim Blick in den Nebel der Everglades zeigt. Das innere Ding, das den einen zum Lachen und die andere in Verlegenheit bringt, das für die eine amüsant und auf andere tief aufrührend wirken kann. Dasselbe innere Ding, das dazu veranlasst, sich seiner Umgebung entweder anzupassen oder gegen sie zu rebellieren – es formt die Umwelt eines Menschen und wird gleichsam selbst von ihr geformt. Es ist ein Ort, an dem sich Unsicherheit mit Entschlossenheit, Humor, Reflexion und vielleicht ein wenig Fatalismus vermischen.

  • Text, Regie & Performance Tomas Danielis
  • Outside eye Jan Simko
  • Besonderer Dank Sabina Scarlat

Gefördert von Land Steiermark, Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst & Sport, Slovak Arts Council
Koproduktion: Forum Stadtpark, Int. Bühnenwerkstatt Graz, Kiosk Fest Zilina, A4 Bratislava, Garage29 Brussels, DOTA Wien

Tomas Danielis
Tomas Danielis ist ein Choreograf, dessen Fokus an der Überschneidung zwischen
visueller/digitaler Kunst und Bewegung/Tanz liegt. Er entwickelt innovative Körpersprachen für unverfälschte Tanzperformances. Seine Arbeiten wurden bereits in über 20 Ländern in drei Kontinenten präsentiert, er leitet DYNAMEaeT- Verein für Tanz und 2017 gründete er die in Graz ansässige company FEYNMen.
MAYBE, BUT OF COURSE is a decomposed baroque opera for one dancer and humor on stage.
www.tomasdanielis.com

 

Kim Ceysens/Shmeeshmoo Company • PATSY

Patsy lebt alleine in ihrer kleinen Wohnung. Patsy braucht nicht viele Freunde. Patsy ist wild. Patsy ist stark. Patsy raucht und hört Musik. Patsy tanzt.
PATSY ist PATSY.

Im Solo PATSY taucht Kim Ceysens in ein fotografisches und kinematografisches Universum ein.
Seit sie von starken Charakteren und Geschichten fasziniert ist, tanzt Ceysens den Charakter von PATSY ins Leben und lädt uns in einen poetischen, intimen und höchst physischen Raum ein.
Sie existiert irgendwo zwischen der Realität des Kinematografischen und der Verträumtheit des Theaters und begibt sich auf eine Reise, die von der Realität in den Traum und zurück führt.

  • Tanz, Choreografie, Set Design & Kostüm Kim Ceysens

Kim Ceysens
ist Tänzerin, Schauspielerin und Tanzdozentin und lebt in Brüssel. Sie erhielt 2009 ihren BA in Theater am RITCS (BEL) und studierte zeitgenössischen Tanz an der SEAD in Salzburg. Seitdem arbeitete Kim für viele Choreografen, darunter Francesco Scavetta, Michael Keegan-Dolan, Philippe Saire und Benjamin Vandewalle. Sie hat weltweit Tanz in vielen professionellen Tanzausbildungsprogrammen unterrichtet, darunter DOCH, Manufacture, ACAPA Tilburg und SOZO Kassel. Sie ist Mitbegründerin der Kompanie Shmeeshmoo.
www.facebook.com/shmeeshmoovzw

 

Andrea K. Schlehwein + NETZWERK AKS • #SHIVERING [from the ACCUMULATIONS series]

In #SHIVERING untersucht Andrea K. Schlehwein Übergänge von zunächst nur innerlich wahrnehmbaren Zuständen bis hin zu dem Moment, wo die Frequenz ansteigt, der Pegel ausschlägt und die Betrachtenden von außen sehen können, dass innen schon längst etwas brodelt. Unterdrückte Stimmungen bahnen sich ihren Weg, Muskeln zucken, Emotionen wallen auf, wechseln von Aggression zu Schutzbedürftigkeit, von Zartheit hin zu Brutalität und Kampf. Das binnenkörperliche Zentrum, dem die energetische Frequenz entspringt, ist in ständiger Bewegung. Ausgehend vom Wissen über diese Veränderlichkeit des Ursprungs findet der sorgsam komponierte Tanz auf seinem Weg durch verschiedene Stadien des Zitterns seine Form.

  • Raum, Sound, Choreografie Andrea K. Schlehwein
  • Tanz Maria Mavridou, Maayan Reiter
  • Tour-Assistenz, Fotos, Technik Roman Zotter
  • Produktion büro für tanz | theater | produktionen

Gefördert von Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst & Sport, Marktgemeinde Millstatt, Land Kärnten

NETZWERK AKS ist ein internationales Künstler*innenkollektiv unter Leitung von Andrea K. Schlehwein mit Österreichbasis in der ART SPACE stift millstatt. Neben mehreren Neuproduktionen und kleineren Formaten pro Jahr, absolviert das Kollektiv zahlreiche Gastauftritte auf internationalen Festivals in Europa und Asien.
www.andreakschlehwein.com
netzwerkaks.blogspot.com

 

debocs_ Martina De Dominicis/Alberto Cissello • YET TO BE BORN

In YET TO BE BORN spielen Martina De Dominicis und Alberto Cissello mit der Wahrnehmung von Veränderung und der unsichtbaren Spannung, die dieser vorhergeht und folgt. Die Darsteller*innen(-körper) sind reine Materie; Subjekte, die von einer irreversiblen Kraft durch ein System räumlicher Kurven angetrieben werden und einem endlosen Formwandel unterliegen. Bewegungen manifestieren und offenbaren sich, sterben, um etwas Neues zu gebären. YET TO BE BORN ist das erste abendfüllende Stück von Martina De Dominicis und Alberto Cissello.

  • Konzept & Performance Martina De Dominicis, Alberto Cissello
  • Ton Lorenzo Romano
  • Licht Design Boris Kahnert
  • Outside eye Rafaele Giovanola

Unterstützt von: CocoonDance, im Rahmen der NRW Mittelzentren-Förderung Bonn und durch das Ministerium für Kultur & Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Raum 33 Elio Gervasi, vorAnker Wien, Raw Matters

Martina De Dominicis und Alberto Cissello sind Tanz- und Performancekünstler*innen und leben derzeit in Wien. Ihre künstlerische Zusammenarbeit begann 2017 mit dem Ziel, Bewegung als autonomes Ausdrucksmittel zu untersuchen. 2019 haben sie ihre erste choreografische Arbeit yet to be born uraufgeführt, unterstützt von der CocoonDance Company unterstützt. In vorAnker Wien präsentierten sie die ersten Ergebnisse ihres laufenden Projekts Pivot, einer ortsspezifischen und fortlaufenden Arbeit. Kürzlich haben sie ein Online-Projekt namens Debocs initiiert, eine Plattform für kreative Dokumentation, die sich darauf konzentriert, ihre Bewegungsforschungsprozesse in einem offenen und zugänglichen Format zusammenzuführen.
www.debocs.com

 

Martyna Lorenc/Art Stations Foundation • A FEELING THAT THIS IS THE CASE

Bewegungspraktiken, die auf der Beobachtung innerer somatischer und imaginärer Landschaften beruhen, können dem Körper eine Art Autonomie verleihen - seine eigene Sprache, Form und Entscheidungsfreiheit. Eine dieser Praktiken, die Martyna Lorenc in den letzten Jahren erforscht hat, untersucht Körperlichkeit als Quelle der Vorstellungskraft und ermöglicht dem Körper, sein Potenzial für imaginäres Werden und Transformation zu spüren. In der Aufführung stellt Martyna Lorenc diese Praxis ihren frühen Bewegungserfahrungen gegenüber – einer Kindheitskarriere in der rhythmischen Gymnastik, die von Disziplin und Wettkampf dominiert war – und stellt Fragen zur ontologischen Plastizität und der Rolle verschiedener Praktiken bei der Bildung von Paradigmen.

  • Choreografie & Performance Martyna Lorenc
  • Ton Andreas Bick ‚Frost pattern‘
  • Video personal archive
  • Künstlerisches Coaching Dalija Acin Thelander
  • Illustration Ludmiła Kaczmarek
  • Produktion Art Stations Foundation by Grażyna Kulczyk

Solo was created as part of SOLO PROJECT PLUS – the Art Stations Foundation’s residency program.
Förderer: Art Stations Foundation by Grażyna Kulczyk

Martyna Lorenc ist Choreografin, Tänzerin und Forscherin mit Abschluss MSc. Kognitionswissenschaft und BA Tanz & Pädagogik. Engagements mit editta braun company, Alex Gottfarb, Alexandra Waierstall, Rosalind Crisp, C.O.V./Rose Breuss, Georg Blaschke, David Zambrano und anderen. Mitgestaltung des Kunstkollektivs Lab On Stage. Erstellt eigene choreografische Werke in verschiedenen, oft experimentellen Formaten. Ihre Arbeit stützt sich auf interdisziplinäre Forschung, die die Schnittstelle von Sinn und Vorstellungskraft erforscht.
www.martynalorenc.com

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