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15.11.2021 um 19:00 Uhr

ART-GENOSS*INNEN: SPECULATION

Zu Gast: Špela Petrič, Rainer Maria Matysik, Susanne Steinmaßl | Moderation: Sebastian Linz | In englischer Sprache

OPEN MIND Festival Diskurs In Kooperation mit dem 'Haus der Natur' | Gefördert von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung
ART-GENOSS*INNEN: SPECULATION am 15.11.2021 um 19:00 Uhr
Montag
Stream, Studio
bestuhlt

Als Abschluss der Reihe ARTGENOSS*INNEN haben wir drei Künstler*innen geladen, die alle auf unterschiedliche Weise in den Grenzbereichen von Wissenschaft und Spekulation forschen und arbeiten.

Zu Gast sind der bildende Künstler Reiner Maria Matysik, die Medienkünstlerin Spela Petrič und die Filmemacherin Susanne Steinmaßl.

Programm Open Mind Festival 2021

Die Abkürzung SF steht bei Donna Haraway für eine Reihe an Mustern und Spielformen, verweist dabei gleichermaßen „auf Science Fiction, spekulativen Feminismus, Science Fantasy, wissenschaftliche Fakten (scientific fact), aber auch Spiele mit Fadenfiguren (string figures)“. Alle diese möglichen Bedeutungen verstehen sich als Einladung zur spielerischen Erforschung möglicher Verstrickungen zwischen den Spezies.

Als Abschluss der Reihe haben wir drei Künstler*innen geladen, die alle auf unterschiedliche Weise in den Grenzbereichen von Wissenschaft und Spekulation forschen und arbeiten. Das spielerische ‚Erschaffen‘ neuer Arten trifft hier auf die künstlerische Gestaltung von biologischen Prozessen und die ästhetische Autonomie künstlicher Intelligenz.

 
Rainer Maria Matysik

Reiner Maria Matysik, geboren 1967, ist bildender Künstler. In seinem Werk widmet er sich dem Versuch, das in der Natur vorhandene Wachsen und Vergehen, kurz das Prozessuale, in das statische Medium der Skulptur zu überführen. Matysik entwickelt biomorphe Skulpturen, die die Frage nach einer von Menschenhand gelenkten Evolution aufwerfen. Diese plastischen Arbeiten werden durch andere Medien – Schrift, Fotografie, Film etc. – zu räumlichen Inszenierungen erweitert. – Matysik lehrt an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle.
reinermatysik.de

Spela Petric
Foto © Anze Sekelj

Špela Petrič ist eine in Ljubljana und Amsterdam lebende New-Media-Künstlerin, die in den Naturwissenschaften ausgebildet wurde und einen Doktortitel in Biologie besitzt. Derzeit arbeitet sie als Forscherin an der Vrije Universiteit Amsterdam.
Ihre künstlerische Praxis verbindet Naturwissenschaften, nasse Biomedia-Praktiken und Performance und untersucht kritisch die Grenzen des Anthropozentrismus durch Multi-Spezies-Bestrebungen. Sie entwirft künstlerische Experimente, die seltsame Beziehungen herstellen, um die ontologischen und epistemologischen Grundlagen unserer (bio)technologischen Gesellschaften zu enthüllen. Ihre Arbeit dreht sich um die Rekonstruktion und Wiederaneignung wissenschaftlicher Methodik im Kontext kultureller Phänomene, während sie auf einen egalitären und kritischen Diskurs zwischen der professionellen und öffentlichen Sphäre hinarbeitet. Petrič erhielt mehrere Auszeichnungen, wie den ‚White Aphroid Award’ für herausragende künstlerische Leistungen (Slowenien), den ‚Bioart and Design Award’ (Niederlande) und den ‚Award of Distinction’ beim Prix Ars Electronica (Österreich).
www.spelapetric.org

Susanne Steinmaßl

Susanne Steinmaßl ist freischaffende Regisseurin und Videokünstlerin. Ihr Fokus liegt auf den Grenzbereichen des Mediums Film und dem Ausloten neuer visueller Erzählformen. Sie arbeitet an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft und interessiert sich für vielschichtige, transmediale Projekte. Aktuell studiert sie Regie an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Zuvor absolvierte sie ihren Magister für Neuere Deutsche Literatur, Politik und Philosophie an der LMU München.
Ihre Arbeiten laufen national und international auf Festivals, in Ausstellungen und Galerien (u.a. Kurzfilmtage Oberhausen, MIEFF Moskau, Kunstverein München, KINO DER KUNST, Digital Choc Tokyo, DOK Leipzig). Ihr Film AN TON KAUN feierte 2015 Weltpremiere auf dem 61. Internationalen Kurzfilmfestival Oberhausen und gewann dort den 3sat-Förderpreis. – Ihre Musikvideos für Bands wie ‚Aloa Input’ oder Candelilla wurden in dem Band AFTER YOU-TUBE besprochen (Hg. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, 2018).
Seit 2018 entwickelt Su Steinmaßl regelmäßig Video-Arbeiten für Theater und Oper, u.a. für die Oper Stuttgart, die Münchner Kammerspiele oder das Thalia Theater Hamburg. Für das Zehn-Stunden-Stück DIONYSOS STADT an den Münchner Kammerspielen wurde sie im Team von Christopher Rüping 2019 zum Berliner Theatertreffen eingeladen.
susannesteinmassl.de
www.thefutureisnotunwritten.com

TEMPLE DU PRESENT
Foto © Philippe Weissbrodt
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