B:R:HR:NG
Labor für ersehnte Berührungen | Regie: Maria Sendlhofer
Eine Idee von Berührung, eine Sehnsucht nach Nähe, ein unerfüllter Wunsch, eine lustvolle Spekulation ... Das ‚Labor für ersehnte Berührungen‘ nimmt sich dieser Utopien an und erzählt fragmentarisch die Geschichten mehrerer Berührungen, die es so nie gegeben hat. Die Performance bewegt sich an der Schnittstelle zwischen analoger und digitaler Kunst, um mittels holographischer Projektion eine Leerstelle zu füllen: die Abwesenheit eines erhofften Hautkontakts.
Mit der Performance B:R:HR:NG zeigen wir erneut eine Arbeit, die Live-Motion-Capturing, 3D-Visualisierung und Hologramm als Möglichkeiten begreift, um der Vielschichtigkeit von Berührung und der Sehnsucht danach ein Bild zu geben.
- Idee, Konzept & Produktion Ursula Schwarz
- Regie Maria Sendlhofer
- Performance Olivia Mitterhuemer & Ursula Schwarz
- Multimedia-Art Felix Ludwig
- Sound Fabian Schober
- Ausstattung Yvonne Schäfer
- Holostage-Bau Sven Schöbel/5020byx
- Mitwirkende Johnny Mhanna, Marion Maag, Melanie Puchler, Rosemary Kilima
- Sprache Deutsch mit englischen Übertiteln
Eine Produktion von Ursula Schwarz. Gefördert von Stadt Salzburg, Land Salzburg und Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport.
2022 konzipierte Ursula Schwarz für das OPEN MIND Festival der ARGEkultur Salzburg die Single User Experience BRHRNG, in der sie sich mit der Fragen nach der Möglichkeit und Unmöglichkeit von Körperlichkeit und Berührung im digitalen Raum auseinandersetzte. Wo entsteht Berührung? Ist Berührung überhaupt digital erlebbar? Die von Besucher*innen beschriebenen Berührungen wurden von zwei Performerinnen live umgesetzt und mittels Motion Capturing in den digitalen Raum übertragen. Zehn der damals entstandenen Berührungen sind nach wie vor im 'Museum der Berührungen' im Digitalen Foyer der ARGEkultur zu erleben.
Die Erfahrungen aus dieser digitalen Experience haben gezeigt, dass Berührung im Digitalen andere Ebenen braucht und vielschichtiger funktioniert: Imagination, Hören, Beobachten und Erinnern an eine bereits erlebte Berührung - aber dass immer auch ein wesentlicher Aspekt fehlt: der echte physische Hautkontakt.
B:R:HR:NG ist die Weiterführung des Versuchs, Berührung im digitalen Raum zu begreifen und Bezüge zwischen digitaler Realität und analoger Berührung herzustellen.
www.ursulaschwarz.art
Bios Künstler*innen
Foto © Corinna Siebert
Felix Ludwig
Nach seiner schulischen Laufbahn im Kunstbereich und dem Fachabitur in Gestaltung wandte er sich 2017 zunächst von der analogen Kunst den digitalen Welten zu. Von 2017 bis 2023 absolvierte er ein Bachelor- und anschließend ein Masterstudium in MultiMediaArt an der FH Salzburg. Bereits während des Studiums begann er freiberuflich zu arbeiten und realisierte unter anderem das Digitale Foyer der ARGEkultur. Simultan zu seiner Masterarbeit beschäftigt er sich seitdem als Medienkünstler an der Schnittstelle zwischen analogem und digitalem Raum und schafft dadurch vielfältige Performances, Installationen und digitale Räume. Zudem kollaborierte er mit verschiedenen Künstler*innen an zahlreichen Projekten im digitalen Bereich.
www.orkai.art
Foto © Erika Mayer
Ursula Schwarz
ist darstellende Künstlerin und Theatermacherin mit den Schwerpunkten Clownerie, Körpertheater und Performancekunst in Salzburg. Sie studierte bei Lorenz Wenda, am Atelier für Physisches Theater in Berlin und bei internationalen Clownlehrer*innen. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit ist sie auch als Theater- und Clownlehrerin tätig. In den vergangenen Jahren fokussierte sie sich verstärkt auf interdisziplinären Austausch und Instant Composition im Kontext des Salzburger Netzwerkes INFLUX; das im Rahmen dieser Zusammenarbeit entstandene Stück SEA/MEHR verband Clownerie und Bouffonnerie mit Elementen der Performance-Kunst. In dem für das OPEN MIND FESTIVAL 2022 in der ARGEkultur kreierten digitalen Performance BRHRNG kam sie erstmals mit digitaler Kunst in Berührung und setzt diese Arbeit nun auf der Bühne fort.
www.ursulaschwarz.art
Foto © Andrea Peller
Maria Sendlhofer
geboren und aufgewachsen in Salzburg, studierte MultiMediaArt an der FH Salzburg sowie Theater-, Film- und Medientheorie an der Universität Wien und Theaterregie am Max Reinhardt Seminar. Ihre erste Inszenierung, eine Bearbeitung von DRAUSSEN VOR DER TÜR erhielt den Erlanger Theaterpreis 2019. Es folgten Inszenierungen u. a. am Schauspielhaus Wien, in der ARGEkultur Salzburg, am Kosmos Theater, dem Werk X und für die Salzburger Festspiele. Als Performancekünstlerin war sie u. a. an den Arbeiten CARRYING A GUN im WERK X, REPRO RAVE im Dschungel Wien und an RAGE – A TENNIS WESTERN sowie WITCHES! WHISPERING RESISTANCE im Künstler*innenhaus Mousonturm in Frankfurt beteiligt. 2021 gründete sie gemeinsam mit Christina Kramer und Enrique Fiß den Verein VARIANTE VIERUNDVIERZIG mit welchem sie Projekte an der Schnittstelle von Theater, Performance und Tanz umsetzen.
www.mariasendlhofer.at
Foto © Little Shaw
Olivia Mitterhuemer
ist eine Salzburger Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin mit den Schwerpunkten House Dance und Hip-Hop Freestyle. Sie ist Mitbegründerin des international renommierten Streetdance-Festivals FLAVOURAMA in Salzburg und kreiert mit ihrer Company Potpourri Dance seit 2019 ihre eigenen Stücke wie HOUSEWARD BOUND, 4 A.M. (in Koproduktion mit brut Wien), FRIEND.SHIFT und PUSH (mit Offensive Tanz Berlin). Seit einigen Jahren beschäftigt sie sich vermehrt auch mit interdisziplinärer Improvisation und Instant Composition. 2020 erhielt Olivia Mitterhuemer das Jahresstipendium für Performance des Landes Salzburg, 2022 das Startstipendium für Musik und Darstellende Kunst des BMKÖS.
www.potpourri.dance
Fabian Schober
ist Musik- und Kunstschaffender. Während seines Bachelorstudiums mit Schwerpunkt Film an der Fachhochschule Salzburg begann Schobers Interesse an elektronischer Musikproduktion und einem experimentellen Ansatz von Rhythmus und Komposition und so setzte er sein Studium mit dem Master im Schwerpunkt Audio an der FH fort. Er produzierte die Alben EXOPLANET 2016, GOBU'S JOURNEY 2019 und ENTLEIBUNG 2021, multimediale Inszenierungen und unter dem Synonym Atha Sun Klangexperimente, die Performances sowie Installationen umfassen, wie z.B. die Installation KORPUS HALLEIN 2019. Weiters kreiert er u.a. für das Toihaus, das OFFTheater, das Supergau-Festival und das Mozarteum visuelle Werke – darunter Projektionen, Fotografie und Filme.
www.fabianschober.com
Foto © Lou Hinderhofer
Yvonne Schäfer
lebt und arbeitet zwischen Salzburg und München, wo sie im Januar 2023 ihr Diplomstudium der Bühnen- und Kostümgestaltung, Film und Ausstellungsarchitektur an der Universität Mozarteum abgeschlossen hat. Angefangen von Bühnen- und Kostümbildern (u.a. Theater Kiel, Hamburger Kammerspiele), interaktive Rauminstallationen (z.B. für PLANET 09, Regie: Carmen Schwarz oder die Performance-Installation THE TIME IT TAKES, Konzept: Julia Schwarzbach), über analoge wie digitale Illustration und Zeichnung, bis hin zu Objektkunst und filmischen Arbeiten spiegelt sich die Offenheit ihres künstlerischen Ansatzes auch in der Bandbreite ihres Werkes wieder. 2022 zeigte sie die interaktive VR-Experience NIEMANDSLAND, im Rahmen des Open Mind Festivals der ARGEkultur.
www.yvonneschaefer.eu