DYSPHORIA CITY: SALZBURG am 7.5.2026 um 19:30 Uhr
Foto © Calixto María Schmutter
Wiederaufnahme
Mittwoch
Saal
bestuhlt (freie Platzwahl)
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Donnerstag
Saal
bestuhlt (freie Platzwahl)

DYSPHORIA CITY: SALZBURG

Theater Performance Entspannt in die ARGE Eine Koveranstaltung mit Calixto María Schmutter

ZUAZOGNA lebt in Salzburg. Am Morgen in die Arbeit, nachmittags zurück. Mit Sissi, der übergewichtigen Katze, Gassi gehen, Café-Treffen ausmachen, kein offenes Café finden. Integriert, assimiliert, angekommen: Wahlsalzburger*in. Bis die klaffende Lücke zwischen Wahrgenommenem und Gefühltem aufgedeckt wird. Ich gehöre doch dazu, oder? Zu was überhaupt? Was ist Salzburg? Die Diagnose lautet: Stadtdysphorie.

In der rasant-fanatischen, autofiktionalen Stückentwicklung von Calixto María Schmutter und dem Schauspieler Ben Engelgeer findet Z durch Methoden des Gender-Explorings die eigene Salzburger Identität. Z nimmt diverse Perspektiven ein: vom SOUND-OF-MUSIC-Lover zum hassenden Thomas-Bernhard-Wiedergänger. Z wirft sich in Salzburger Drag, um zu passen. Z injiziert sich Red Bull und dokumentiert den Dialektwechsel. Der Alltag wird Nebensache, fanatisch hat ZUAZOGNA nur ein Ziel: Die Dysphorie in eine Euphorie zu verwandeln.

 

 

Calixto María Schmutter studierte Regie am Thomas-Bernhard-Institut der Universität Mozarteum und betritt mit dieser Arbeit erstmals die freie Salzburger Theaterszene. Dabei entsteht eine szenische Erkundung zwischen Fiktion und Realität, in der Schmutter die Stadtidentität Salzburgs mit denselben Methoden ergründet, mit denen they die eigene Gender-Identität ergründet hat. In der Verdichtung von Sprache, Musik und dokumentarischen Fragmenten wirft Schmutters subjektives Experiment darüber hinaus die Frage auf, warum Salzburg für viele junge Menschen kein Zuhause bietet. Und was Salzburg – jenseits von idealisierender Romantisierung oder schimpfender Ablehnung – eben auch sein könnte ...

  • Schauspiel und Musik Ben Engelgeer
    (he/him)
  • Bühne und Kostüm Lucia Flaig
    (she/her)
  • Regie und Musik Calixto María Schmutter
    (they/them)

 

Diese Vorstellung findet im Rahmen unserer Reihe ENTSPANNT IN DIE ARGE statt.

Dabei herrscht eine entspannte und lockere Atmosphäre mit etwas anderen Regeln als sonst.
Das Format wendet sich auch an Personen, für die langes Stillsitzen schwierig ist. Beispielsweise Menschen mit Demenz und deren Begleitpersonen, Menschen im Autismus-Spektrum, Familien mit Kindern, Menschen mit Tourette, Menschen mit chronischen Schmerzen usw. Wer eine Pause braucht oder sich bewegen möchte, kann jederzeit den Raum verlassen und später zurückkommen. Deshalb bleiben auch die Saaltüren offen und das Licht im Zuschauer*innen-Saal bleibt (gedimmt) an. Ebenso sind Geräusche im Publikum ausdrücklich erlaubt. Durch einen früheren Einlass werden Hektik und Stress beim Theaterbesuch reduziert.

Daher erhalten Sie hier einige Informationen zum Ablauf der Veranstaltung in einfacher Sprache.

Zeiten

• Einlass: ab 19:00 Uhr
• Beginn: 19:30 Uhr
• Ende: ca. 21:45 Uhr
• keine Pause

Inhaltsangabe

• Im Stück geht es um eine Person namens Z, die auf der Suche nach ihrer eigenen Identität in Salzburg ist. Die Figur Z versucht, aus dem Unbehagen (Dysphorie) ein gutes Gefühl (Euphorie) zu machen – also sich selbst zu finden und zu akzeptieren. Das Stück ist wild, humorvoll, experimentell und sehr ehrlich.
• Altersempfehlung: ab 16 Jahre

Besondere Hinweise

• Explizite Sprache und Schimpfwörter werden verwendet.
• Geschlechtsverkehr wird thematisiert.
• Ein Unfall wird dargestellt.
• Es wird Gewalt dargestellt und thematisiert.
• Es wird von psychischen Erkrankungen gesprochen.
• Eine Krampus-Maske kommt vor.
• Es werden Videoprojektionen verwendet.
• Es gibt immer wieder laute Musik. Es stehen Overear-Ohrenschützer als Gehörschutz zur Verfügung.
• Auf der Bühne wird es dunkel.
• Auf der Bühne wird getanzt und herumgehüpft.
• Es wird Nebel (Nebelmaschine) verwendet.
• Es gilt freie Platzwahl.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an Martina Fladerer (fladerer@argekultur.at).

 

Team

Lucia Flaig

Lucia Flaig (she/her) arbeitet als freie Bühnen- und Kostümbildnerin in Deutschland und Österreich. Ihre Arbeiten reichen von Theaterausstattungen über Installationen und Szenografien bis hin zu Video- und Objektkunst. Nach einer Ausbildung zur Modedesignerin war sie als Maßschneiderin u. a. am Gärtnerplatztheater München tätig. Später studierte sie Bühnen- und Kostümbild am Mozarteum Salzburg und absolvierte ein Gastsemester an der Royal Academy of Art in Den Haag. Ihre Arbeiten waren u. a. bei den Salzburger Festspielen, im Theater im KunstQuartier, an der ARGEkultur (PLANET 09 – EINE SPEKULATION, 2022), am Burgtheater Wien, beim Asphalt Festival Düsseldorf sowie in der Gallery 1 in Den Haag zu sehen. Lucia Flaigs Fokus liegt auf dem Erzählen von Geschichten und dem Hinterfragen von Normen. Dabei spielt sie gerne mit konkreter Fantasie und experimentiert mit Material, Medium und Kontext.
www.luciaflaig.eu

Ben Engelgeer

1998 in Berlin geboren, spielte Ben Engelgeer bereits in frühen Jahren im Kiez-Theater. Nach der Schule folgten einige Theaterprojekte, die meisten bei P14, dem Jugendtheater der Berliner Volksbühne, aber er durfte sich z. B. auch als Baum bei Robert Wilson auf der Bühne im Kreis drehen. 2021 begann er sein Schauspielstudium am Thomas-Bernhard-Institut, Mozarteum in Salzburg. Während des Studiums arbeitete er unter anderem mit Volker Lösch und Tina Lanik. Zudem spielt er 2024 die Hauptrolle bei Calixto María Schmutters Inszenierung von LIEBE GRÜSSE bei den Salzburger Festspielen. Seit der Spielzeit 2025/2026 ist er Teil vom Jungen Ensemble des Ingolstädter Stadttheater. Neben dem Schauspiel schreibt und produziert Ben als Solo-Artist eigene Songs und komponiert auch für Theaterstücke.
www.instagram.com/bengelgeer/

Calixto María Schmutter

Calixto María Schmutter (they/them) wuchs zwischen Valencia und Erding auf und studierte erst Medien und Kommunikation an der Universität Passau und anschließend Regie am Mozarteum Salzburg und der RESAD Madrid. They arbeitet als freischaffende Regie und Sounddesigner*in, u.A. bei den Salzburger Festspielen, dem Oldenburgischen Staatstheater oder den Münchner Kammerspielen.
Im Fokus stehen für Calixto Theatererlebnisse für ein breites Publikum. They vereint in deren Arbeit Elemente aus Pop und Kitsch, narrative und atmosphärische Segmente, Musik und Sound und die Liebe zum gemeinsamen Erleben der Kunst. Am wichtigsten ist die inklusive, multimediale, humorvolle und ernsthafte Auseinandersetzung und Konfrontation.
In dieser Spielzeit werden Calixtos Arbeiten am Tiroler Landestheater, am Jungen Theater Ingolstadt und der Schauburg München zu sehen sein.
www.calixtomariaschmutter.net