Die Stückentwicklung MAKING HERSTORY von Tanja Regele, Viktoria Semperboni und Team erzählt die Geschichte einer jungen Frau. Die Protagonistin beschäftigt sich mit den Geschichten und Mythen, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung von weiblichen Rollenbildern beitragen: Woher kommen geschlechtsspezifische Zuschreibungen für Frauen und warum gibt es sie überhaupt? Reicht es, sich als Frau 'zu fühlen' oder werde ich erst zur Frau, wenn ich die von der Gesellschaft gestellten Erwartungen erfülle? Ein unerwartetes Ereignis stellt sie jedoch vor eine schwierige Entscheidung. Und die Frage nach dem Ursprung der Mythen, die ihr Leben und das Leben vieler Frauen vor ihr prägten, bekommt für sie akute Relevanz.
In Form einer Erzählcollage lässt uns MAKING HERSTORY an den Gedanken der Protagonistin teilhaben: Sie analysiert biologische Fakten und versucht zu entschlüsseln, welche Aspekte von Geschlechterrollen angeboren oder anerzogen sind. Bei welchen Tierarten gibt es eine ganz selbstverständliche 50/50-Elternschaft? Und was würde eine Gebärmutter erzählen, würde sie leibhaftig vor uns stehen? Ausgehend vom Text 'Die Tragetaschentheorie des Erzählens' von Ursula K. Le Guin unternehmen die Künstler*innen den Versuch, eine Geschichte ohne Held und ohne Sieg zu erzählen.
- Schauspiel Victoria Morawetz
- Regie Tanja Regele
- Bühne und Kostüm Viktoria Semperboni
- Bühnenbau Cora Kaindl
- Produktionsleitung Laura Brechmann
- Stückentwicklung Victoria Morawetz, Tanja Regele, Viktoria Semperboni
Tanja Regele
1984 in Bozen geboren studierte Tanja Regele Psychologie an der Universität Wien. Nach mehreren Hospitanzen am Burgtheater arbeitete sie als Regieassistentin in der Sparte Schauspiel am Landestheater Linz. Die Uraufführung von RAND:STÄNDIG von Martin Plattner am Landestheater Linz war ihre erste Arbeit als Regisseurin. Seitdem inszeniert sie regelmäßig am Landestheater Linz sowohl in der Sparte Schauspiel als auch am Jungen Theater. Weitere Inszenierungen entstanden an den Vereinigten Bühnen Bozen und in der Tribüne Linz.
Viktoria Semperboni
1989 in Wien geboren studierte Viktoria Semperboni Kunstgeschichte an der Universität Wien und absolvierte eine Schneider- und Modedesign-Ausbildung am Kolleg in der Herbststraße in Wien. Anschließend assistierte sie an unterschiedlichen Theaterhäusern. In Basel war sie unter anderem bei WIE ALLES ENDET, von der chilenischen Regisseurin Manuela Infante und STREIT von dem niederländischen Regisseur Jetse Batelaan für das Kostümbild verantwortlich. In Salzburg arbeitet sie seit 2020 immer wieder mit dem Theater ecce zusammen.
Victoria Morawetz
1986 in Wien geboren erhielt Victoria Morawetz ihre Ausbildung an der dortigen Universität für Musik und darstellende Kunst, am Conservatorio di musica Giuseppe Tartini Trieste sowie an der Schauspielschule Krauss. Seither arbeitet sie als freie Schauspielerin und Musikerin, sowie in der Lehre. Engagements bei Theater ecce, theaterachse, Taka-Tuka Theater, Volkstheater Wien, Theater-Transversale, Teatro Piccolo Re di Roma, Südtiroler Kulturinstitut, u. a. Sprachaufnahmen in diversen Studios sowie Radio Österreich 1.