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Ländermatch 08 – Indie Pop aus CH und A

u.a. mit TNT Jackson, Tranqualizer, The Artistry, The Bianca Story, Marygold LE., The Striggles und die SN-Siegerband Riot Radio.

ARGE konzert

Das Ländermatch 08 – Indiepop aus A und CH – wird zum zweiten Mal in der ARGEkultur „ausgetragen“. Wie schon im letzten Jahr treten neue Indie Bands zum musikalischen Freundschaftspiel an um Neues, Wegweisendes und Überraschendes in der neuen Pop Musik auf die Bühnen der ARGEkultur zu bringen.
Im Vorjahr waren es 11 Bands aus Deutschland und Österreich, die einen subjektiver Querschnitt aus der stilistische Vielfalt der Zeitgenössischen Independent Musik, eine Entdeckungsreise in unverwechselbare und eigenständige Musikkultur gaben. Bands wie Jonas Goldbaum, Klez.e, killed by 9 volt batteries, Bodi Bill, Marsmobil oder Rainer von Vielen standen damals am Programm.
Diesmal werden neue MusikerInnen aus der Schweiz eingeladen, um zum Freundschaftsspiel ohne Sieger anzutreten. Die Schweiz ist aufgrund ihrer kulturellen wie sprachlichen Vielfalt besonders eigenständig und trotz der nachbarschaftlichen Nähe weitgehend unbekannt. Und während beide Nationen versuchen dem kommerziell perfekt vermarkteten Großevent „Fußball Europameisterschaft“ einen funktionierenden Rahmen zu geben, stehen nur kurz vorher die Entdeckungen regionaler Vielfalt und musikalisches Networking in der ARGEkultur am Programm.
Es gibt also keine Sieger nur Gewinner: Wer der Gier auf Neues (sprich: Neugierde) nicht widerstehen kann ist am 30. Mai in der ARGEkultur genau richtig.
Und ganz wichtig: Die ARGEkultur hat sich zur EM-freien Zone erklärt – das nur beiläufig.
Und wie auch schon im Vorjahr: Die siebente Band „Riot Radio“ kommt aus Salzburg und wurde in Kooperation mit den Salzburger Nachrichten von einer fachkundigen Jury ausgewählt.

Line Up Ländermatch 2008:
Saal
20.00 The Artistry
21.30 Tranqualizer
23.00 The Bianca Story
00.30 TNT Jackson
Studio
20.45 Riot Radio
22.15 Marygold LE
23.45 The Striggles

TNT Jackson (A)

Die österreichischen Newcomer des Indie-Rock aus Wien, sind eine der Highlights der mit Sicherheit heißen Partynacht. Was als Experiment begonnen hat, wurde innerhalb von vier Jahren zu einem explosiven Act, unverkennbar impulsiv in Text und Performance. Krachig der Beat, ungemein groovy, ungebremst wild und very very charming.
Eigentlich sind TNT Jackson eine Antiband. Keine Virtuosität, keine Authentizität, keine Persönlichkeit. Und vor allem keine Gitarrenverstärker auf der Bühne – um das rockistische Bild aufgetürmter Verstärkerwände zu demontieren. Jeder der drei in Wien basierten Jungs suchte sich in der Anfangszeit vor rund vier Jahren das Instrument, das er am wenigsten beherrschte – um möglichst monotone Lines und Hooks rauszuklopfen. Klassische Rockband-Zuschreibungen wie „Der Sänger“ oder „Der Bassist“ haben damit keine Chance, und die Zuständigkeitsbereiche drehen sich seitdem fröhlich im Kreis.
www.tntjackson.net

Navel (CH)

Navel (CH) hat wegen Krankheit leider abgesagt!

Tranqualizer (CH)

Tranqualizer existiert seit Sommer 2007. Der Ursprung des Basler Quartetts liegt jedoch einige Jahre zurück. Früher unter Namen wie Camapondra oder Collaborators Child auf der Suche nach einem eigenen Sound, ist es der Band mittlerweile gelungen, die Ideen des Sängers und Songwriters David Howald in ein angemessenes Gewand zu kleiden.
Die Stimmung des Sounds ist geprägt von Grundthemen wie Einsamkeit, Glauben und Todesangst, kommt aber trotzdem lichtgetränkt und mit einer gewissen Leichtigkeit daher.
Vergleiche führen von Nick Cave über The Doors bis zu Madrugada.
Das aktuelle Album „vampire in a hurry“ wurde produziert von Navel-Sänger Jari Altermatt.
www.myspace.com/tranqualizerband

The Artistry (A)

Glaubt man der Legende, so saß Ian Christ, seines Zeichens Sänger von The Artistry, eines Herbsttages in einem Musikladen in Bregenz und hörte gerade das letzte Livealbum von Paul Weller, als ihm die Erleuchtung zuteil wurde. Er soll aufgesprungen und die zwei Kilometer von Bregenz nach Lauterach zu Fuß in kaum 15 Minuten zurückgelegt haben, um dann in den Proberaum zu stürmen und das Lied, welches er gerade in seinem Geist komponiert hatte, niederzuschreiben – „Ian's 115th Dream“, jener Song, mit dem seine Band dann im März 2007 den MyCokeMusic-Bandwettbewerb gewinnen sollte.
Und genau dieser ebenso rasante wie eingängige Tanzrock Song wird nun die erste Single des Quartetts aus Voralberg und soll neugierig auf das mit Hilfe von Lelo Brossmann in den Studios von Herwig Zamernik und Sepp Haidenthaler produzierte Debütalbum machen, das im Februar 2008 erschein.
www.myspace.com/theartistrymusic
www.the-artistry.net

The Bianca Story (CH)

„Auf diversen Musik- und Kunstschulen in und um Basel haben sie sich kennen gelernt. Aus der grauen Masse von Studentenbands konnten sie vorallem durch ihre Kreativarbeiten heraus stechen. Das Musikfilmchen „I Decay“ und der Clip zu ihrem Song „Paper Piano“ haben sie selbst produziert und so auf einer Showcase Tour Ende 2007 auch das deutsche Label Rodeostar überzeugen. Das alles geschah innerhalb nur einem Jahr. Ihren Stil nennen sie selbst New Wave Rock'n'Roll und den bringen sie ausdauernd unter die Leute. Selbst der Diebstahl ihres Tourbusses inklusive Equipment und Instrumenten in Prag konnte sie davon nicht abhalten. Wer den netten Schweizern über den ideellen Verlust materiell hinweg helfen will, kann ihnen das im Januar 2008 erschienene Album „Hi Society“ abkaufen – das freut sie bestimmt.“ Samuel Jackisch
www.myspace.com/thereissomethinghappening
www.thebiancastory.com

Marygold LE. (CH)

Marygold rockt – Marygold trauert – Marygold feiert die Melancholie. Mit ihrem sphärischen Sound, geschmückt durch Elektro-Einflüssen, verführen sie die Zuhörerschaft auf eine Reise in ein wohl für jedermann bekanntes Selbst. Schlagzeug, Gitarren und Bass, ergänzt mit Synthis und Loops, tragen die zweistimmigen und abwechslungsreichen Gesangslinien zur Perfektion. Eine Band, welche in der heutigen Musiklandschaft definitiv für Aufsehen sorgen wird. Marygold haben schon immer das Außergewöhnliche gesucht und den Schritt in andere musikalische Welten gewagt. Nach der Bandgründung im Herbst 2001 erschien zwei Jahre später der erste Longplayer „Turned Left But Don't Know If It Was Right“. Danach gab es einen doppelten Besetzungswechsel, welcher die Band entscheidend prägen sollte. 2004 wurde die traurigschöne Akustik-Live-EP „Why So Sad?“ vor einem begeisterten Publikum in der Luzerner Boa aufgenommen. Gerade dieses Album betrachten Marygold als einen tief greifenden Schnittpunkt ihres musikalischen Schaffens. Sänger Philipe Burrell, Gitarrist Claudio Renggli, Bassistin K-cee Schinz und Schlagzeuger Patrik Zosso machten sich mit einem Paket von Songideen im August 2005 auf ins Studio nach Basel, wo Marygold wesentlich von der Programmier- und Aufnahmefähigkeit von Drummer Patrik Zosso profitieren durfte und so ihren zweiten Longplayer „Dare, Dare … Surrender“ in Eigenregie aufnehmen konnten. Resultat: Ein abwechslungsreiches und sphärisches Album der besonderen Art. „Die Leute, die uns hören, sollen weinen“, beschreibt Sänger Philipe Burrell mit einem Augenzwinkern die Motivation, die hinter seinem musikalischen Schaffen steht. Ein brillantes neues Album einer brillanten Live-Band – ein absolutes Muss für Ohren und Seele. Beim Ländermatch 08 werden Marygold LE. als Duo zu sehen und zu hören sein.
Philippe Burrell (Voc, Synth, Guit, Loop) und Patrik Zosso (Drums, Loop, Synth) remixen die Songs der Band live.
www.marygold.ch
www.myspace.com/marygoldch

The Striggles (A)

Wer noch nie von einer Formation namens The Striggles gehört hat, tut gut daran, seine vom Mainstream unzähliger Gitarrenbands verkrusteten Ohren ganz weit aufzusperren. Diese Band bürstet nämlich alle Erwartungen an Rock, Indie und sonstige Genreschubladen gehörig und lustvoll gegen den Strich.
Die Musik der Striggles ist eher als kreativer Fluss, denn als festgefügtes Klanggebilde zu sehen. Ein paar Konstanten kann man dennoch ausmachen, die teilweise jahrelange Erfahrung der Musiker natürlich, und der musikalische Einfluss, der von obsessiver Beschäftigung mit Bands wie Can, Sonic Youth, Captain Beefheart, Snakefinger, Shellac oder auch John Lee Hooker zeugt. Die Gitarren werden gespielt von Gottfried Krienzer, der mit dem zweiten Release „Spoil, microbe“ seiner Noise-Rock-Elektro-Formation Code Inconnu vor nicht allzulanger Zeit für geradezu hymnische Kritiken im gestrengen Magazin „Wire“ gesorgt hat; weiters von Robert Lepenik, bekannt durch seine ambitionierte Vergangenheit als Komponist und Musiker in Formationen und Bands wie Melville, der Art-Rock-Formation Fetish 69 und dem Grazer Künstler-Kollektiv Tonto. Bass und Gesang kommen von Multitalent Martin Plass, einerseits als Sänger in Musicals aufgefallen, andererseits dem Experiment verpflichtet in zahlreichen hochkreativen Partnerschaften wie Pol-Ton, Die Sekte und Nectarius Soft. Am Schlagzeug: Slobodan Kajkut, sowohl seit 1996 Mitglied in zahllosen Bands, aber auch Komponist zeitgenössischer Musik.
Aus dieser abenteuerlichen Mischung verschiedenster musikalischer Vergangenheiten und daraus resultierenden divergierenden Ansätzen konnte eigentlich gar nichts anderes entstehen als eine Formation wie die Striggles, deren fulminanter Debüt-Auftritt beim Interpenetration Festival 2006 in Graz für tagelangen Gesprächsstoff unter den Festivalbesuchern sorgte.
Die ersten Demo- Aufnahmen der Band lassen die starke Vermutung aufkommen,dass der Debütrelease garantiert ebenso für Aufregung sorgen wird.
www.myspace.com/thestriggles
robert.lepenik.at/the_striggles/

Coming out very soon:
Debütrelease „EXPRESSIONISM“ bei noiseappeal-records (www.noiseappeal.com)

SN-Siegerband

Riot Radio (A)

Indie Garage Qualm bis der Schweiß von der Decke tropft, das verspricht Riot Radio, die Salzburger Band, die für das Ländermatch 08 in Zusammenarbeit mit den Salzburger Nachrichten ausgewählt wurde. Getrieben von schnellen Gitarren und wummernden Bassklängen haben sie unter anderem schon als Support von Moneybrother (SE), Nemo (UK) oder Velojet (A) demonstriert wie Indie Rock klingen muss. Riot Radio animiert zum Tanzen. BANG! bis eure Füße wehtun!

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