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Juli Zeh & Slut (D)

"Corpus Delicti - Eine Schallnovelle" - Der Bestseller von Juli Zeh als Science-Fiction Hörspiel.

ARGE lesung Lesung + Konzert

„Corpus Delicti“, der im Frühjahr 2009 erschienene Roman von Juli Zeh (Verlag Schöffling & Co), ist zum Ausgangspunkt eines Projektes geworden, das Grenzgänge zwischen den Genres Hörspiel, Lesung, Theater und Konzert unternimmt. Das düstere Szenario einer Gesundheitsdiktatur wird hier – gemeinsam mit der deutschen Rockband Slut – zur „Schallnovelle“.

Juli Zeh entwirft mit „Corpus Delicti“ einen spannenden Science-Fiction-Thriller: Die junge Mia Holl muss sich wegen Nichteinhaltung der Gesundheitsgesetze vor Gericht verantworten. Sie will beweisen, dass ihr Bruder, verurteilt wegen einer Vergewaltigung, unschuldig ist. So gerät sie in Stellung gegen das System, aus Liebe zu ihrem Bruder, der sich das Leben nahm.

Slut hat zu „Corpus Delicti“ acht neue Songs komponiert und eingespielt. Juli Zeh hat Textpassagen aus dem Roman dazu arrangiert und teilweise neu entworfen: so entsteht ein Klangbild des Buches, eine Idee, wie der Konflikt zwischen Gemeinwohl und individueller Freiheit klingen kann und wie ein Science-Fiction-Krimi als Hörspiel funktioniert. Einzelne Sätze inspirierten die Band zu instrumentalen, sphärischen Stücke, andere wiederum zu kraftvollen, melodischen Rocksongs.
„Erwartet keinen normalen Slut Gig, es wird ein Mix aus Hörspiel und Konzert verziert mit komplett neuem Slut-Material“, schreibt die Band auf ihrer Website.

Slut

Slut wurde in Ingolstadt gegründet. Mitglieder sind Christian Neuburger, Rainer Schaller, Gerd Rosenacker, Matthias Neuburger und René Arbeithuber.
Letzte Alben: All We Need Is Silence (2004), StillNo1 (2008). 2006 interpretierten sie Stücke von Kurt Weill zur Dreigroschenoper Bertolt Brechts.
www.slut-music.com

Juli Zeh

Sie wurde in Bonn geboren und studierte erfolgreich Jura in Passau und Leipzig. Zahlreich folgende Auslandsaufenthalte u.a. für die UN in New York und Krakau und vor allem in Sarajevo, Bosnien und Herzegowina haben ihre Arbeiten geprägt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Bücherpreis, dem Rauriser Literaturpreis, dem Hölderlin-Förderpreis, dem Ernst-Toller-Preis und dem Solothurner Literaturpreis.
www.juli-zeh.de
FM4 über Juli Zeh
Interview mit Juli Zeh in der Futurezone.

Pressestimmen „Corpus Delicti“:

„Juli Zeh ist mit Corpus Delicti der weibliche George Orwell der Gegenwart geworden.“ – Deutschlandradio

„Juli Zeh verfügt über den Scharfsinn und die Belesenheit, um ihre Einsprüche gegen den Zeitgeist so zu verfassen, dass sie nicht verlegen machen, sondern Wucht entfalten. Der Juristin im Nebenberuf gelingt es mühelos, die analytische Darstellung in die literarische Form hineinzuholen – hier, in CORPUS DELICTI, geschieht das in der Kunstform der Utopie, die seit je dem Diskursiven gebührend Raum gibt. So gebiert Belletristik analytischen Verstand und umgekehrt: Erzählen und Argumentieren sind eins. Darauf kann man sich bei dieser Autorin verlassen.“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Juli Zeh schildert die Entgleisung ins Brutale mit seltsamer Kälte. Sie ist eine analytische Apokalyptikerin in der Nachfolge Jewgenij Samjatins, Ray Bradburys und Philip K. Dicks. Als solche polemisiert sie gegen eine postutopische Epoche, die sich zu viel auf die Überwindung der Utopien zugutehält. Die literarische Form ist eine Gerichtstragödie in Prosa, ein Traktat in verteilten Rollen, ein Science-Fiction-Krimi und stetig sich beschleunigendes Debattierstück.“ – Die Zeit

„Die Kunst dieser Autorin besteht gerade im scharfsinnigen Gedanken-Pingpong ihrer Versuchsanordnungen, in einem heiter-diskursiven Furor, wie man ihn sonst nur (hölzerner) von Bernhard Schlink kennt und wie ihn früher Friedrich Dürrenmatt beherrschte.“ – Der Spiegel

„CORPUS DELICTI ist eine bittere Parabel auf alle totalitären Systeme und das Zerrbild unserer möglichen Zukunft. Juli Zeh hat damit ein hoch politisches, verstörendes Science-Fiction-Buch geschrieben, ein Plädoyer für die Würde des Individuums.“ – NDR Kultur

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