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The Hidden Cameras (CAN)

Indie-Pop rund um den Gitarristen und Songwriter Joel Gibb. Support: Enno Bunger

ARGE konzert

The Hidden Cameras sind die Band um Wahlberliner Joel Gibb. Er und auch der Rest der Band, der sich zwischen der Zahl 5 und 13 bewegt, stammt aus der Gegend um Toronto, Kanada. Besonders durch ihre Live-Auftritte machten sie von sich reden. Tanzen, tanzen, tanzen heißt das Motto und dafür werden schon mal heiße Go-Go-Boys auf die Bühne verfrachtet, die sich entblättern. Sie selbst nennen ihre Musik „Gay Church Folk Musik“. The Hidden Cameras stehen für homoerotische Gute-Laune-Musik dank einer wilden Mixtur von Folk-Anleihen, Gospelanklängen und der wunderbaren Stimme von Sänger Joel Gibb.
Im neuen Album „Origin:Orphan“ ist die einstmals offensichtliche Krassheit, der Sex-Talk, das Dreckige weitgehend verschwunden zugunsten einer Uneindeutigkeit und das vormals ausgesprochen schamlos behandelte Thema Sex findet sich in eher verklausulierter, manchmal leidender, streckenweise sogar romantischer Form wieder, wie in den Songs „He Falls To Me“ oder „Do I Belong?“.
Das Spektrum der Hidden Cameras umfasst düsteres wagnerianisches Orchester-Tuning, gregorianische Chöre, Subbass-Synthies, hochfrequente Geigen und Celli, die ein asiatisches Orchester heraufbeschwören, New-Wave-Techno, tonnenschweren Orchesterrock und luftige Hawaii-Gitarren. „Jedes Lied ist ein eigenes Genre“, fasst Gibb diese vielseitige Auflistung zusammen. Nicht umsonst trägt der neue Output den Namen „Origin:Orphan“. Der Song als Waisenkind, das seinen eigenen Standpunkt in der Welt finden muss. In der musikalischen Diversität sollen sich alle Klischees der Popmusik endlos weiterverqueeren und sich aus diesem musikalischen Sammelsurium niemals eine klar definierbare Einheit ergeben. „Ich rede über Dinge die mir wichtig sind. Meine erste Platte war das Gayste überhaupt. Aber über was sonst sollte man reden als über die eigenen Erfahrungen?“.
Aus dem schwulsten Jubelorchester der Welt ist ein ernstes Unternehmen mit Anschluss an die europäische Hochkultur geworden.

Pressestimmen:

„Gibb hat das genau Richtige getan: Er stößt die Erwartungshaltungen seiner Fans nicht vor den Kopf, moduliert jedoch, sucht nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten, mischt manchmal dunkle Untertöne ein und schreckt auch nicht vor enorm verhalltem Pathos-Pop zurück, der sich auf dem Titelstück „Origin: Orphan“ anhört, als sei das Stück in einer riesigen Kathedrale aufgenommen worden [ …].“
Intro

„Was die Welt stattdessen braucht, sind Musiker wie Joel Gibb, die mit aller Selbstverständlichkeit hinausposaunen, wie natürlich und unproblematisch Homosexualität sein kann … Dass die Hidden Cameras bei „Origin:Orphan“ auch musikalisch ein paar Briketts drauflegen, macht die Angelegenheit umso erfreulicher. [ …]“
Spex

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