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Bernhard Fleischmann & Band, Aber das Leben lebt, Laokoongruppe

Drei Mal Indie Pop aus Wien.

ARGE roter salon

Mit gepflegten Lo-Fi-Electronicsounds aus der Groovebox ist der Österreicher Bernhard Fleischmann bekannt geworden. Auf seiner letzten CD „Angst is not a Weltanschauung“ (2008) überraschte er mit einer deutlichen Hinwendung zum Songwriting. Der Wiener schraubt schon seit 1998 an seiner Definition von elektronischer Musik. Und die ist so gar nicht maschinell, sondern warm, organisch, homogen und blüht nun vollends auf und macht „Angst is not a Weltanschauung“ zu seinem stärksten Album: Traumwandlerisch schön, melancholisch fließend.

Aber das Leben lebt kommen mit ihrem Debüt Hospital Years. Die neun sorgsam arrangierten Lieder, die sich vor allem mit sich selbst beschäftigen, wurden im Sommer 2008 aufgenommen.

Laokoongruppe – das ist bloß einer, Karl Schwamberger. „Technopolka x Diskurswalzer“ ist seine Formel, die im kratzigen Pathos der Lo-Fi-Pop-Schlager seines ersten Albums Walzerkönig deutlich nachhallt. Eine abgründig mollige Stimmung resignativer Zufriedenheit und zielsicherer Verirrtheit zieht sich durch Lieder, die zum widerständigen Mitschwelgen und zu meditativer Dopplerekstase einladen. Und damit keine Missverständnisse aufkommen: Ironie trifft man hier bloß in ihrer brauchbaren Form, der romantischen.

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