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Gunkl

"Verluste - eine Geschichte".

ARGE kabarett

Günther Paal, bekannt als „Gunkl“, machte sich zunächst als Mitglied der Gruppe Wiener Wunder einen Namen (1986 „Loretta“ unter den Top 10 der österreichischen Charts, 1994 Soundtrack zum Kinoerfolg „Muttertag“). Seit 2004 tritt er in Dorfers Donnerstalk als „Experte für eh alles“ auf.

Die Premiere von Paals neuntem Soloprogramm „Verluste – Eine Geschichte“ liegt zwei Jahre zurück:

… gut, wir waren damals natürlich alle jünger, und jeder von uns hat viel mehr geglaubt als gewusst. Das ist in einem gewissen Alter ja auch ganz wunderbar; da hat man grad einmal zwei Sachen erlebt, und vier Sachen gelesen, und sollte jetzt ja auch schon erwachsen sein, und dann bastelt man sich aus dem bissl Leben, das man da hinter sich gebracht hat, ein Weltbild, und über diesen Kamm wird dann alles geschoren. Irgendwann, ziemlich viel später, denkt man die Welt dann auch wieder in einfachen Mustern; dann, wenn man glaubt, man hat schon alles gesehen, und man eigentlich weiß, dass man davon aber nicht wirklich viel verstanden hat, dann fängt man auf einmal wieder an, die Welt auf das zu reduzieren, was man von ihr verstanden hat. Das sind in der Stunde der Wahrheit meistens nicht viel mehr als vielleicht ein paar schleißig ausformulierte Glaubenssätze und alles, was sich damit nicht erklären lässt, lässt man einfach aus. Aber das ist erst, wie gesagt, viel später, wir waren damals ja noch am anderen Ende von dem Zeitfenster, in dem man ernsthaft versucht, etwas über die Welt zu erfahren. Wir haben praktisch noch nix erlebt, aber das bissl, was wir erlebt haben, haben wir uns zu einem kompletten Leben aufgeblasen, und damit sind wir dann tapfer in die Welt. Und man glaubt wirklich, man hat recht. Das ist eigentlich sehr schön; man glaubt, man hat's im Griff – weil man es nicht tragen muss, glaubt man, man hat's im Griff.

Pressestimmen:

„Gunkls neuntes Solo ist ein weises, witziges, fesselndes und – wie immer – bildreich und akkurat formuliertes Erzähl-Programm über Freundschaft, Schmerz und Liebe. Wer hätte das gedacht? „Peter Blau, www.kabarett.at

„'Ich wollte eine Geschichte schreiben', sagt er über sein neues Programm, das bezeichnenderweise dann auch „Verluste – Eine Geschichte“ heißt. „I homma denkt, i konn des“, dackelt die Begründung nach. „Die Geschichte, um die es geht, ist ein Ablauf von Ereignissen und Zuständen.“ Weltanschauungen will er in Antworten gießen. Alles habe er sich ausgedacht, denn „die Pflicht des Schreibenden ist es, nicht abzuschreiben“. Die Ideen für das neue Programm kämen zwar aus dem Leben, allerdings ziele er auf nichts ab, was sein eigenes geprägt hat, „es sind keine tatsächlichen Erlebnisse. Authentisch wird's durch mich.“ Sabine Hottowy, Die Presse, 21.08.2008

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