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Fallen Angels

Die Podium13-Preisträger Robert Praxmarer und Thomas Wagner präsentieren ihr interaktives Computerspiel im öffentlichen Raum.

ARGE medienkultur In Kooperation mit PIGS (Politically Incorrect Game Studio)

PIGS (Politically Incorrect Game Studio) präsentieren den ersten Prototyp ihres Computerspiels „Fallen Angels“. PassantInnen und BesucherInnen können auf dem Vorplatz der ARGEkultur ein Flipperspiel wagen, die Kugel aber ist ein gefallener Finanzmanager. Die Aufgabe der SpielerInnen besteht darin, diesen durch geschicktes Spielen soviel Geld abzunehmen, damit er aus der Hölle in den Himmel kommen kann. Das Spiel wird großflächig auf das Gebäude der Sportunion projeziert.

„Fallen Angels“ ist ein lustiges aber zugleich kritisches Computerspiel, welches einen Rollentausch erlaubt. Menschen fühlen sich oft sehr hilflos, wegen der Finanzkrise oder auch dem jüngsten Skandal in Salzburg, für den sie nichts können, aber schlussendlich bezahlen werden. Übrig bleibt ein Gefühl der Wut, welches kein Ventil findet. Diese Installationen gibt ihnen zumindest kurz die Kontrolle und vertauscht die Rollen der Macht.

„Fallen Angels“ ist eine plakative Allegorie: Der Flipperautomat ein Glücksspiel nach eigenen Regeln (Kapitalmarkt), man selbst hilflos wie der Ball und nur einige wenige kontrollieren und spielen. Ziel des Projektes ist ein zivilgesellschaftliches Engagement und politische Partizipation in, mit und durch Computerspiele zu stimulieren, welche einen Diskurs zum verantwortungsvollen Umgang mit Gemeingut anregen sollen.

Robert Praxmarer ist Künstler, Wissenschaftler und Lehrender. Derzeit leitet er den Fachbereich für Augmented Reality & Computer Games an der Fachhochschule
Salzburg. Zudem ist er wissenschaftlicher Leiter des Center for Advances in Digital Entertainment Technologies (CADET) und des Pervasive Entertainment Lab Salzburg (PELS). Er erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen und Förderungen, hat in über 25 Ländern ausgestellt und war „artist-in-residence“ des EU-Programms „Les pepinieres pour les jeunes artistes“ und des „Cité des Arts“ Programms in Paris.

Thomas Wagner ist Designer, Künstler und Wissenschaftler, hat am Institut für Medien der Kunstuniversität Linz „Interface Cultures“ studiert, ein Studiengang, der sich als Verbindung zwischen Kunst und Technik versteht. Heute arbeitet Wagner als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fachhochschule Salzburg im Forschungsprojekt PELS (Pervasive Entertainment Lab Salzburg).

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