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Lisa Hinterreithner & Martina Ruhsam „a scripted situation“

Eine soziale Choreografie des (Miss)Erfolgs. Beschränkte TeilnehmerInnenzahl, Anmeldung erforderlich unter office@argekultur.at, Tel. +43-662-848784

ARGE schwerpunkt ARGE open mind festival
Lisa Hinterreithner & Martina Ruhsam „a scripted situation“ am 18.11.2014 um 20:00 Uhr

Jede Repräsentation des Scheiterns ist zum Scheitern verurteilt. Deshalb, und weil wir alle es satt haben, immer Erfolg haben zu müssen oder zu scheitern, entwirft diese Performance eine Situation, in der (Miss)Erfolg ein Ding der Unmöglichkeit darstellt.

„What is given and what is withheld become the work.“

Jede Repräsentation des Scheiterns ist zum Scheitern verurteilt. Deshalb, und weil wir alle es satt haben, immer Erfolg haben zu müssen oder zu scheitern, entwirft diese Performance eine Situation, in der (Miss)Erfolg ein Ding der Unmöglichkeit darstellt.

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„A scripted situation“ erzählt weder von HeldInnen, noch von VerliererInnen. Es handelt sich nicht um eine Performance im herkömmlichen Sinn, denn es gibt weder eine Bühne, noch getrennt voneinander platzierte ZuschauerInnen und PerformerInnen. Jeder Zuschauer ist auch Akteur und jede Akteurin ist auch Zuschauerin.
Die Übersetzung schriftlicher Instruktionen in räumliche Aktionen ergibt eine soziale Choreografie,
„a scripted situation“.
Das Grundmerkmal einer sozialen Choreografie ist, dass die TeilnehmerInnen in ein Ereignis körperlich eingebunden werden, sodass sie als Gruppe eine spezifische soziale (Un)Ordnung verkörpern. Da soziale Situationen nie natürlich sind, sondern immer bis zu einem gewissen Grad konstruierte und hergestellte Situationen darstellen, könnten sie immer auch anders choreografiert sein. Spannend ist, inwiefern ästhetische Prozesse soziale Systeme miterzeugen und ob sie alternative soziale Ordnungen entstehen lassen können.
Mit einfachen Anweisungen fordert „a scripted situation“ die TeilnehmerInnen dazu auf, alltägliche Handlungen auszuführen, die nach und nach Szenen, Gruppen und Bilder entstehen und vergehen lassen. Was passiert zufällig, was ist inszeniert, was ist instruiert und was ist spontan? Wer folgt welchen Anweisungen? Und wer missachtet welche Instruktion?
„A scripted situation“ ist keine Verordnung zum Mitmachen, weckt jedoch die Lust, mitzuspielen. Was sich ereignen wird, wird erst im Moment des Zusammentreffens der TeilnehmerInnen entschieden.
Alles folgt einem Skript und ist dennoch völlig unvorhersehbar.

Biographien

Die Choreografin und Performerin Lisa Hinterreithner thematisiert in ihren Arbeiten Körper, Text und Bild als choreografische Inszenierung. Ihre Performances und Installationen finden auf der Bühne, im Wald, am Papier und in Archiven statt. Die aktuelle Performance und Installation „automatisch – idiotisch – als ob – genau“ in Zusammenarbeit mit Julius Deutschbauer hatte bei der Sommerszene Salzburg 2014 Premiere. Mit Jack Hauser entwickelt sie 2014/15 die Performance-Serie „The Call of Things“. Lisa Hinterreithner unterrichtet Performance an der Akademie der Bildenden Künste Wien, am SEAD und der Universität Wien. Sie gestaltet mit Elfi Eberhard tanzbuero und mit Amanda Piña und Daniel Zimmermann nadaLokal. 2013/14 absolvierte sie einen Master (MRes) in Performance and Creative Research an der University of Roehampton, London.
www.lisahinterreithner.at

Martina Ruhsam ist Choreografin, Performerin und Autorin. Von Oktober 2008 bis März 2009 arbeitete sie im Theoriebereich des Tanzquartier Wien. 2011 erschien ihr Buch „Kollaborative Praxis: Choreogaphie” bei Turia + Kant. Ihre künstlerischen Arbeiten und Kollaborationen wurden in diversen Häusern und bei Festivals in ganz Europa gezeigt. Sie ist ein Mitglied der Redaktionskollektive von „Corpus – Internet Magazin für Tanz, Choreografie und Performance” (www.corpusweb.net) und „Maska. Performing Arts Journal” und schreibt regelmäßig Artikel für diese Fachzeitschriften. Sie hat in Maskas „Seminar for Performing Arts” in Ljubljana unterrichtet und Vorträge zum Thema Tanz, Choreografie und Performance in diversen Ländern Europas gehalten. Derzeit schreibt sie eine Dissertation am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität in Gießen.

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