ARGEkultur Logo
ARGEkultur Logo

Sigi Zimmerschied

„Der siebte Tag - Ein Erschöpfungsbericht“ – Salzburgpremiere.

Kabarett 36. MotzArt Kabarett Festival
Sigi Zimmerschied am 03.02.2018 um 20:00 Uhr
Foto (c) Franziska Schrödinger

Engelbert Erz ist verzweifelt. Er war als Berater und Assistent seines Chefs an einem universellen Experiment beteiligt. Doch nach sechs Tagen Erschaffens, ruhten sie auch am siebten nicht sondern erschufen den Witz - um das alles überhaupt auszuhalten.
Der Großmeister des Sarkasmus hinterfragt mit seinem Gegenmodell des Schöpfungsberichtes wortgewandt unseren sogenannten Wertekatalog und lässt kein gutes Haar an Politikern und Entertainern der Vergangenheit und der Gegenwart. Absurd, angriffslustig und blitzgescheit!

Engelbert Erz ist verzweifelt. Er war als Berater und Assistent seines Chefs an einem universellen Experiment beteiligt. Nach vielen Vorbereitungen erschufen sie innerhalb von sechs Tagen ein komplexes Gebilde. Am sechsten Tag erschuf der Chef dann noch ein Wesen nach seinem Ebenbilde und wollte sich am siebten Tag ausruhen und mit Freude sein Werk betrachten. Aber je länger er es betrachtete umso trauriger wurde er. Gerade als der Chef alles wieder zerstören wollte hatte er eine große, rettende Idee. Ihm war plötzlich klar geworden, wie man diese Fehlkonstruktion dennoch würde ertragen können.

So schliefen der Chef und er am siebten Tag nicht, sondern erschufen etwas ebenfalls noch nie dagewesenes, etwas ungeheuerliches. Den Witz. Und das Versprechen, den Chef regelmäßig zu unterhalten. Doch jetzt ist Engelbert Erz verzweifelt: Immer grimmiger stiert sein Chef auf sein Werk. Einen riesigen Hammer in der Hand. Er hat diese Woche noch nicht ein einziges Mal gelacht. Nicht einmal geschmunzelt. Engelbert Erz verbleiben gerade noch zwei Stunden. Und ein paar unterhaltungssüchtige Ahnungslose…

Mit seinem Kabarettsolo ‚Der siebte Tag – Ein Erschöpfungsbericht‘ unternimmt Sigi Zimmerschied einen fulminanten Feldzug gegen die Dummheit, die täglich neue Katastrophen gebiert. Sein radikales Gegenmodell eines Schöpfungsberichts hat eine durchgehende Stück-Dramaturgie, die Zimmerschied trotz aller ausufernden Seitenhiebe auf Entertainer, Funktionäre und historische Politiker immer wieder einfängt. Vor seiner Wortgewalt und seinen überbordenden, teils absurden Einfällen hat nichts Bestand. Er ist als Autor wie als Darsteller der beste Zimmerschied, den es je gab.
Gabriella Lorenz, Münchner Feuilleton
Wie der Großmeister des Sarkasmus Zimmerschied im Sinne klassischer Tragödien zwangsläufig und hochphilosophisch hier den ethischen Grundkatalog – unter anderem mit einem geradezu genial perfiden Zuschauerexperiment – hinterfragt, das ist wieder einmal ein Meisterwerk der satirischen Hochkomik.
Oliver Hochkeppel, Süddeutsche Zeitung

Sigi Zimmerschied

Sigi Zimmerschied ist seit 30 Jahren die bayerische Kabarett- und Schauspielinstanz. Er zeichnet sich durch einen ätzenden, derben und parteiübergreifenden Witz, eine bemerkenswerte Mimik, ein rares stimmenimitatorisches Talent sowie enorme Sprachkraft und Wortgewalt aus. Zig Preise, u. a. der Österreichische Kabarettpreis, zieren ein Regal in seinem Haus in Passau.

Demnächst