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„Das Netz in unsere Hand!“ von Thomas Wagner

Lesung und Diskussion Moderation: Stefan Wally. In Kooperation mit der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen.

ARGE lesung Kritische Literaturtage 2017 – Salzburger Buchmesse
„Das Netz in unsere Hand!“ von Thomas Wagner am 26.11.2017 um 12:00 Uhr
Foto Stefan Wally (c) Robert-Jungk-Bibliothek • Foto Thomas Wagner (c) Don Manfredo

Wie konnte es dazu kommen, dass einzelne Firmen wie Google oder Facebook den digitalen Raum vereinnahmen? Kann eine Demokratisierung des Internets gelingen oder ist es schon zu spät? Diese und andere Fragen stellt sich Thomas Wagner in seiner vielbeachteten Studie „Das Netz in unsere Hand! Vom digitalen Kapitalismus zur Datendemokratie.“ (PapyRossa Verlag) Lesung und Diskussion. Moderation: Stefan Wally. Eintritt frei!

Google, Facebook, Twitter und Co. sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Internetkonzerne sind so mächtig geworden, dass ihre Chefs von demokratisch gewählten Regierungen wie Häupter souveräner Staaten behandelt werden. In seiner Streitschrift erläutert Thomas Wagner, wie es dazu kommen konnte. Die Dynamik der Digitalwirtschaft begünstigt die Herausbildung von Supermonopolen. Wie kann deren ständig wachsende Macht gebändigt werden?

Eine demokratische Neuausrichtung der technologischen Entwicklung ist notwendig, damit die gerade erst begonnene Digitalisierung ihr Befreiungspotenzial entfalten kann, statt in der Sackgasse einer ökonomischen wie politischen Datenknechtschaft zu enden. Die Entwicklung einer Reformstrategie ist gefordert. Es geht um die Rückeroberung des von privaten Interessen bedrängten öffentlichen Raums. Der Aufbau eines öffentlich-rechtlichen Internets wäre ein wichtiger Schritt auf dem Weg vom digitalen Monopolkapitalismus zur Datendemokratie. Aus dem Internet der Konzerne muss ein demokratisches Bürgernetz werden.

Thomas Wagner, Dr. phil., *1967. Kultursoziologe und Publizist. Zahlreiche Bücher und Artikel in der Fachpresse und in Publikumszeitschriften.

Thomas Wagners Buch bietet einen guten Überblick, welche ideologischen Interessen und welche Ambitionen ganz praktischer ökonomischer Natur das Silicon Valley hat – und zum Teil in Form von Stiftungen auch schon in den hiesigen Hochschulen geltend macht.
der Freitag