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Thementag „Der Homo Ludens als physisch-digitaler Hybrid“

U. a. mit Game Jam mit Florian Jindra & Bernhard Maurer, Vortrag Michael Lankes, qujOchÖ. Center for Human-Computer Interaction (HCI), Studio 3 | Eintritt frei

Vortrag Diskussion Workshop digital spring festival
Thementag „Der Homo Ludens als physisch-digitaler Hybrid“ am 15.03.2018 um 09:00 Uhr
Foto (c) qujOchOE

An diesem Tag des digital spring festivals werden Spiele zwischen virtuellen und physischen Welten geschaffen, gespielt und diskutiert. Der entstehende Raum hybrider Interaktionen versucht, die Grenzen zwischen Physischem und Digitalem durch alternative Formen von Körperlichkeit im Spiel neu zu definieren.

An diesem Tag des digital spring festivals werden Spiele zwischen virtuellen und physischen Welten geschaffen, gespielt und diskutiert. Der entstehende Raum hybrider Interaktionen versucht, die Grenzen zwischen Physischem und Digitalem durch alternative Formen von Körperlichkeit im Spiel neu zu definieren.

09:00–17:00 Game Jam mit Bernhard Maurer und Florian Jindra. Anmeldung erforderlich.

10:00–17:00 Testspielen „MYTHOS VON THEUTH“

17:00–17:45 Game Jam Public Showcase

18:00–19:00 Vortrag & Diskussion Michael Lankes: „Körper und Verkörperung in Computerspielen: Der menschliche Blick als Brücke“

20:00–22:00 Brettspiel-Performance qujOchÖ „MYTHOS VON THEUTH“

Der Mensch als physisches Wesen unterliegt den Möglichkeiten seiner körperlichen Hülle sowie den Gegebenheiten der realen Welt. Der Begriff des Homo Ludens beschreibt diesen Menschen als ein Wesen, welches seine Fähigkeiten vor allem durch das Spiel erlernt. Spiele, insbesondere Computerspiele, erlauben einen Blick in fiktionale transhumanistische Szenarien. Häufig werden die Grenzen menschlicher Möglichkeiten überschritten, und man wird in die Rolle eines Avatars versetzt, der nicht selten übermenschliche Fähigkeiten besitzt. Aufgrund dieser speziellen Rolle als Avatar entsteht jedoch eine Diskrepanz zwischen der virtuellen Aktivität der Spielfigur und den physischen Gegebenheiten und Interaktionen des/der SpielerIn.

Game Jam 09:00–17:00 Uhr mit Bernhard Maurer und Florian Jindra (A)

Anmeldung als Einzelperson sowie als Gruppe (Name) bis 29.02. ausschließlich per E-Mail an bernhard.maurer@sbg.ac.at

Entgegen der vorherrschenden Konzeption digitaler Spiele, in denen die Grenzen menschlicher Fähigkeiten in der Rolle eines Superhelden-Avatars überwunden und erweitert werden, sollen in diesem Game Jam Konzepte entstehen, die bestehende menschliche Sinne aktiv einschränken und diese Einschränkung als Teil der Spielmechanik nutzen. Als Gegenentwurf zur Denkrichtung des Transhumanismus soll nicht die Befreiung von den menschlichen Beschränkungen, sondern das aktive gestalterische Fokussieren auf ebendiese Limitationen innerhalb einer spielerischen Auseinandersetzung als Mittel zur kritischen Reflexion verstanden werden.

Bernhard Maurer forscht am Center for Human-Computer Interaction der Universität Salzburg und arbeitet an Themen rund um Interaktionsdesign für Spiele, Tangible User Interfaces und Blick-basierter Interaktion. In seiner Forschung untersucht er alternative und extreme Formen spielerischer Interaktion durch die Nutzung von physischen und sozialen Kontextqualitäten als Design Material. Seine Designaktivitäten konzentrieren sich auf das Hinterfragen etablierter Vorstellungen von Spiel, um dadurch interaktive Systeme zu schaffen die über rein physisch und digitales Spiel hinaus gehen.
hci.sbg.ac.at/maurer

Florian Jindra lehrt hauptberuflich an der Fachhochschule Salzburg im Fachbereich Game Development und vermittelt am Studiengang MultiMediaTechnology Theorie und Praxis zum Thema Game Design. Als Gründer der Veranstaltungsreihe Games Workshop Salzburg organisiert er seit 2012 regelmäßig Events zu den Themenbereichen digitale, sowie analoge Spieleentwicklung und fördert nachhaltig die Vernetzung der lokalen Branche. Florian hegt eine tiefe Leidenschaft zur spielerischen Interaktion. Seit 2013 organisierte er zahlreiche Game Jams, zumeist in enger Zusammenarbeit mit Hochschulen oder Non-Profit-Organisationen wie der Schmiede Hallein und dem International Center for New Media. Als Gestalter digitaler Medien ist er stetig auf der Suche nach einer neuen Generation von Videospielen und interaktiven Anwendungen. Im Rahmen vergangener Forschungs- und Entwicklungsprojekte lag ein besonderer Fokus auf den Themen Spiele im öffentlichen Raum, Serious Games bzw. Games for Health.
www.florian-jindra.com

Vortrag & Diskussion 18:00–19:00 Uhr
Michael Lankes „Körper und Verkörperung in Computerspielen: Der menschliche Blick als Brücke“

Ein Blick sagt mehr als tausend Worte – aber ist der Blick auch ein geeignetes Mittel zur Spielinteraktion? Aus technischer Sicht ist dies zu bejahen. Geräte zur Erfassung des Blicks, sogenannte Eye Tracker, sind zu erschwinglichen Preisen verfügbar und haben auch im Spielebereich Einzug gehalten. Aus einer Designperspektive lässt sich die Frage nur schwer beantworten. Bisher wurden sehr unterschiedliche Ansätze verfolgt: sie reichen vom Computermausersatz bis hin zum nonverbalen Kommunikationskanal in Online Multiplayer Games. Doch wo genau liegen die Potentiale und Herausforderung dieser „natürlichen“ Interaktionsform? Wie wirkt sich die Technologie auf die Körperwahrnehmung der SpielerInnen und auf die Verkörperung im Spiel aus? Wie kann die Blickinteraktion als narratives Element in Spielen eingebettet werden? Diese und andere Fragen sollen im Vortrag anhand von mehreren Beispielen und Forschungsprojekten beleuchtet werden.

FH-Prof. Dr. Michael Lankes lehrt und forscht am Campus Hagenberg der Fachhochschule Oberösterreich. Seit 2017 leitet er dort die Forschungsgruppe Playful Interactive Environments (PIE), die sich mit den Themen Games und Animation auseinandersetzt. Neben seiner Lehrtätigkeit an der FH doziert er an der Universität Regensburg im Studiengang Medieninformatik. Sein Fokus liegt in der intensiven Auseinandersetzung mit den Themen Game & Interaction Design. Basierend auf den Ansätzen der Mensch-Maschine-Interaktion bringt Lankes Spiele mit natürlichen Interaktionsformen (wie etwa die Interaktion mittels Blick) in Beziehung.
pie.fh-hagenberg.at www.fh-ooe.at/campus-hagenberg/studiengaenge/master/digital-arts/

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