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qujOchÖ (A) „MYTHOS VON THEUTH“

Brettspiel-Performance feat. u. a. Davide Bevilacqua, Eva Maria Dreisiebner, Thomas Philipp. Center for HCI, Studio 3 | Eintritt frei

Medienkunst Kulturvermittlung digital spring festival
qujOchÖ (A) „MYTHOS VON THEUTH“ am 15.03.2018 um 20:00 Uhr
Foto (c) qujOchOE

MYTHOS VON THEUTH ist eine spielerisch-performative Umsetzung einer intensiven Beschäftigung mit Medientheorien der letzten Jahrhunderte. Das Linzer Kunstkollektiv qujOchÖ bietet mit diesem interdisziplinären Projekt an der Schnittstelle zwischen Kunst, Wissenschaft und Spiel eine ludologische Reflexion zu Medientheorien von Platon über Lessing und Nietzsche bis hin zu Donna Jeanne Haraway, Sadie Plant und Sybille Krämer.

MYTHOS VON THEUTH ist eine spielerisch-performative Umsetzung einer intensiven Beschäftigung mit Medientheorien der letzten Jahrhunderte. Das Linzer Kunstkollektiv qujOchÖ bietet mit diesem interdisziplinären Projekt an der Schnittstelle zwischen Kunst, Wissenschaft und Spiel eine ludologische Reflexion zu Medientheorien von Platon über Lessing und Nietzsche bis hin zu Donna Jeanne Haraway, Sadie Plant und Sybille Krämer.

Als er aber an die Buchstaben gekommen, habe Theuth gesagt: „Diese Kunst, o König, wird die Ägypter weiser machen und gedächtnisreicher, denn als ein Mittel für Erinnerung und Weisheit ist sie erfunden.“

So lautet der Mythos von der Erfindung der Schrift durch den ägyptischen Gott Theuth, wie ihn der bekannte griechische Philosoph Platon in seinem Werk „Phaidros“ im 5. Jahrhundert v. Chr. niederschrieb.

MYTHOS VON THEUTH nimmt dies als Fundament für eine spielerische Auseinandersetzung mit Medientheorien von der Antike bis zur Gegenwart. Durch das alte Athen wandernd, sammeln bis zu sieben SpielerInnen unterschiedliche Medien und treffen dabei auf berühmte Personen, die großen Einfluss auf die Entwicklung von Medientheorien genommen haben. Vilém Flusser fährt bis zum Abwinken in die telematische Gesellschaft, Laura Mulvey wirft einen freudigen Blick auf unser Erinnerungsvermögen und Marshall McLuhan erhält endlich seine wohlverdiente Massage. Über zwölf Stationen hinweg kommen Smartphones, Zeitungen, Legosteine, Schlafmasken, Briefmarken und andere Medien zum Einsatz, um dem von Platon überlieferten Mythos auf die Spur zu kommen. Wer es schafft, mit einer Mischung aus Strategie, Glück und Wissen seinen Auftrag am schnellsten zu erfüllen, wird am Ende als göttliches Medium verehrt!

MYTHOS VON THEUTH ist in Form eines Brettspiels konzipiert und wurde in drei verschiedenen Versionen in englischer und in deutscher Sprache produziert: „PHAEDRUS“ (eine frei verfügbare Version zur Eigenproduktion), „PLATON“ (die Standardversion in einer ersten Edition von 500 Stück) und „THEUTH“ (eine exklusive, auf 100 Stück limitierte und von qujOchÖ signierte Edition). Das Spiel liegt in ausgewählten Museumsshops und Buchhandlungen auf und kann unter www.qujOchOE.org/mvt heruntergeladen oder bestellt werden. Beim digital spring festival wird sich der MYTHOS VON THEUTH in erweiterter Form dem Cyborg Manifesto von Donna Jeanne Haraway widmen.

Dieses Spiel ist pure Macht!
Michel Foucault, franz. Philosoph
Ein Must-have für Philosophinnen!
Simone de Beauvoir, franz. Philosophin
Der Mythos von Theuth hat meine Seele berührt!
Jacques Lacan, franz. Psychoanalytiker
Künstlerinnen! Fürchtet euch nicht! Spielt ihn!
Virginia Woolf, engl. Autorin

qujOchÖ

(* 2001, Linz/AT) agiert an den Schnittstellen von Kunst, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft; ist mannigfaltig, heterogen, untaggable und gänzlich undiszipliniert; verwendet alles und nichts, zeigt, installiert, interveniert, lärmt, baut, diskutiert und verbindet; macht alles aus Liebe und Überzeugung.

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