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Maxi Pongratz (Kofelgschroa) | Alma

Musik, die Grenzen sprengt, ohne mit musikalischen Traditionen zu brechen

Musik creativeALPS Roter Salon No. 121
Maxi Pongratz (Kofelgschroa) | Alma am 24.05.2019 um 21:00 Uhr
Alma © Daliah Spiegel

Maxi Pongratz pendelt zwischen Obergiesing sowie Oberammergau und ist Akkordeonspieler, Texter und Liedschreiber von Kofelgschroa.
Ab 2019 macht Kofelgschroa Pause und Maxi Pongratz geht mit seinem Akkordeon solo auf Tour. Das erste ‚Maxi-Album‘ wird in der ersten Jahreshälfte 2019 bei Trikont erscheinen und soll vor allem 'pur' klingen.
– Alma haben der traditionellen Volksmusik ein modernes, lässiges Gewand übergeworfen, ohne sie dabei zu verkleiden: Julia, Matteo, Marlene, Evelyn und Marie-Theres spielen Geige, Bass und Akkordeon, sie singen und jodeln, beschwingt und humorvoll, gefühlvoll und melancholisch. Auf seinem dritten Album OEO entführt das Quintett erneut den Jodler in die Großstadt.

Maxi Pongratz

Auf Wunsch der Eltern zum Gärtner ausgebildet – immerhin war der Vater Trachtenvereinsvorstand –, tauscht Maxi Pongratz noch als Teenager Harke gegen Akkordeon und zieht mit letzterem erst von Wirtshaus zu Wirtshaus und dann, gemeinsam mit den Brüdern Martin und Michael von Mücke sowie dem gleichgesinnten Matthias Meichelböck, von Bühne zu Bühne. In ihrem Heimatort Oberammergau sorgt ihre Version der traditionellen Blasmusik bald schon für einen Auf-‚schroa‘ – denn was mit der ‚Stubenmusi‘ begann und wogegen in Rock-Cover Bands rebelliert wurde, fand in der Gruppierung ‚Kofelgschroa‘ endlich ein eigenes Gewand. Das ureigene ‚rakata-rakata‘-Akkordeonspiel von Maxi Pongratz, seine Kompositionen und nicht zuletzt seine dadaistisch- und valentinesk genannten Texte prägen Sound- und Erscheinungsbild der Band dabei von Anfang an.

creativeALPS

22.-24.5.2019

Die Alpen ästhetisch und dialogisch zu vermessen, neue Narrative für ihre Entwicklung zu erfinden und sie so als Lebensraum jenseits von Klischeezone und Sehnsuchtskatalysator zukunftsfähig zu machen: Das ist das Ziel der Initiative creativeALPS. Im montan-urbanen Dialog und an der Schnittstelle von Kunst, Politik, Wissenschaft, Creative Economies und kulturinduzierter Regionalentwicklung wird dazu der Resonanzraum für ein Neudenken alpiner Belange geschaffen.
Die ARGEkultur leistet – in Kooperation mit dem Bergfilmfestival und dem Literaturfest Salzburg – einen Beitrag dazu, filmisch, literarisch und musikalisch.

Übersicht & Infos

In seinen Anfangsjahren als Musiker hat Pongratz noch Apfelstrudel im Hofbräuhaus gebacken, die Kandahar-Ski-Abfahrt für den Weltcup präpariert oder ist als Don Quijote mit dem Wandertheater durchs Land gezogen. Später war er dann ein Bruder Jesu während der Passionsspiele 2010 in Oberammergau und hat an der Berufsfachschule für Musik in Altötting Klassisches Akkordeon studiert (das Ganze aber nicht abgeschlossen). Musikalische Reisen führten ihn durch Süd-, Ost- und Mitteleuropa, sowie in die Türkei, Südamerika und die Südlichen Staaten von Amerika (New Orleans! Austin!).

Mit Kofelgschroa veröffentlichte er drei Alben (KOFELGSCHROA, ZAUN und BAAZ), die alle von Micha Acher (‚The Notwist‘) produziert wurden. Im Dokumentarfilm FREI.SEIN.WOLLEN (von Barbara Weber) war er mit den anderen Kofels zu sehen, in Josef Bierbichlers Kinofilm ZWEI HERREN IM ANZUG zu hören.

Ab 2019 macht Kofelgschroa Pause, ab Herbst 2018 geht Maxi Pongratz mit seinem Akkordeon solo auf Tour. Das erste ‚Maxi-Album‘ wird in der ersten Jahreshälfte 2019 bei Trikont erscheinen und soll vor allem ‚pur‘ klingen.

maxipongratz.com
www.facebook.com/MaxiPongratzSolo
GEDANKENSTRANG

Alma

Almas Musik löst Emotionen aus, sie kommt direkt aus der Seele und möchte Menschen dort erreichen, wo deren eigene Wurzeln schlummern. Seit 2011 verbindet Alma volksmusikalische Bodenständigkeit spielerisch mit komplexen Arrangements und tourt damit durch die Weltgeschichte. Weil ganz selbstverständlich Klassik und Volksmusik, Ländler und Polka, Jodler und Walzer, Bourrée und Musette Seite an Seite erklingen, weil alles, ob Freude, Glück oder Melancholie, echt ist, weil hier jeder Ton mit großem Respekt gesetzt und der Inspiration immer genügend Raum gelassen wird, sprengt Almas Musik Grenzen ohne mit musikalischen Traditionen zu brechen. 2013 erschien ihr Debütalbum NATIVA auf dem Label col legno, ihr zweites Album TRANSALPIN folgte im Mai 2015. Das dritte Album mit dem dadaistischen Titel OEO folgt 2017 und ist dem Esperanto der alpenländischen Musik gewidmet.

„Hoe-ho“! Jodeln – frei gedeutet ist es das Esperanto der alpenländischen Musik.

Eine Welthilfesprache, die der internationalen Kommunikation dient, hat im Alpenraum eine Schwesternsprache, die auf den ersten Blick nicht danach aussieht. Wie kann das sein? Ganz einfach: Die wohlklingende Sprachmelodie des Jodelns kann Botschaften weiterleiten, denen die Hochsprache nie nachkommt: Gefühlsstimmungen ausdrücken, die Zeit überdauern oder einfach glücklich machen.

Befreit man die oben erwähnte Jodelsilbe von ihren Konsonanten, landet man bei „Oeo“, dem programmatischen Titelstück des Programms und befindet sich unweigerlich in der Jetztzeit.

Einmal mehr bringen Alma ‚Zeitgenössische Volksmusik' zu Gehör, vor allem in ihren Eigenkompositionen. Wenn dabei ein zeitloses Gefühl von Heimat entsteht, ist das nur erfreulich. Alma versuchen reflektierte ‚Heimatgefühle‘ beim Konzertbesucher*in auszulösen, womöglich sogar Gefühle einer Sozialisation ohne Raumbezug, sondern nur im Herzen oder in einem früheren Leben.

Apropos Herz: Der Landler. Die Urform der österreichischen Volksmusik. Darin verpackt befindet sich der Herzschlag. Das ist kein schlechter Scherz, sondern die reinste Wahrheit: Die Betonungen in dieser dreivierteltaktigen Gattung liegen auf den Taktzeiten eins und drei. Daraus ergibt sich ein Rhythmus, der einem gesunden, pumpenden Herzmuskel ähnelt: bumm-bumm. bumm-bumm. bumm-bumm.

Schlussfolgerung: Alma spielen nicht nur Seelenmusik, es geht noch näher: Herzensmusik!

Text: Marie-Theres Stickler

www.almamusik.at

ALMA. Der Nabel der zeitgenössischen Volksmusik.
Leo Fellinger
Bestes Musikalisches Kopfkino aus Wien.
Süddeutsche Zeitung
... Schunkeln? Nein danke. Bei Almas breit gefächertem Kosmos an Melodien, Rhythmen und Einflüssen kommt der Gedanke gar nicht erst auf.
Süddeutsche Zeitung
ALMA werfen der traditionellen alpinen Volksmusik ein luftig-lässiges Gewand über ohne sie zu verkleiden.
Falter
Sie spielen eine Musik, die alpin und transalpin ist, lyrisch und lebendig, intelligent und unterhaltend. In jeder Musiksprache absolut preiswürdig.
RUTH – Deutscher Weltmusikpreis, Jury

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