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18.02.2022 um 19:30 Uhr

ZELL-ARZBERG. EIN EXZESS von Werner Kofler

Regie: Franz-Xaver Mayr

Theater Eine Koveranstaltung mit Franz-Xaver Mayr
ZELL-ARZBERG. EIN EXZESS von Werner Kofler am 18.02.2022 um 19:30 Uhr
Foto © Marcella Ruiz Cruz

Abgründig, scharfzüngig, radikal – Werner Koflers ZELL-ARZBERG. EIN EXZESS (1982) ist eine erstaunlich frische und aktuelle Untersuchung der Sprache des Konflikts. Der Text begibt sich in die Abgründe des Privaten: Zwei Personen wollen sich trennen, sind aber materiell ineinander verstrickt und liefern sich einen theatralen Exzess um ein in die Beziehung eingebrachtes Gut namens Zell-Arzberg.

Dieser Exzess zeigt dunkle, zugleich in ihren Absurditäten lächerliche Seiten der conditio humana. Die Inszenierung Franz-Xaver Mayrs stellt die Sprache, das Sprechen in den Mittelpunkt. Sichtbar wird dabei die Bedrohung für das Gegenüber, aber auch das Bedrohende, die Erschöpfung und das Entmenschlichende für den*die Wortführer*in selbst. Am Ende aber ist ZELL-ARZBERG auch ein Stück über Zuversicht, Fairness und das gute Miteinander.

Werner Kofler ist einer der am meisten verkannten Autoren Österreichs. Alles, was Berühm­tere können und konnten, das konnte er besser. Was hier als Kritik gefeiert wird und wurde, hat er heftiger, wütender kritisiert als andere, die sich diese Kritik stolz auf ihre Fahnen schreiben. Oder denen sie begeistert zugeschrieben wird. Und sein Zorn war gepaart mit großer, ja größter Sprachkunst. Darin wird ihn keiner übertreffen.
Elfriede Jelinek über Werner Kofler

Am Freitag, 18. Februar können Sie diese Veranstaltung auch als Stream mitverfolgen. Details zum Streaming finden Sie hier.

  • Schauspiel Reini Moritz, Johanna Orsini
  • Regie Franz-Xaver Mayr
  • Ausstattung Korbinian Schmidt
  • Maskenbild Inge Schrammel
  • Musik Matija Schellander
  • Produktionsleitung Wolfgang Straub
  • Koproduktion klagenfurter ensemble, Robert-Musil-Institut für Literarturforschung

Johanna Orsini

Schauspieldiplom am Mozarteum Salzburg (1987-1991). Theaterengagements führten Johanna Orsini unter anderem ans Burgtheater Wien, zu den Salzburger Festspielen, ans Volkstheater Wien, Schauspielhaus Graz, Stadttheater Klagenfurt, Landestheater Linz, Rabenhoftheater Wien, TAG Wien; freie Theaterarbeiten u.a. mit Texten von H.C. Artmann, Konrad Bayer (R: Elisabeth Gabriel), Herzmanovsky-Orlando (R: Susanne Lietzow), Elfriede Gerstl (R: Orsini/Spitzer). Die letzten Arbeiten für Film waren LICHT von Barbara Albert (2016) und MURER-ANATOMIE EINES PROZESSES von Christian Frosch (2017). Zahlreiche TV Produktionen, zuletzt M-EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER (Regie: David Schalko, 2018) und DIE NEUE ZEIT (Regie: Lars Kraume, 2018).
Auszeichnungen:
Deutscher Filmpreis 2019 (Ensemble ‚Murer‘); Schauspielpreis Diagonale 2018 (Ensembleleistung ‚L’Animale‘); Schauspielpreis Diagonale 2013 und Tiger Award IFF Rotterdam für ihre Hauptrolle in SOLDATE JEANNETTE.
www.johannaorsinirosenberg.com

Reini Moritz

Schauspielausbildung am Wiener ‚Graumann Theater‘ sowie bei Eva Zilcher, Johanna Brix und Svenja Schreiber; 1994 Bühnenreife. Es folgten Engagements am Schauspiel Frankfurt, Salzburger Festspiele, Landestheater Linz, Stadttheater Klagenfurt, Volkstheater Wien, Rabenhof Wien, Wiener Festwochen, Philharmonie Luxembourg, Theater Rampe Stuttgart, Theater der Jugend Wien, Dschungel Wien, Theater Phönix Linz, Werk X, Theater Drachengasse, Globe Wien.
Diverse Arbeiten für Film und Fernsehen u.a. ATMEN (R: Karl Markovics), COPSTORIES /ORFeins (durchgehende Rolle ‚Vickerl‘), DIE KLEINEN UND DIE BÖSEN (R: Markus Sehr), SOKO DONAU, 4 FRAUEN UND EIN TODESFALL.
www.reinimoritz.at

Franz-Xaver Mayr

Studium Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen sowie Theaterregie an der Zürcher Hochschule der Künste. Arbeiten für Schauspielhaus Wien, Theater Drachengasse, Burgtheater Wien, Theater Orchester Biel Solothurn, Schauspielhaus Graz, Theater Basel, Schauspielhaus Bochum, Theater Luzern, Schauspiel Stuttgart, Zürcher Hochschule der Künste, SWR, Theater Neumarkt Zürich, Landestheater Niederösterreich.
Mit AUTOS (2019) zeigte er an der ARGEkultur zum ersten Mal eine größere Schauspielproduktion in seiner Heimatstadt Salzburg.

Korbinian Schmidt

Studium Bühnen- und Kostümgestaltung an der Universität Mozarteum in Salzburg und Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Berlin. Mit seiner Horváth-Inszenierung KASIMIR UND KAROLINE war er zum ‚International Theatre Festival, dedicated to the 150th anniversary of Konstantin Stanislavsky‘ nach Moskau eingeladen, seine Umsetzung von Thomas Bernhards EIN KIND war auf dem ‚PREMIERÈS Festival für junge europäische Regie 2013‘ zu sehen. Kostüme und Bühnenbilder entwarf er u. a. am Burgtheater Wien, am Schauspielhaus Wien, am Theater Basel und am Staatstheater Mainz.

Matija Schellander

Kontrabass-Studium am Konservatorium der Stadt Wien, Lehrgang für Computer­musik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Kompositionen für Musikensembles, Theater, zeitgenössischen Tanz und Film, Arbeiten und Tourneen quer durch Europa, Nordamerika und Asien. Mit den Regisseur*innen Ivna Žic und Franz-Xaver Mayr verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit, u.  a. am Theater Neumarkt Zürich, am Theater Basel, am Schauspielhaus Graz, am Schauspielhaus Wien und am Theater Ulm.
Auszeichnung: Bestes Langhörspiel, Berliner Hörspielfestival 2018, für das Hörstück WENDY PFERD TOD MEXIKO (mit Natascha Gangl und Maja Osojnik)
matija.klingt.org

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