Ernst Molden & das Frauenorchester am 20.11.2026 um 20:00 Uhr
vlnr: Marie-Theres Stickler © Peter Schneider | Ernst Molden © Daniela Matejschek | Maria Petrova © Tony Gigov | Marlene Lacherstorfer © Daniela Matejschek
Freitag
Saal

Ernst Molden & das Frauenorchester

SCHDUAM | Support: Julia Reißner (Das Schottische Prinzip)

Ernst Molden und das Frauenorchester bieten dem Publikum an diesem Abend ein besonderes musikalisches Erlebnis. In dem eigens für diesen Anlass zusammengestellten Programm SCHDUAM interpretieren Molden – von den Oberösterreichischen Nachrichten als „herausragender österreichischer Liedermacher der Gegenwart“ bezeichnet – und das Frauenorchester (Marlene Lacherstorfer, Maria Petrova, Marie-Theres Stickler) bekannte Lieder wie AWARAKADAWARA neu und entfalten in dieser besonderen Besetzung eine ganz eigene Qualität.

Unterstützt werden sie dabei von Julia Reißner (Das Schottische Prinzip).

  • Ernst Molden Stimme, Gitarre
  • Maria Petrova Schlagzeug, Stimme
  • Marie-Theres Stickler Akkordeon, Stimme
  • Marlene Lacherstorfer Bass, Stimme

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Ernst Molden über Julia Reißner (Das Schottische Prinzip):

Vor bald sechs Jahren tauchten Julia Reißner und ihr Vaudeville-Punk-Bandprojekt Das Schottische Prinzip in meinem Leben auf, bei einem unpackbaren Konzert, das sie im Café Carina am Wiener Lerchenfelder Gürtel spielten. Eine verschwitzte, semikontrolliert explosive Mischung aus treibender, ja, Tanzmusik, und Texten, die auf fiebrige Weise zwischen Unbewußtem und vierter Metaebene hin und her oszillierten. Diese Texte, in Julia Reißners so unter- wie überweltlicher Stimme gesungen, verstand man nur teils, weil Café Carina und demgemäß glückselig berauschtes Publikum, aber egal: Die Fetzen reichten aus. So ist es stets mit der Kunst Julia Reißners und des Schottischen Prinzips: Fetzen reichen vollkommen aus. In Julia Reißner sind die Musikerin und die Sprachkünstlerin genau gleich groß und mächtig. Sie streiten nicht um die Vorherrschaft, sie stehen bloß abwechselnd vorn. Ein changierendes Zwillings-Künstlerwesen, alte Kulturen hätten so jemanden vermutlich im Schamanismus beschäftigt.

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Statement der ARGEkultur:

Das Programm SCHDUAM ersetzt das ursprünglich geplante Konzert von 'Molden und Seiler feat. das Frauenorchester' (DIE ZWIDAN ZWA IM BRODA). Zum Hintergrund: Nach dem Bekanntwerden der Gewaltvorwürfe einer Frau gegenüber Christopher Seiler im März diesen Jahres haben wir den Vorverkauf für das Konzert vorläufig eingestellt. Zwar hat Christopher Seiler sein Fehlverhalten eingeräumt und Konsequenzen daraus gezogen - die Angelegenheit ist außerdem juristisch mittlerweile beigelegt (siehe hier). Dennoch erscheint uns ein Konzert von Christopher Seiler in der ARGEkultur verfrüht. Ja, jede*r verdient eine zweite Chance. Aber unserer Meinung nach sollte vor einem Comeback auf der Bühne eine gesellschaftliche Diskussion über eine mögliche Rehabilitierung des Künstlers stattfinden - nicht durch ein oder nach einem Comeback auf der Bühne. Im Sinne unserer diskrimierungssensiblen Haltung (LASST UNS EIN SAFER SPACE SEIN) steht unsere Bühne dafür zumindest vorerst nicht zur Verfügung. Stattdessen bedanken wir uns bei Ernst Molden, dem Frauenorchester und der Medienmanufaktur für das Verständnis, die gute Kooperation und freuen uns gemeinsam auf SCHDUAM.