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Alfred Dorfer (Wien)

"wörtlich" - Eine Satirelesung - Salzburger Erstaufführung

ARGE kabarett MotzArt-Woche

In Österreich war Alfred Dorfer schon viele Jahre ein Star des Kabaretts, 1995 wurde man dann auch in Deutschland auf ihn aufmerksam: „Indien“ lief in deutschen Kinos an, ein Gemeinschaftswerk mit Josef Hader, seinem Freund und Kollegen. Auch das Buch zu diesem Theaterstück ist in dieser Sammlung brillanter Texte des bedeutenden österreichischen Satirikers zum ersten Mal abgedruckt. Alle Dorfer-Fans haben hier ein höchst anregendes Lesebuch.
Dorfer hat aus seinem umfangreichen schriftstellerischen Werk in „wörtlich“ höchst unterschiedliche Texte ausgewählt: Kommentare zu politischen Vorgängen in Österreich wie Deutschland.

Den emotionalen Überschwang bei der Fußball-WM 2006 glossiert Dorfer ebenso treffend wie den Rummel um Mozarts 250. Geburtstag. Des Autors ambivalente Haltung zu seiner Heimat wurde beispielsweise in seinem Programm „heim.at“ offenkundig, und das Fremde, das Auffinden des Fremden in sich, zieht sich durch sein gesamtes Werk. Mit seinem neuen Stück „fremd“, dessen Text ebenfalls in „wörtlich“ zu finden ist, hatte er in München eine umjubelte Premiere sowie ausverkaufte Vorstellungen, was zeigt, dass er auch in Deutschland kein Fremder mehr ist.

„Als gelernter Österreicher kannte man die Deutschen ja nur als Touristen. In Zeiten des Wirtschaftswunders und danach waren sie – sagen wir einmal – etwas übermotivierte Gäste und machten nicht den Eindruck, als ob sie neue Freunde bräuchten. Die Zeiten ändern sich, die deutsche Wiedervereinigung kam ins Land, mit kurzer Euphorie und langer Ernüchterung. Deutschland begann zu straucheln, und wann immer man nun deutsche Urlauber in unseren Bergen sieht, stellt man sich die bange Frage, wie die sich das wohl leisten können.“

(kabarett.cc)

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