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Kontraste – Die lange Nacht des Tanzes

Einblicke, Ausblicke und Entwicklungen der zeitgenössischen Tanz und Performance Community.

ARGE tanz Kooperation mit tanzimpulse Salzburg

Die lange Nacht des Tanzes fordert heraus, bietet Eindrücke, Einblicke und Ausblicke – in und auf Tanz und Performance. Schlag auf Schlag gibt es in dieser Nacht Risikofreude und Innovation, voll Schönheit und Berührung, voll Wahrheit und Fiktion.
Carpe noctem, erfahre von Unterschieden und Begegnungen, genieße die Ästhetik von Bewegung, die performative Kraft von Kunst.

Programminhalt:

Stephanie Schober & Company / Newly / Saal / 20 Minuten
Choreografie: Stephanie Schober
Tanz: Elisabetta d'Aloia & Juraj Korec
Lichtdesign: Warren Letton
Informationen: www.stephanieschober.co.uk
mit Unterstürzung von ROH2 @ Royal Opera House

Als Inspiration für Stephanie Schober's Duett dienen die „Estnischen Hochzeitslieder“ von Veljo Tormis. Tänzerin Elisabetta d'Aloia und Tänzer Juraj Korec antworten auf die Prinzipien der traditionellen Folklore mit der Kreation von Bewegungs- und Tonmaterial. Während sie die Struktur der Musik für sich selbst interpretieren und als Rahmen für ihre Performance verwenden, öffnet sich ein Freiraum, in dem sich ihre Paarbeziehung auf überraschende Weise entwickeln kann.
„Eine Paarbeziehung, die comichafte Züge trug, ohne je grob gezeichnet zu sein. Newly war nicht nur bewegungssprachlich avanciert, sondern gerade auch in der Kombination mit Lautäußerungen der beiden Tänzer so zart wie witzig.“ Frankfurter Rundschau

Adriana Cubides / SHE HAD NOTHING TO SAY / studio / 20 Minuten
Konzept und Performance: Adriana Cubides

„Was passiert während des Kreationsprozesses? Was ist der Unterschied zu einem fertigen Produkt? Das sind die Fragen, die mich zu dieser Performance geführt haben. Indem ich die Ergebnisse meines Researchs über das Verhältnis von Körper und Text als choreografischen Ausgangspunkt verwendet habe, wollte ich die Verwirrung, die Überlast an Ideen, das Chaos und doch auch die Klarheit in dieser Unklarheit, diese verzweifelte Suche nach etwas, das nicht so einfach benannt werden kann, das nothing, dem schwer ein Wert beizumessen ist, weil es nichts ist, auf die Bühne bringen.“ Adriana Cubides
SHE HAD NOTHING TO SAY ist eine Einladung, den Moment zu genießen, nirgendwohin zu gehen. Es ist eine Performance, in der Adriana Cubides die Nichtsheit mit dem Publikum teilt und feiert.

Juraj Korec & Erich Rudolf / beat it / Saal / 20 Minuten
Konzept, Choreografie: Juraj Korec & Erich Rudolf
Tanz: Martina Rösler, Natalia Pieczuro, Rebekka Esther Böhme, Siri Clinckspoor, Sylvana Seddig, Tana Ziegler

Yuri Correa Vivar / Formen des Fliegens / studio / 13 Minuten
Text, Konzept, Performance: Yuri Correa Vivar
Übersetzung: Christina Gillinger
Produktion: Tanzquartier Wien
Kontakt: Christina Gillinger

Es gibt verschiedene Formen des Fliegens: mit gestreckten Armen nach vorne und gespitzten Fingern, um die Luft gut zu schneiden. Man kann auch mit horizontal weit geöffneten Armen fliegen, was die Stabilität erhöht, wenn man sich treiben lassen möchte. Yuri Correa Vivar beschreibt Positionen, die der Körper beim Fliegen einnehmen könnte. Natürlich ist das ironisch zu verstehen, da Menschen ja nicht fliegen können. Aber es ist eine technische Beschreibung mit einigen Empfehlungen zu dieser Unternehmung.

IDA / kalt / Saal / 20 Minuten
Choreografie: Editta Braun
Tanz: Pawel Dudus, Sandra Hanschitz, Jing Li, Johanna Nelson, Katarina Scekic, Verena Steiner, Malsina Stepien, Renata Vörös, Stefanie Wedam
Musik: Thierry Zaboitzeff
mit Unterstützung von: IDA / Institut for Dance Art der Anton Bruckner Privatuniversität

Neun junge TänzerInnen, fünfzehn Wintermäntel und eine dichte musikalische Komposition erzählen von einer bedrückenden kollektiven Situation: „Geflüsterte Wut, erdrücktes Licht, unsichtbare Spannung – soziale Kälte als blauer Faden durch das Stück. Die Suche nach Erleichterung wird zur Sucht, nur die Aggression macht die Panik vor dem Ersticken an der eigenen Verkleidung erträglich. Der Kampf um die Mäntel unserer Gesellschaft als Markenzeichen unserer Gesellschaft (Verena Steiner).

Gerda Schorsch / Das gute Stück / Studio / 17 Minuten
Idee, Choreografie, Tanz: Gerda Schorsch
Sprachaufnahme: Andreas Hamza
Dramaturgische Unterstützung: Helmut Neundlinger
Dank an: Dieter Kaufmann, konnex, Helmut Neundlinger, Sigrid Friedmann

Gestern habe ich Karotten in einen Blumentopf gesät.
Heute warte ich. Ich warte viel. Man muss warten können. Worauf?
Darauf, dass das gute Stück fertig wird, darauf, dass es begonnen wird, darauf, dass es stattfindet, darauf, wie es weitergehen mag. Ich warte auf mein Stück. Währenddessen esse und verdaue ich meine Ideen (einiges). Ich tue das täglich, indem ich schreibe. Und bald wird die Bewegung aus mir herausschreien. Bald werde ich tanzen. Wird die Karotte dann schon reif sein?

Raul Maia
„Augustus hears cars like sea waves“
(extract) A contemporary musical fiction

„Pretend you're happy when you're blue
It isn't very hard to do
And you'll find happiness without an end
Whenever you pretend“

In this first solo work I wanted to create a performance, which ignores the borders between theatre, dance and music.
„It's a free transit zone where performance is seen as a fictional make-believe act in the format of a one-man show.“

Concept and Performance Raul Maia
Unterstützt von WUK, Stadt Wien, Dschungel Wien, NEC, Balleteatro, António Maia-casa do Pombal

cieLaroque/helene weinzierl / variations on a basic theme / Saal / 25 Minuten
Konzept und Choreografie: Helene Weinzierl
Tanz und Choreografie: Erich Rudolf, Juraj Korec
Musik: Oliver Stotz
Licht Design/Lichttechnik: Peter Thalhamer
Fotos: Peter Huber
www.cielaroque.at
In Koproduktion mit: Festival Junge Künstler Bayreuth, KosmosTheater Wien, tanzimpulse Salzburg und Theater im Ballsaal Bonn

Die beiden Tänzer zeigen, wie unterschiedliche Interpretationen, konträre Auffassungen und Erfassungen ein und desselben Begriffs oder Themas, verschiedene Zugangsweisen und Standpunkte zu einer völlig absurden Form von Kommunikation führen. Das Absurde findet seinen Höhepunkt durch die mit dem Nichtfunktionieren der Kommunikation in sich zusammenbrechenden, sich auflösenden Machtstrukturen.

Im Rahmen von per.form>d<ance #9

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