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ARGE medienkunst – basics festival 2010 - Eine Kooperation von subnet, FH mma, galerie5020 und ARGEkultur.

The guinea pig collective "Blackbox"

Uraufführung! Eine interaktive Tanz- und Medienperformance. Anschließend Post-Performance-Talk mit den KünstlerInnen.

In der Formation „The guinea pig collective“ treffen drei KünstlerInnen aus verschiedenen Sparten aufeinander: Dietmar Suoch – Medienkünstler, Christine Hinterkörner – Sängerin / Komponistin und Iris Heitzinger – Tänzerin / Performancekünstlerin.

In der Arbeit „Blackbox“ beschäftigt sich das guinea pig collective mit der Thematik des virtuellen Raumes als verkannten Ort der Intimität und des persönlichen Austausches. In der Fülle des Angebotes an neuen Kommunikationsmöglichkeiten sind wir alle direkt und unmittelbar über große Distanzen miteinander vernetzt. Dabei stehen uns Plattformen zur Verfügung, die uns scheinbar ein soziales Netzwerk anbieten, uns erlauben in Gruppen als „Friends“ zusammenzufinden und im short-text Format bzw. mit Hilfe von Fotostrecken unser Leben mit anderen zu teilen. Gefühle verwandeln sich in Emoticons und jeder darf zu allem seinen Kommentar abgeben.

The guinea pig collective wirft mit seiner Arbeit einen kritischen Blick auf die neuen Kommunikationsmedien unserer Zeit und stellt sich und seinen BesucherInnen die Frage, inwiefern sie uns dienlich sind und inwieweit wir ihnen vielleicht ein unverhältnismäßiges Gewicht in der sozialen Auseinandersetzung mit unserem Umfeld beimessen.

„Blackbox“ ist ein interdisziplinäres Vorhaben, welches darstellende und audiovisuelle Medienkunst mit neuen Technologien im Format einer Performance verbindet.

The guinea pig collective stellt mit dem Projekt „Blackbox“ die Hypothese auf, dass uns unsere technischen Errungenschaften Vieles ermöglichen, dass sie aber auch ihre Limitierungen haben. Am Ende kann und soll der direkte menschliche Austausch nicht ersetzt werden, da er uns die Möglichkeit eröffnet das Einzelkämpfertum und das Fehlen von einem Gefühl des Eingebunden-seins in Familie, Gruppe oder Gesellschaft zu überwinden.

  • Idee/Konzept/Kreation Dietmar Suoch, Iris Heitzinger, Christine Hinterkörner
  • Regie/Choreografie/Performance Iris Heitzinger
  • Technische Leitung und Umsetzung Dietmar Suoch
  • Musikalische Leitung/Komposition/Stimme Christine Hinterkörner
  • Technik Hannes Peithner-Lichtenfels

The guinea pig collective wird unterstützt vom Land Salzburg/Kultur, Verein tanz_house Salzburg, La Caldera/Barcelona, Nau Coclea/Girona, Hypo Oberösterreich.

www.gpigs.com


Kurzbiografien „The guinea pig collective“

Dietmar Suoch

wurde 1979 in Oberndorf/AT geboren; Studium an der FH – Hagenberg/AT; Institute for Media Technology and Design; Abschluss 2003 „Dipl.-Ing. (FH)“ Seit seinem Studienabschluss kollaboriert(e) Dietmar mit verschiedenen KünstlerInnen, Institutionen und Firmen wie: Ars Electronica Futurelab (Linz/AT), NVISION Studio (Teil von The Interactive Institute, SE) und Utani Social Lab (Barcelona/ES). Dietmar lebt derzeit in Barcelona, wo er seinen eigenen Prozess in Projekten im Bereich Medienkunst vorantreibt. Sein Hauptaugenmerk legt er dabei auf die Verknüpfung der Technik neuer Medien mit Kreativität in künstlerischen Prozessen.
didito.gpigs.com

Christine Hinterkörner aka CEE

wurde 1974 in Freistadt/AT geboren; Studium an der Anton-Bruckner-Privatuniversität Linz; Jazz und Pop Gesang; Abschluss 2006 „Bachelor of Arts“ Von 2004 bis 2007 spielt Cee in diversen Bandformationen und unterrichtet neben ihrem Studium Jazz- und Popgesang in verschiedenen Schulen und gründet nebenher ihre eigene private Musikschule, das „musicCenter Reinhart“. Im Sommer 2007 zieht CEE nach Barcelona um mit der Tanztheaterkompanie Sol Pico als Djane, Sängerin, Komponistin und Schauspielerin zusammenzuarbeiten. Folgende Stücke werden in Kollaboration mit ihr produziert: „Las Doñas“ (Sabadell, Barco Naumon Barcelona), „La Maja De Goya“ (Madrid), „Rock'n Roll Improvisation“ („Come and See“ – TNC Teatre Nacional Barcelona), „Sirena a la Plancha“ (Expo 2008 Zaragoza, Canarien Islands, Loja, Sabadell, Sotteville / Frankreich). Ebenfalls im Jahr 2007 entsteht CEEs Soloperformance mit Schaufensterpuppen „Cee Mari Posa and herFantastico Plastico Banda“, welche in Österreich ihre Premiere feiert. Zurzeit arbeitet Cee an ihrem ersten Studioalbum.
Awards: „El Premio Max de les Arts Escéniques“ España 2009 und „Dance Theater Prize“ – Pula für die Tanztheaterperformance „Sirena a la plancha“, „Grualuv“ Musikvideo Präsentation in Portugal beim „Audio Visual Black and White Festival 2009“
www.myspace.com/ceegrooves

Iris Heitzinger aka Miss Luiss Twisted

wurde 1980 in Linz/AT geboren; Studium an der Anton-Bruckner-Privatuniversität Linz; Institute for Dance Arts (IDA); Abschluss 2005 „Bachelor of Arts – Zeitgenössischer Bühnentanz „Im Jahr 2001 wird Iris Mitglied der postgradualen Kompanie x.IDA/Linz zu der sie später als choreografische Assistentin zurückkehrt. Für das Studienjahr 2002/2003 wird sie mit dem Auslandsstipendium für TänzerInnen vom Bundesministerium für Kunst und Kultur Österreich unterstützt und kann so ihre Ausbildung in England, Holland, Belgien und Finnland fortsetzen. Im Jahr 2005 schließt sie ihr Studium mit dem Bachelor of Arts ab. Seitdem arbeitet Iris freiberuflich als Tänzerin und Performancekünstlerin und kollaborierte unter anderen mit KünstlerInnen wie Jeremy Wade (USA), Ted Stoffer (BE), Vincent Dance Theatre (GB), H2Dance (SE, NO), Cie. Willi Dorner (AT), cie.Laroque / helene weinzierl (AT) oder Cia. Lanònima Imperial (ES). Neben ihrer Tätigkeit als Tänzerin unterrichtet Iris zeitgenössischen Tanz, Improvisation und Partnering in Festivals und Schulen in Österreich, Polen, Kanada, England, Spanien und Japan. Anfang 2007 ruft Iris „Miss Luiss Twisted“ ins Leben, eine Plattform für ihre eigene künstlerische Arbeit. Sie kreiert das Duo „AnDando con Zapatos“ für das Festival Lapsus+/Barcelona im April 2007 und die Soloarbeit „Lo Que Es“, welche im Februar 2008 ihre Premiere hat und seitdem immer wieder gespielt wird. Iris lebt heute in Barcelona, wo sie, neben der Weiterentwicklung ihrer eigenen künstlerischen Identität Mitglied der Cia. Bebeto Cidra ist.
www.myspace.com/missluisstwisted

basics festival

Das seit 2004 stattfindende Festival für aktuelle Kunstprojekte und theoretische Reflexionen, setzt sich mit der Schnittmenge neuer künstlerischer, medientechnologischer und gesellschaftlicher Perspektiven auseinander.
basics fokussiert die Auswirkungen von Technologie auf unser tägliches Leben, die nicht nur von den Möglichkeiten, sondern auch von den Anwendungen dieser Technologien abhängig sind. Diese Anwendungen sind nicht zwingend in den Technologien eingeschrieben, sie werden in vielfältigen und komplexen Interaktionen von gesellschaftlichen, künstlerischen und politischen Strukturen mit produziert.
Auf den Punkt gebracht: Das vorrangige Leitmotiv der VeranstalterInnen (galerie5020, ARGEkultur Salzburg, FH Salzburg MultiMediaArt & subnet – Plattform für Medienkunst und experimentelle Technologien) ist nicht die technische Innovation, sondern die Frage „Was bedeutet es?“.

Motto 2010: „be part“

Die neuen Netzwerke wie z.B. Facebook ermöglichen eine dauerhafte, scheinbar unbedenkliche Publikation des eigenen Lebens, ebenso die dauerhafte Beobachtung und Kontrolle, da man sich gegenseitig observiert. Die steten Zuwachsraten generieren auch Unübersichtlichkeit und Ballast, daher ist mit „Ning“ eine Art Baukastenlösung kreiert worden, die es erlaubt, spezifische Netzwerke online abzubilden.
Wie unterscheiden sich Communities von Kommunen?
Spiegeln sich die Tendenzen der virtuellen Netzwerkbildungen auch gesellschaftlich wieder, wenn ja, wie?
Transformieren die Ning-basierten Netzwerke die Vereine, Neigungsgruppen und Hilfswerke des vergangenen Jahrhunderts ins 3. Jahrtausend?
Wie manifestieren sich dann Integration und Integrität in der physikalischen Realität bzw. in welchem Maß transformieren sich virtuell konditionierte Verhaltensmuster in den Lebensalltag (Bsp. expanded reality im Game Bereich)?
Was hat es in diesem Zusammenhang mit Web 2.0 Posing, verkürzten Haltbarkeitszyklen, exhibitionistischen Gemeinplätzen und populistischen Missverständnissen auf sich?

Basierend auf diesen konzeptuellen Überlegungen wurde im Frühjahr 2009 ein Call von den KooperationspartnerInnen ausgeschrieben. Gesucht wurden nicht-kommerzielle, innovative künstlerische Projekte zum Themenkomplex „be part“; theoretische, formal ästhetische, interdisziplinäre Auseinandersetzungen in den Domänen Bildende & Darstellende Kunst, Sound/Musik, Performance, Installation, vorrangig aus dem regionalen Umfeld Salzburgs.

Eine Jury bestehend aus VertreterInnen der KooperationspartnerInnen (Mag. Cornelia Anhaus, Dramaturgie & Künstlerische Assistenz ARGEkultur Salzburg; Erik Hable, Vorstandsmitglied der galerie5020; Mag. FH Max Kickinger, Projektleiter bei subnet; FH-Prof. Gianni Stiletto, Fachbereichsleiter „Audio“ der FH Salzburg MultiMediaArt) und ein externer Medienkunstexperte (Thomas Jelinek, Regisseur, Dramaturg & Künstlerischer Leiter LABfactory.org) wählten bis Ende Juli 2009 die zu fördernden Projekte aus.

www.basics-festival.net

Programmübersicht basics festival 2010

Montag 15.03.2010ab 19.00 Uhr
Eröffnung des basics festivals 2010
Begrüßung.
Präsentation der Publikation: „Was tun. Figuren des Protests. Taktiken des Widerstands.“ (Reader des basics festival 2007/08), Hildegard Fraueneder, Gianni Stiletto (Hg.), Salzburg: Müry Salzmann Verlag, 2010.
19.30 Uhr
Eröffnungsvortrag des Symposions
„be part“. Gerald Raunig: „Nach der Gemeinschaft“.
Anschließend „United Sorry“ (A/NL) in der Reihe „Theaterallergiker“ (Peter Haas / galerie5020).
Dienstag 16.03.201013.00 Uhr
FH Salzburg Eröffnung „Mobile Peeper“ (Severin Weiser).
13.30 Uhr
Symposion „be part“
an der FH mit Vorträgen von: Alexander Hacke, Elke Bippus, Robert Misik.
19.00 Uhr
galerie5020 Ausstellungseröffnung „Transducers“ (Verena Friedrich).
Mittwoch 17.03.201013.30-15.30 Uhr
*Clinic* Web Entwicklung mit Python/Django und Pinax, Clinic-Leiter: Philipp Wassibauer.
16.00-18.00 Uhr
galerie5020 „basics Chor“:
Offene Chorprobe und Stimmbildung mit Christian Herbst (um Anmeldung wird gebeten unter office@galerie5020.at).
18.00-19.30 Uhr
subnet Eröffnung „Morphing Sound Sculpture Part 2“
(Katharina Barth & Martin Löcker) + Projekt Spamschleuder. „RE: Vor Spam sind alle gleich!“ (Jan-Nahuel Jenny).
20.00 Uhr
ARGEkultur Theater im Bahnhof (Graz)
„Alles was der Fall ist. Traumprotokolle“
Eine Ausdauerperformance in Begegnung mit Tanja Knauf und Robin Arthur in der Reihe „Theaterallergiker“ (Peter Haas/galerie5020) im Studio.
Donnerstag 18.03.201016.00-18.00 Uhr
galerie5020 „basics Chor“: Offene Chorprobe und Stimmbildung mit Christian Herbst (um Anmeldung wird gebeten unter office@galerie5020.at).
20.00 Uhr
The guinea pig collective
„BLACKBOX“ (im Saal der ARGEkultur)
Uraufführung. Eine interaktive Tanz- und Medienperformance. Anschließend Post-Performance-Talk mit den KünstlerInnen.
21.00 Uhr
Tubeklub
„Duzz Down San – Labelnight“ (im Studio der ARGEkultur)
Live: Overland a.k.a Ghostbusters (DJ Chrisfader & DJ Tesla + Band), HSC, Yo!Zepp, MTone, Polirac, Mono:Massive & DJ Sight, Mosch. Visuals: Nita. Eintritt frei für BesucherInnen der „Blackbox“.
Freitag 19.03.201016.00-18.00 Uhr
galerie5020 „basics Chor“: Offene Chorprobe und Stimmbildung mit Christian Herbst (um Anmeldung wird gebeten unter office@galerie5020.at).
20.00 Uhr
The guinea pig collective
„BLACKBOX“ (im Saal der ARGEkultur)
Uraufführung. Eine interaktive Tanz- und Medienperformance. Anschließend Post-Performance-Talk mit den KünstlerInnen.
22.00 Uhr
„aftermars“
(Berlin) ein Konzert im Roten Salon (Studio der ARGEkultur). Eintritt frei für BesucherInnen der „Blackbox“.
Samstag 20.03.201011.00 Uhr
galerie5020 Rabtaldirndln, „Sterbenswörter“
14.00 Uhr
galerie5020 Werkstattgespräch mit Rabtaldirndln, Ohne Titel, Alpine Gothic, Peter Haas, Haydeé Jiménez u.a. (um Anmeldung wird gebeten unter office@galerie5020.at).

Ausführliche Informationen zum Programm des Festivals unter www.basics-festival.net

Hinweis:
Der Eintritt ist bei allen Veranstaltungen des basics festivals frei, für den Tubeklub & das Konzert am 19.03. von „aftermars“ gilt eine Sonderregelung.

Veranstaltungen im