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Henning Venske & Jochen Busse (D)

"Inventur". Legendäres Urgestein hoch zwei. Salzburg Premiere!

ARGE kabarett

Aufgefordert, die Bestandsaufnahme unseres Landes, die Gesamtheit der uns gehörenden Einrichtungsgegenstände und Vermögenswerte einschließlich der Schulden zwecks Erstellung einer Bilanz durchzuführen, setzen die Zukunftsforscher Henning Venske & Jochen Busse ihren einzigartigen Dialog fort: unnachgiebig, uneinsichtig, unkonventionell und absolut unentschuldbar.
Dieses Mal spannen sie ihren anarchistischen Gesprächsbogen von der Demokratieverdrossenheit der alten Griechen über den Gesellschaftsvertrag von Rousseau und die Besteigung aller Krisen-Gipfel bis zu den Wahlschlachten des Jahres 2009 und der daraus folgenden Abschaffung politischer Parteien durch sich selbst, und dabei ist ihnen kein Gedanke abwegig genug, um nicht gnadenlos verfolgt und dem allgemeinen Gelächter preisgegeben zu werden.
Frank Grischek am Akkordeon begleitet das Programm mit virtuosen Intermezzi und unbeschreiblich stoischem Gesichtsausdruck.

Der Ehrenpreis des Deutschen Kleinkunstpreises 2010 geht an: Henning Venske und Jochen Busse!

Jochen Busse

sieht mit 17 erstmals die Lach- und Schießgesellschaft; schafft es mit 19 und den „Knallfröschen“ zum ersten Mal auf die Bühne, wird mit 20 von Friedrich Hollaender entdeckt und spielt bei ihm „Hoppla aufs Sofa“ in Berlin. Mit 21 tingelt er mühsam bei einem Bäderkabarett durch die Lande, landet mit 22 in Frankfurt am Main und macht „Schmiere, das schlechteste Theater der Welt“; gehört dann mit 25 zum Ensemble des „Rationaltheaters“ in München und beschließt mit 29 Jahren Geld zu verdienen, verdingt sich aber trotzdem mit 35 beim Düsseldorfer Kom(m)ödchen, um mit 40 Jahren da hin zu kommen, wohin er schon mit 17 wollte, zur Lach- und Schießgesellschaft. Dort verlebt er die zehn schönsten Jahre seines Lebens, um dann den Vorsatz, den er mit 29 Jahren hatte endlich wahr zu machen. Heute mit 68 Jahren ist er wieder da, wo er schon mit 19 war, beim Kabarett.

Henning Venske

spielt mit 11 Albert Schweitzer auf der Blockflöte vor, der ihm daraufhin übers Haar streichelt und Unverständliches murmelt, singt und spielt im gleichen Jahr den Lehrer in einer Schulaufführung von Paul Hindemiths „Wir bauen eine Stadt“, gestaltet finstere Charaktere und hölzerne Liebhaber an der Studentenbühne, geht 1961 ans Schillertheater Berlin und später ans Thaliatheater Hamburg mit der Absicht, Regisseur zu werden, erhält aber den Bescheid der Intendanten „Wir wollen keine Halbstarken am Regiepult“, beschließt daraufhin, bei Funk und Fernsehen berühmt zu werden, was leidlich gelingt, beginnt Satirisches zu schreiben, findet das mühsam, spielt wieder Theater, findet das schwierig, entscheidet sich, das, was er schreibt, selbst zu spielen, lernt Kabarett in neun wunderbaren Jahren bei der Lach- und Schießgesellschaft, und heute, mit 70 Jahren, ist er immer noch jünger, als es Albert Schweitzer 1950 war.

Pressestimmen:

„Mit schnöder Wahlkampfschimpfe hält sich das Duo nicht lange auf, dafür holt es viel zu gern zum Rundumschlag gegen die Gesellschaft schlechthin aus – Inventur eben: Demokratiediskurs nach Perikles, Medienkritik. Das anarchische Rededuell wird mit flotter Zunge geführt, böse Spitzen treffen beiläufig und sprachlich brillant.“
Süddeutsche Zeitung München, 25.09.2009

„Inventur macht das Altmeister-Duo in der Lach & Schieß mit seinem neuen Programm, das furios zwischen selbstironischer Kabbelei und grimmiger Anarchie balanciert. … Diese Satire-Senioren beweisen, dass Alter weder vor Weisheit noch vor Können schützt. Meisterhaft.“
Abendzeitung München, 24.09.2009

„Joche Busse und Henning Venske feuern in ihrem Programm INVENTUR freudig und alterswilde auf Alles, was erlegenswert ist. Ihre Bestandsaufnahme des Irrsinns auf deutschen Straßen und Plätzen im Jahr 2009 … spart Nichts und Niemanden aus. Große Humorkoalition, unbedingt zur Wahl zu empfehlen.“
TZ/Merkur München, 24.09.2009

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