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„My Body, My Choice!“

Kostenloser Workshop zur rechtlichen Lage & gesellschaftlichen Tabuisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in Österreich. Anmeldung erforderlich.

ARGE schwerpunkt open mind festival
„My Body, My Choice!“ am 19.11.2016 um 15:00 Uhr

Pro-Choice-Salzburg-Aktivistinnen thematisieren in diesem Workshop die rechtliche Lage in Bezug auf Schwangerschaftsabbrüche in Österreich. Ein kurzer Abriss beleuchtet, wie die Fristenlösung erkämpft wurde und warum sie als fauler Kompromiss zu betrachten ist. Was Schwangerschaftsabbrüche mit der allgemeinen Emanzipation des Menschen zu tun haben und wen die Überwachung und Disziplinierung von gebärfähigen Körpern besonders hart treffen, wird ebenfalls im Rahmen des Thementags „Unspeakable Things – Sex, Lies & Revolution“ zur Sprache gebracht.

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oder telefonisch unter
+43-662-848784

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Sie bluten laut Werbung diskret blaue Flüssigkeit in duftige Wattebinden, haben einen ganz natürlichen, aber unaufdringlichen Kinderwunsch und sind auch sonst peinlich darauf bedacht, mit ihrer Gebärfähigkeit weder unangenehm aufzufallen noch ihrer Umwelt irgendwie zur Last zu fallen. Und sollten Frauen sich einmal entschließen, doch anders mit der Tatsache umzugehen, dass sie einen Uterus besitzen, dann sind sofort konservative Kräfte, die öffentliche Meinung und nicht zuletzt die Justiz zur Stelle, um sie auf den „rechten“ Weg zurückzubringen. Denn in Österreich gibt es kein Recht auf einen selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Körper: Schwangerschaftsabbruch ist nach wie vor im Strafgesetzbuch geregelt und kann mit bis zu einem Jahr Haft bestraft werden. Im Rahmen der Fristenlösung ist ein Abbruch in einigen Fällen straffrei, dennoch kann nicht von einem freien Zugang zu diesem Eingriff gesprochen werden. Hohe Kosten, lange Reisezeiten zu Kliniken und gesellschaftliche Stigmatisierung tun ihr Übriges, um Frauen einen Abbruch schwer zu machen. Doch schlimmer gehts immer: In Polen wurde gerade ein totales Abtreibungsverbot – außer bei Lebensgefahr – für die Schwangere beschlossen. Verboten sind nun auch Abbrüche nach Vergewaltigungen, bei Inzest oder bei einer schweren Schädigung des Fötus. Das bedeutet mehr Abtreibungen am Küchentisch und mehr ungewollt Schwangere, die infolge eines unprofessionellen Abbruchs verletzt werden oder sterben. Fundamentalistische AbtreibungsgegnerInnen sind auch in Salzburg am Werk. Aufklärung und Gegenwehr sind also angesagt.

Die Vortragenden setzen sich als Pro-Choice-Aktivistinnen seit Jahren für einen freien Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen ein und treten den öffentlichen Auftritten organisierter AbtreibungsgegnerInnen entgegen. Sie gedenken, damit bis zum (hoffentlich baldigen) Eintritt der sozialen Revolution weiterzumachen.

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