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Son of the Velvet Rat: Gravity Tour 08.

Support: Plastotype (Sbg.)

ARGE roter salon Konzert

„SotVR hat mehr Spannung, Charisma und fesselnde Atmosphäre im kleinen Finger, als die meisten Songwriter in der ganzen Hand.“ (Oliver Uschmann, Visions)

Leise kann sehr laut sein. Das hat der Grazer Singer/Songwriter Georg Altziebler alias Son of the Velvet Rat (SotVR) zur Genüge bewiesen. Er beschert der Welt nun seit Jahren Songs voll Sehnsucht und Zerbrechlichkeit. Nach dem Debut-Album „By My Side“ anno 2003 und der EP „Spare Some Sugar For The Rat“ folgte im Jahr 2006 das eindrucksvolle Werk „Playground“. Journalisten schwärmen seither vom „besten Singer/Songwriter, den das Land hervorgebracht hat“ (Andreas Russ, „Kurier“).

Das Nachfolgewerk „Loss & Love“, welches nur ein Jahr später das Licht der Welt erblickte, bestätigte abermals die Ausnahmestellung von Son of the Velvet Rat. Die Formel auch hier: Fragilität, die an die Grenzen des Noch-Hörbaren, Noch-Spürbaren rührt. Kein Kalkül, sondern pure künstlerische Notwendigkeit. Bevor aber Routine die Sensibilität verdrängt, wird es Zeit für eine Zäsur. Für einen klaren, feinen, sehr bewussten Schnitt. Müssen Schwerkraft und Leichtigkeit ein ewiges Gegensatzpaar sein?

Georg Altziebler sagt: nein. Und deutet „Gravity“, Schwerkraft, in Trittsicherheit und Schwindelfreiheit um. Mit dieser EP, die zugleich weniger Vorgeschmack denn Anti-These zum im Frühjahr 2009 folgenden Album ist, eröffnen SotVR einen Nebenschauplatz im Zeichen des Garage-Rock. Form und Inhalt gehen bewusst keine Symbiose ein, sondern befinden sich auf Kollisionskurs. So klingt der Titelsong – nebstbei seit Anfang Juli 2008 eines der meistgespielten Stücke auf FM4 – so gar nicht schwermütig. Ganz im Gegenteil: nach Kirmesorgel, Tanzboden und Ringelreih'n. Warum nicht das Bein schwingen, wenn die wesentlichen Fragen im Leben ohnehin offen bleiben: „Is anybody out there waiting – you never know!“

Die sechs Songs ziehen das von Son of the Velvet Rat gewohnte Tempo deutlich an. Die Instrumentierung setzt diesmal auf elektrische Gitarren und teils von französischem 70er-Jahre-Pop inspirierte Keyboards statt auf Klavier und Akkordeon. Arrangiert und produziert wurden fünf Stücke wiederum von Ken Coomer (Ex-Wilco), der auch das Schlagzeug bediente. Zum bewährten 16-Ton-Studio in Nashville, Tennessee gesellte sich im Anschluß auch ein Aufenthalt in Berlin, wo mit Richard Pappik (Element of Crime) und Kristof Hahn (Ex-Swans, Les Hommes Sauvages) Studiosessions abgehalten wurden. Zusammen mit Albrecht Klinger an der Gitarre, Christian Eitner am Bass und Heike Binder (organ, b-vocals) wurden in nur zwei Tagen neue, zusätzliche Songs eingespielt, die durch Leichtigkeit und spontanen Charme bestechen.

„Gravity“ bringt auch formal eine Novität im Ouevre von SotVR – und wird die Sammler-Herzen erfreuen: Die Song-Kollektion, ein gehaltvolles Six-Pack, erscheint ausschließlich als 10“-Vinyl-Schallplatte und „for download only“. Es gibt keine CD-Version. Die auf 500 Exemplare limitierte Vinyl-Variante enthält nicht nur einen Gutschein-Code, mit dem sich alle Tracks gratis zusätzlich downloaden lassen, sondern auch einen exklusiven Song aus der Berliner Studiosession.

Dieser „Hotel Song No.2“ geht zurück zu den musikalischen Anfängen Altzieblers. Und erzählt eine ewig gültige Geschichte: Ein Vexierbild von flüchtigen Orten, einem kurzen Innehalten im Unterwegssein, Momenten der Unruhe in nummerierten Zimmern. Geborgtes Zuhause und bezahlte Geborgenheit. Wer allein reist, bleibt an diesem Ort nicht länger als nötig und fährt gerne weiter – in eine andere Stadt, ein anderes Hotel. „Wer dabei an ein zufälliges Treffen von Marc Bolan und Serge Gainsbourg in einer Zagreber Hotellobby denkt, hat ein gutes Gespür“, so Georg Altziebler. „Sowohl für Pop als auch für Geografie.“

  • Guitar, Vocals Georg Altziebler
  • Guitar Albrecht Klinger
  • Bass Christian Eitner
  • Drums, Percussion Klaus Fürstner
  • B-Vocals, Melodica, Keys Heike Binder

Pressestimmen zu „Loss & Love“

„Und obwohl die Interpretation des von Fred Cole komponierten Songs („Out in the Blue“ auf „Loss & Love“, Anm.) zu den Höhepunkten des Albums zählt, ist der Rest kein Jota weniger eindringlich und nachhaltig. ( …) Das Ergebnis ( …) ist nicht weniger als atemberaubend. Ein glühender emotionaler Hochofen, beängstigend intensiv. Ach übrigens, wer das Ensemble nach Hören und Lesen irgendwo nach Amerika verorten möchte, liegt falsch. The Son of the Velvet Rat is from Graz, Austria, wer hätte das gedacht?“ (Frank Schmitt, Roadtracks, Februar 2008)

“ … Begegnung mit dem besten Songwriter des Landes. … Die zehn neuen Songs auf 'Loss & Love' setzen den mit 'Playground' eingeschlagenen Weg konsequent fort, sind in ihrer Intimität nur noch eine Spur pointierter gearbeitet. In einer Songwritingschule könnten sie als Lehrbeispiel dafür dienen, wie sich Text und Musik so weit verdichten lassen, bis man zur Essenz eines Stückes gelangt. … Ausnahmetalent von Altziebler: Song und Sänger bilden eine Einheit; man nimmt Son of the Velvet Rat jedes Wort ab.“ (Falter, Sebastian Fasthuber, Nr. 25/07)

„Georg Altziebler [legt] nun sein Meisterwerk vor.“ (Der Standard, Christian Schachinger, 27. Juni 2007)

„Mit 'Loss & Love' bestätigt Son of the Velvet Rat seine Ausnahmestellung. … Dass Georg Altziebler gern als einer der herausragenden Songwriter Österreichs tituliert wird, hat einen einfachen, aber guten Grund: Er ist es. Was man unter anderem daran merkt, dass er in keiner Sekunde wie ein österreichischer Songwriter klingt, sondern mit seinen kraftvoll fragilen Songs eher an die aktuellen Großmeister amerikanischer Liedermacherei nämlich Conor Oberst (alias Bright Eyes) und Will Oldham erinnert. … ruhig, konzentriert, besinnlich, vor allem aber: hochgradig persönlich. … Altzieblers Stimme, die mit radikaler Melancholie von der Liebe singt, von ihrem Verlust und von allem, was dazwischen schön und wichtig ist. So schön und wichtig wie dieses Album.“ (Profil, Sebastian Hofer, Nr. 26/07)

„Die leisen Klangreisen sind seit etlichen Jahren sein Metier. Und eigentlich hätten sie Georg Altziebler, Grazer Herzkammermusiker des herausragenden Projekts 'Son of the Velvet Rat', schon längst einen Ehrenplatz auf dem Olymp der Anti-Larmoyanz-Brigade einbringen müssen. An internationalen Lobeshymnen für seine schwerelose Trauerarbeit bestand nie ein Mangel. … Mit seiner nun erschienen CD 'Loss & Love' untermauert er nicht nur diesen Stellenwert. Er schafft es, berührender, intensiver denn je, Schmerz, Trauer, Einsamkeit von der ärmeldicken Schicht des Kitsches zu befreien und seine Songs dort anzusiedeln, wo es mitunter ganz schön weh tun kann. … er ist, unterstützt von einer kongenialen Band und der ebenso fragilen Stimme von Heike Binder, ein Klangnomade, der den Sternenhimmel unter dem Asphalt sucht. Und findet. … Moll ist schön, wunderschön diesfalls sogar.“ (Kleine Zeitung, Werner Krause, 27. Juni 2007)

„Von der großen Öffentlichkeit leider unbemerkt, blüht eine großartige Singer-Songwriter-Szene in Österreich. Georg Altzieblers neues Album ist, reduziert aufs Allerwesentlichste, fantastischer Alternative-Folk.“ (KURIER, Guido Tartarotti, 24. Juni 2007 | CD-Bewertung: 4 ½/5)

„Jedem dieser elf Songs wohnt ein ganz spezieller Zauber inne, der seine Funken dezent versprüht und zu lodernden Feuern heranschwillt. … ist ein jeder Hinsicht geglücktes Unterfangen.“ (plattentest.de, Christian Preußer, 06/07)

“ … mehr Spannung, Charisma und fesselnde Atmosphäre im kleinen Finger als die meisten Songwriter in der ganzen Hand.“ (Visions, Oliver Uschmann, #173 08/07)

„Entstanden ist ein wunderschönes, leises Indie-Folk Album voller Melancholie, Sehnsucht und Zerbrechlichkeit.“ (musicscan.de/Rating: 8/10)

Support: Plastotype

Plastotype ist das neue Projekt von Singer-Songwriter und Multi-Instrumentalisten Arno Briggman. Charakteristisch ist der kraftvolle Alternative Indie Noiserock Sound! Die dreiköpfige Band kommt mit Gitarre, Bass, Drums, Vocals und arbeitet derzeit an ihrem neuen Album, das noch rauer und ehrlicher wird. Die Debutrelease „Sugar Cane“ ist auf scream records erschienen.

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