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WILDE TIERE 2 – STREIFZÜGE

WILDE TIERE 2 – STREIFZÜGE

WILDE TIERE ist ein mehrjähriger, altersübergreifender, performativer Auseinandersetzungsprozess in und mit dem Lebensraum Salzburg, der Visionen eines gerechteren Zusammenlebens von Pflanzen, Insekten, Tieren und Menschen Raum geben möchte. WILDE TIERE versteht sich als eine Einladung zu einer kulturellen Praxis, die sich im steten Wandel befindet, als ein Weg nachhaltiger Gestaltung des Zusammenlebens.

WILDE TIERE startete 2023 als ACKERDEMIE mit drei unterschiedlichen Praktiken: dem INNERSTÄDTISCHEN WANDERVEREIN, KREATUR WERDEN und WELLENGEWIMMEL – SALZBURGKLÄNGE. Begleitet wurde die ACKERDEMIE von einer Ausgabe des wiederkehrenden Themenschwerpunkts OPEN MIND FREQUENTLY.
Stand im ersten Jahr der Versuch einer Annäherung an nichtmenschliche Perspektiven und der damit ermöglichten Erfahrungen und Entdeckungen an neuer Wahrnehmung von ‚in der Welt sein und interagieren mit anderen Mitlebewesen‘ im Mittelpunkt, möchte WILDE TIERE dieses Jahr auf STREIFZÜGEN durch die Stadt aus einer betrachtenden Haltung ins Interagieren gehen. 2025 entsteht aus dem Material der vorangegangenen Jahre dann eine Bühnenperformance.

Die diesjährige Ausgabe von WILDE TIERE wird weiterhin vom RADIO WILDE TIERE begleitet, moderiert und kommentiert. Das Teilprojekt richtet sich explizit an Kinder zwischen neun und zwölf Jahren. Mit Nachrichten, Verkehrsfunk und Wetterbericht für Tiere wird das Radio die diesjährigen Streifzüge ankündigen.

Welche Geschichten kommen uns zu Ohren, wenn wir nur hinhören?

RADIO WILDE TIERE (Beitrag zum Nachhören, Dauer 30 Minuten) gibt jenen eine Stimme, die gehört werden wollen.

RADIO WILDE TIERE bietet explizit Kindern Raum, ihre Fragen, Inspirationen und Erzählungen zum Miteinanderleben zu formulieren. Das Projekt läuft parallel zu den WILDEN TIEREN 2 - STREIFZÜGE, in Kooperation mit der Nachmittagsbetreuung die Insel – Haus der Jugend Salzburg unter Anleitung von Roland Siegwald und Belinda Zippusch.

Team

+- Roland Siegwald

(geboren 1976 in einem kleinen süddeutschen Winzerdorf) hat 2011 ein Diplomstudium am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen abgeschlossen. 2007 war er als Gast an der CNSMD, Abteilung Tanz in Lyon.

Er ist Mitbegründer der nomadisierenden Theatergruppe Mobile Albania, die sich als durchlässiges Kollektiv seit 2009 in den durchkommerzialisierten Öffentlichkeiten von Städten, Kommunen, dem Hinterland und den nationalen Grenzräumen verfährt. Dabei ist es ein zentrales Anliegen, Aufführungsformate zu finden, welche die Segregation in der Stadtgesellschaft, aber auch der Zuschauer*innenschaft im Theater aufnehmen, unterwandern, durchkreuzen und Menschen immer wieder neu in künstlerischen Situationen verbinden und zusammenführen. In Mobile Albanias Arbeit ist der Ansatz der öffentlichen performativen Praxis zentral, dies u.a. in Projekten in Prag, Wien (Wiener Festwochen 2015), Budapest, Düsseldorf, Leipzig, Hamburg (KRASS-Festival 2016) und seit 2016 auch in Tirana. Weitere Projekte, die Stadt- und Theaterraum verbinden, sind DIE KOLLEKTION (Bremen, Freischwimmer Netzwerk 2018), DAS GASTSPIEL (Frankfurt, 2017) und das im Fonds Doppelpass der KSB geförderte Projekt SEELE ESSEN ANGST AUF von Skart feat. Mobile Albania (Theater Münster 2020). Gemeinsam mit Ana Berkenhoff entwickelt Roland Siegwald außerdem raumbezogene Performances, die Klang, Bewegung und Objektkunst verbinden.

Daneben arbeitet er im Ausbildungsrahmen u.a. an der Hochschule der Künste Braunschweig, Theaterwissenschaft Leipzig, Fachhochschule Bielefeld, Sozialwissenschaften und ZhdK Zürich.

Seit 2017 lebt Roland Siegwald mit seiner Frau und dem gemeinsamen Sohn in Salzburg.

www.mobilealbania.de
www.berkenhoffsiegwald.com

+- Till Korfhage

Hat eine Tischler*innen-Ausbildung und arbeitet an der Schnittstelle Bühnenbild, Performance und Kuration. Seit 2012 ist Till Teil von Mobile Albania. Kuratorisch arbeitete Till neben anderen mit bildenden Künstler*innen wie Susa Templin, Peter Rösel, Manfred Stumpf, Nicolai Dudek, Lucie Beppler, Marco Lehanka und Eva-Maria Schön zusammen und kuratierte die Ausstellungsreihen SOMMERAUSGABE – OHNE TITEL und THE MEANING und die Jubiläumsausstellung 19+1 ANSICHTEN EINES KUNSTVEREINS des Neuen Kunstvereins Gießen, dessen Vorsitz Till inne hatte. Till war zuständig für die Organisation und Kuration der temporären Zwischennutzung Schanzenstr1 in Gießen und des interdisziplinären Ausstellungsprojekts rauschhaus(3). Neben Mobile Albania arbeitet er im Theaterkontext unter anderem mit Les Trucs, Caroline Creuzburg, Susanne Zaun, Fanti Baum, Jeanne Jens Eschert, Joana Tischkau und dem IMPLANTIEREN Festival Frankfurt zusammen. Seine Arbeiten werden regelmäßig am Mousonturm Frankfurt, Kampnagel Hamburg und der Schwankhalle Bremen gezeigt. Neben Lehraufträgen an den angewandten Theaterwissenschaften in Gießen gab Till auch Seminare an der Universität Leipzig und der ZhdK Zürich.

+- Aris Papadopoulos

(1983) ist Performer und Tänzer/Choreograph mit Sitz in Athen (GR) und Aarhus (DK). Er hat ein Architekturstudium an der Athens School of Architecture und ein Tanzstudium an der National School of Dance-Greece abgeschlossen, ist Mitbegründer der Choreographie-Kollaboration arisandmartha und wurde zum Aerowaves-Tänzer 2018 gekürt.
Seine Tanzproduktionen und künstlerischen Recherchearbeiten sind von EDNetwork, FLUXUM Foundation und dem Griechischen Kultusministerium (2018-2023) gefördert worden. 2020 erhielt er die Künstlerresidenz für das Onassis AiR Critical Practices International Artistic Research Program und 2022 wurde er in der Förderlinie ARTWORKS der Stavros-Niarchos-Stiftung mit dem Künstlerstipendium ausgezeichnet.
www.instagram.com/aris.papadopoulos_/

+- Theresia Pürmayr

(1996, Tirol) studiert Bildende Kunst / Malerei und Grafik an der Kunstuniversität Linz. Sie absolviert 2020 ein Erasmus-Semester an der Eesti Kustiakadeemia in Tallinn und verbringt 2021/22 zur Diplomvorbereitung an die École nationale supérieure des beaux-arts de Lyon.

In Malerei, Objekt, Textilkunst und Performance beschäftigt sie sich mit Wahrnehmung, dem Gegensatz von Beweglichkeit und Starre sowie mit dem Klang und der Mehrdeutigkeit von Sprache. Ihre Arbeiten entstehen meist ortsbezogen und im Kollektiv. 2023 wird sie mit dem Würdigungspreis des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung ausgezeichnet. Seit 2023 lebt und arbeitet sie in Salzburg.

+- Anna Sophie Adelt

geboren in Salzburg, tanzt schon als Kind gern aus der Reihe. Dem großen Wunsch Musik zu machen zu folgen, studiert sie an der Fachhochschule Salzburg MultiMediaArt im Fachbereich Sound und spielt unzählige Konzerte in lustigen Formationen wie Fudkanista – mit Händen und Füßen –, Cousines like Shit und Morgenstuhl.

2023 schließt sie an der Kunstuni Linz ihr Studium Bildhauerei / transmedialer Raum ab und fügt sodann neben dem Element Klang noch das der Bewegung und des Tanzes in ihren kreativen Schaffensprozess hinzu. Die Erforschung von Techniken wie Feldenkrais, Yoga, zeitgenössischer Tanz oder Gaga begleiten sie leidenschaftlich durch die Welt der Bildhauerei. In ihrer eigenen Musik und der Performance-Kunst findet sie eine Vereinigung der bunten Elemente.

Zurzeit arbeitet sie als Gemüse-Bäuerin in der Nähe von Linz und erfreut sich an dem Wunder Natur!

+- Belinda Zippusch

übernimmt für WILDE TIERE die Produktionsassistenz

Im Mai 2000 in Wien geboren, maturiert sie 2019 an der BAfEP Bischofshofen und schließt damit ihre Ausbildung zur Elementarpädagogin ab. Seit Oktober 2019 studiert sie Musik- und Tanzwissenschaft an der Paris-Lodron-Universität Salzburg. Währenddessen arbeitet sie in verschiedenen Kultureinrichtungen in der Stadt Salzburg, u. a. Rockhouse und ARGEkultur, wodurch sich auch ein Interesse am freien Radio als Medium entwickelt. Im Mai 2023 erstellt sie ihre ersten Beiträge für die Radiofabrik und absolviert dort im Dezember desselben Jahres den Praxislehrgang für Journalismus in Community-Medien. Zusammen mit Roland Siegwald begleitet sie das RADIO WILDE TIERE.