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Foto (c) Jon Cartwright
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Laurie Penny „Unspeakable Things – Sex, Lies & Revolution“

Die ohne Zweifel lauteste & umstrittenste Autorin der radikalen Linken über Feminismus & Kapitalismus. Moderation: Hannah Wölfl. In englischer Sprache.

Laurie Penny, angry young woman und Star der englischen Bloggerszene, legt den Finger in die Wunde. Der Spätkapitalismus brandmarkt den Körper von Frauen im Wortsinne – er brennt sein Markenzeichen ein. In Kapiteln zu Sexualität, Prostitution, Essstörungen, Konsum und Hausarbeit etwa werden Faktoren dargestellt, die für den Handel mit dem weiblichen Fleisch als sexuelles und soziales Kapital von Bedeutung sind. Dabei kennt sie die Theorien ihrer Vorkämpferinnen, aber sie berichtet von der Front der heutigen Verwerfungslinien und Grabenkämpfe: „Riot, don’t diet!“
„‚Fleischmarkt‘ ist ein Stück feministischer Dialektik, das den Körper der Frau als sexuellen Stützpunkt des kapitalistischen Kannibalismus offenlegt. Ein schmales Bändchen, das das Zeug zu einem neuen feministischen Manifest hat.“ (Grundrisse, Zeitschrift für linke Theorien & Debatte)

Auch ihr Werk „Unspeakable Things. Sex, Lies and Revolution“ (2014; dt. „Unsagbare Dinge“, 2015) ist eine scharfzüngige und kluge Kampfansage an den Neoliberalismus und an die reaktionäre Geschlechterordnung, die ihn bedingt. Laurie Penny zerlegt gnadenlos den modernen Feminismus und die Klassenpolitik, wenn sie von ihren eigenen Erfahrungen als Journalistin und Aktivistin in der Subkultur berichtet. Es ist ein Buch über Armut und Vorurteile, Online-Dating und Essstörungen, Straßenkämpfe und Fernsehlügen.
Das Buch richtet sich an die anderen, die sich nie zufrieden geben, denen es nie gut genug, denen es nie frei genug ist, wenn nur ein paar gleichberechtigt sind. Es ist für die Unsäglichen, die Unnatürlichen, für die, die andere verschrecken. Die nicht tun, was man ihnen sagt. Die den Mund aufmachen, wenn sie es nicht sollen, und die nicht auf Knopfdruck lächeln. Die schräg sind und immer zu viel wollen.
Dabei spricht Laurie Penny für einen Feminismus, der keine Gefangenen macht, dem es um Gerechtigkeit und Gleichheit geht, aber auch um Freiheit für alle. Um die Freiheit, zu sein, wer wir sind, zu lieben, wen wir wollen, neue Genderrollen zu erfinden und stolz gegenüber jenen aufzutreten, die uns diese Rechte verweigern wollen. Es ist ein Buch, das jenen eine Stimme gibt, denen das Sprechen verboten wird – eine Stimme, die das Unsagbare ausspricht.

Im Anschluss finden im Rahmen des Thementages am 19.11. „Unspeakable Things – Sex, Lies and Revolution“ Konzerte von Fudkanista, Running Fetus & HYENAZ bei freiem Eintritt statt, am Nachmittag gibt es den Workshop „My Body, My Choice!“.

Ohne Zweifel die lauteste und umstrittenste weibliche Stimme der radikalen Linken.
The Telegraph
Radikal und ansteckend!
Frankfurter Allgemeine Zeitung
An dieser Autorin führt momentan kein Weg vorbei. Fulminant und wortgewaltig streitet sie für die Rechte der Nicht-Angepassten, der Nicht-Weißen, der Nicht-Funktionstüchtigen. Klug, informiert und bestens recherchiert, ist dies ein Buch für alle, die mehr wollen.
Deutschlandradio Kultur
Laurie Penny ist derzeit die wichtigste junge Feministin.
Die Zeit
Knallharte Analyse der Realität
Kulturzeit/3sat
Eine Alternative für alle, denen der zeitgenössische Feminismus zu unintellektuell ist, zu humorfrei, zu lasch ist.
KulturSPIEGEL
(…) in Feuilletons wie Frauenherzen eingeschlagen wie eine Bombe.
EMMA
Das Tolle an Laurie Penny ist, dass sie bei aller Agitation nie den Faden verliert, und vor allem: Sie bürstet fast alles gegen den Strich, wovon man dachte, dass es irgendwie ‚gesichert‘ ist. (…) Ihr Buch tut weh, aber das muss es auch, sonst ändert sich nichts.
CulturMag
Der Feminismus als gesellschaftsverändernde Kraft, das ist Pennys Vision.
Der Tagesspiegel
Hannah Wölfl
Foto (c) Lena Kuzmich

Hannah Wölfl, Moderation

Hannah Wölfl, geboren 1993, ist queerfeministische Literaturwissenschafterin und Autorin. Sie studiert Germanistik an der Universität Wien, war von 2011 bis 2015 an verschiedenen Theatern, hauptsächlich als Regieassistentin, tätig (Wiederaufnahme nicht ausgeschlossen) und ist derzeit tageweise im Museum anzutreffen.

Da die Frau die erfolgreichste Ware überhaupt ist, mit der im Kapitalismus gehandelt wird, muss eine Kritik am Kapitalismus gleichzeitig immer auch eine Kritik am Patriarchat sein.
Hannah Wölfl

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